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24.04.2015, 08:44 Uhr  //  Stadtgeschehen

Tag der Städtebauförderung - Stadterneuerung wird zum Schauplatz

Tag der Städtebauförderung - Stadterneuerung wird zum Schauplatz
 LHS (Bild) LHS (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Es werden am Aktionstag Projekte vorgestellt, die mit Hilfe der Städtebauförderung in den Stadtumbaugebieten entstanden sind oder durch die Förderung von Gebäuderückbauten in Lankow vorbereitet wurden. In der Innenstadt können Objekte besichtigt werden, die in naher Zukunft saniert und neu oder wiedergenutzt werden sollen. Der bundesweite „Tag der Städtebauförderung“ ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag sowie Deutschem Städte- und Gemeindebund. Ein zentrales Anliegen der Städtebauförderung in Mecklenburg-Vorpommern besteht darin, die Stadt- und Ortszentren zu sanieren und zu gestalten. Hierbei soll auch das private Engagement darin bestärkt werden, Häuser in den historischen Altstädten zu erneuern oder zu bauen.

Unter dem Motto „SCHAU_PLATZ: STADTERNEUERUNG“ beteiligt sich die Landeshauptstadt am 9. Mai 2015 am bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“. Ziel des Aktionstages ist es, Bürgerbeteiligung zu stärken und kommunale Projekte der Städtebauförderung in größeren Rahmen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu besichtigen sind der künftige Heine-Hort, der historische Wichernsaal, die ehemaligen Fokkerhallen und das neue Wohngebiet am Lankower See.

Folgende Aktionen sind geplant:

Die “Ehemalige Werkhalle der Fokker-Flugzeugwerke“ in Schwerin

Die kurze Schweriner Luftfahrtgeschichte ist eng mit dem holländischen Flugpionier Anthony Fokker verbunden. Sie begann im Mai des Jahres 1913 mit der Errichtung einer Flugzeugwerkhalle am Schweriner See, in dem Fokker ursprünglich Wasserflugzeuge produzieren wollte. Dann kam der 1. Weltkrieg und mit der Rüstungsproduktion die wirtschaftliche Blüte der Firma “Fokker Aeroplan GmbH“. Im Mai 1919 verschwand Fokker aus Schwerin samt seiner auf Eisenbahnwaggons verladenen Flugzeugfabrik. Geblieben ist die denkmalgeschützte, stark baufällige Werkhalle auf einem Grundstück in ausgezeichneter Lage am Schweriner Innensee. Im Jahr 2012 hat die Stadt Schwerin das Grundstück mit Städtebaufördermitteln angekauft, um das Denkmal zu erhalten und gleichzeitig ihre Pläne für die Entwicklung der Stadt ans Wasser umzusetzen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Besucherinnen und Besuchern ein Stück (vergessener) Schweriner Industriegeschichte und die Entwicklungsperspektiven der gesamten Wasserlage und des Grundstückes näher zu bringen.

Programm:
11:00 bis 15:00 Uhr
Besichtigung der ehemaligen Werkhalle der Fokker-Flugzeugwerke
Ort:
Anschrift: Bornhövedstraße 95, 19053 Schwerin

Gebäudesanierung Werderstraße 66/68 (Heine Hort)

Die Gebäude in der Werderstraße 66 und 68 liegen am südwestlichen Rand der Werdervorstadt; sie stammen aus den 1920er Jahren und wurden zuletzt als Büro- (Werderstraße 66) oder als Wohngebäude genutzt. Die Gebäude als Hortgebäude für die benachbarte Heinrich-Heine Schule in der Amtstraße umgenutzt werden.

Programm:
10:00 bis 13:00 Uhr
Besichtigung
Ort:
Anschrift: Werderstraße 66, 19055 Schwerin

Neues Wohnen am Lankower See

Die Landeshauptstadt Schwerin beabsichtigt auf Flächen eines ehemaligen Internatskomplexes ein modernes Wohngebiet unter den Gesichtspunkten einer nachhaltigen Siedlungs- und Stadtplanung zu entwickeln. Das geplante Wohngebiet liegt südlich der Gadebuscher Straße, nordwestlich des Lankower Sees und nördlich der Eschenstraße. Hierzu hat die Stadt Schwerin in vorgelagerten Planungsschritten eine Zielvorstellung entwickelt, die ein modernes Wohngebiet mit eigenem Gepräge und einem Alleinstellungsmerkmal über die Architektursprache sichern soll. Über die Ausarbeitung eines Gestaltungshandbuches für die zukünftige Bebauung ist im Planungszeitraum 2015 - 2016 die Erarbeitung eines Bebauungsplanes der Innenentwicklung nach § 13 a BauGB notwendig. Der Investor sowie die mit den Planungsaufgaben betrauten Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner werden am Tag der Städtebauförderung allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Planungsideen für das neue Stadtquartier erläutern und den Planungsdialog für das anstehende Bauleitplanverfahren eröffnen.

