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27.03.2014, 12:46 Uhr  //  Ratgeber

Zecken ─ Gefahr für Mensch und Tier

Zecken ─ Gefahr für Mensch und Tier
 cm (Bild) TASSO e.V. (Text) // snaktuell.de

Hattersheim ─ Zecken übertragen die mitunter gefährlichen Krankheiten Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Ein einziger Stich kann ausreichen, die Krankheit zu übertragen, wenn die Zecke die Bakterien (Borreliose) oder Viren (FSME) in sich trägt. Da der diesjährige milde Winter vermuten lässt, dass es dieses Jahr mehr Zecken geben wird als üblich, gibt die Tierschutzorganisation TASSO e.V. Tipps für Tierhalter, was sie bei einem Zeckenstich tun können:

„Für Hunde und Katzen gibt es über den Tierarzt zu beziehende Mittel wie Halsbänder und Spot on Präparate, sogenannte Repellentien, als Zeckenprophylaxe“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Das Mittel sickert dabei ins Unterhautfettgewebe und reichert sich dort an. Beim Stich der Zecke „vergiftet“ sich der Blutsauger und fällt ab. Die Mittel schützen das Tier also nicht vor dem Stich selbst. Ob eine Impfung gegen Borreliose nötig und sinnvoll ist, muss jeder in Absprache mit seinem Tierarzt entscheiden. Menschen können sich nur gegen FSME impfen lassen, jedoch nicht gegen Borreliose.“

Bei der Entfernung von Zecken sei darauf zu achten, so McCreight weiter, dass alle Teile der Zecken entfernt werden, also der Kopf nicht hängen bleibt, um Entzündungen zu vermeiden. Am besten helfe eine spezielle Zeckenzange, die so nah wie möglich an der Hautoberfläche angesetzt wird. Keinesfalls sollte Druck auf den Zeckenkörper ausgeübt werden. Das führe dazu, dass die Zecke ihren Mageninhalt und Speichel und damit, sofern vorhanden, die Erreger in den Körper des Tieres abgibt. Dann werde die Zecke vorsichtig und gerade aus der Haut gezogen. Keinesfalls sollte man Öl oder Klebstoff zu Hilfe nehmen.

Grippeähnliche Symptome, Schlappheit, Müdigkeit und Hinken sowie Gelenkschmerzen können ein Hinweis auf eine Infektion sein. Zecken übertragen beim Hund auch die gefürchteten Krankheiten Babesiose (Hundemalaria) und Ehrlichiose. TASSO rät daher, im Zweifelsfall das Tier einem Tierarzt vorzustellen.


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