Programm:
10:00 bis 13:00 Uhr
Information über die städtebauliche Planung
Ort:
Anschrift: Gadebuscher Straße 153, 19057 Schwerin

Radtour

Auf einer Fahrradtour werden die wesentlichen Orte, die am Tag der Städtebauförderung besichtigt haben, "erradelt".

Programm:
10:00 bis 13:00 Uhr
Radtour
Ort: Schlossbrücke
Anschrift: Alter Garten, 19055 Schwerin

Restaurierung des Wichernsaals

In Schwerin wurde im 19.Jahrhundert die soziale Fürsorge durch viele gemeinnützige, christliche und wohltätige Anstalten und Stiftungen belebt. 1893 wurde der Neubau eines mehrgeschossigen Hauses in der Apothekerstrasse 48 als Herberge „Zur Heimat“ mit einem Vereinssaal auf dem Hof feierlich eingeweiht. Der Saal wurde nach dem Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern benannt, der das sog. „Rauhe Haus“ in Hamburg gründete und durch seine Lehrtätigkeit sowie sein volksmis-sionarisches und soziales Engagement als einer der Begründer der inneren Mission der dt. evangelischen Kirche, der Vorläuferorganisation des heutigen Diakonischen Werkes, angesehen wird. Die Nutzung des Hauses entsprechend seiner Bestimmung als Vereinshaus und Herberge bestand bis in die 30iger Jahre des 20. Jh. fort. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Vorderhaus von dem Diakonischen Werk und für Synoden, Tagungen und andere Veranstaltungen der Mecklenburgischen Landeskirche genutzt. Denkmalwert des Gebäudes und der Gebäudeteile Das Gebäude Apothekerstraße 48 mit dem hofseitigen Saalanbau stellt für das ausgehende 19. Jh. eine typische Bauweise dar und hat sowohl stadtgeschichtlich für Schwerin als auch in seinem Bestand als Einzeldenkmal eine wichtige Bedeutung. Die in dieser Zeit sehr sparsam ausgeführte Konstruktion der Saalwände und des Dachtragwerkes mit seiner Ornamentik und Farbigkeit stellen den zu erhaltenden Denkmalwert des Gebäudes dar. Geplante und mögliche Nutzungen Bei der zukünftigen Nutzung des Wichernsaales sollen der sozial-diakonische Ansatz und die Fort- und Weiterbildung in diesem Sinne die Grundlage bilden. Die besondere Bedeutung liegt in der gemeinsamen Nutzung des Hauses Apothekerstr. 48 mit kleinen Seminarräumen, Büros und Nebenfunktionsräumen und dem Saalanbau mit dem Veranstaltungsraum (entsprechend der Tradition als ehemaliges Vereinshaus). Auf Grund dieser Kombination der Gebäude eröffnen sich verschiedene Nutzungs-möglichkeiten: Als Zentrum für Fort- und Weiterbildungen des Diakonischen Werkes MV (Tagungsstätte für Synoden, Kirchenkreise u.a.); für Veranstaltungen der Kirchengemeinden Schwerins (Proben von Kirchenchören, Proberäume für Musiker,); Als soziales Angebot in der Innenstadt (Proberäume für Jugendliche, Posaunenwerk, Kleinkunst, Ausstellungen, für Stadtteilfeste, Familienfeiern) und als Sozial-Diakonisches Begegnungszentrum (Gesprächskreise, Lesungen, Bewegungstherapien, Yoga, Tanz). Notwendige Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten Der Saal soll in seiner Grundstruktur weitestgehend erhalten werden. Das Tragwerk der Wände und der Dachkonstruktion ist zu ertüchtigen. Als Sicherungsmaßnahmen sind dafür der Einbau einer neuen Empore als Stahlkonstruktion auf der Nordseite geplant, die als horizontale Scheibe sowohl die Längsaußenwand als auch die Tragkonstruktion des Daches aussteift. Auf der südlichen Innenhofseite soll eine neue Stahlglas-Konstruktion eine neue Außenwand bilden. Dadurch kann die alte Fachwerkaußenwand „in situ“ erhalten werden. Gleichzeitig soll die neue Stahlkonstruktion statische Aufgaben für die Sicherung des alten Tragwerks des Saales übernehmen. Die Freifläche im Innenhof wird abgestimmt auf die zukünftigen Nutzungsfunktionen des Saales umgestaltet und mit in das Gesamtkonzept einbezogen.

Programm:
10:00 bis 13:00 Uhr
Besichtigung des Wichernsaals
Ort: Wichernsaal
Anschrift: Apothekerstraße 48, 19055 Schwerin

Stadtumbau Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz

Mit dem Segway geht es an drei Terminen - 9.5. um 10:00 Uhr, 10.5. um 11:00 und 15:00 Uhr - zu verschiedenen Stadtentwicklungsmaßnahmen der Stadtteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf, Mueßer Holz. Die Tour dauert ca. 1,5 bis 2 Std.. Es können jeweils 10 Personen teilnehmen.

Programm:
10:00 bis 11:30 Uhr
Tour mit dem Segway
Ort:
Anschrift: Dreescher Markt, 19061 Schwerin

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