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07.05.2015, 22:26 Uhr  //  Stadtgeschehen

Aktion in Schwerin - Kampagne fordert verbindliche Regeln

Aktion in Schwerin - Kampagne fordert verbindliche Regeln
 © Weltladen Langenzenn (Bild) + (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Anlässlich des Weltladentags am Samstag, den 9. Mai werden in zahlreichen deutschen Innenstädten Tatorte abgesperrt. In Schwerin wird der Weltladen Schwerin an diesem Tag von 12 bis 15 Uhr in der Mecklenburgstraße auf die Menschenrechtsverletzungen durch global agierende deutsche Unternehmen aufmerksam machen. Die bundesweiten Aktionen finden im Rahmen der Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“ vom Forum Fairer Handel und dem Weltladen-Dachverband statt.

Drei Tatorte mit den Alltagsgütern Bananen, Mobiltelefone und T-Shirts werden abgesperrt. Ehrenamtliche des Weltladens Schwerin und Schülerinnen des Schulweltladens am Gymnasium Fridericianum verteilen an Passant_innen Haftbefehle gegen das fiktive Unternehmen Globarmex AG und informieren über die Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“ und sammeln Unterschriften.

Das beschuldigte Unternehmen Globarmex AG ist Sinnbild für international agierende deutsche Unternehmen, die Menschenrechte in den globalen Lieferketten missachten. Prekäre Arbeitsbedingungen, Hungerlöhne und gesundheitsgefährdende Pestizide sind bei der Herstellung unserer Alltagsgüter keine Ausnahme. Auch deutsche Unternehmen sind entlang ihrer Produktionsketten direkt oder indirekt an Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt.

Die Unterschriften werden für eine Petition an die Bundesregierung gesammelt, die diese auffordert bis 2016 eine verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen per Gesetz einzuführen. Dadurch könnten global agierende deutsche Unternehmen bei der Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten zukünftig zur Verantwortung gezogen werden. Die Petition ist auch online unter www.forum-fairer-handel.de/nc/mitmachen/machthandelfair/petition zu unterzeichnen.

Bislang können deutsche Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen bei ihren ausländischen Tochterunternehmen und Zulieferern kaum haftbar gemacht werden. Denn es fehlt international und in Deutschland an verbindlichen menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten für Unternehmen. „Mit dieser globalisierten Verantwortungslosigkeit auf Kosten der Schwächsten, der Menschen am Anfang der Produktionskette, muss endlich Schluss sein“, fordern die Veranstalter. „Der Faire Handel beweist seit mehr als vierzig Jahren, dass partnerschaftliche und transparente Handelsbeziehungen möglich sind. Diese Regeln sollten nun endlich für alle verbindlich gelten.“

Mehr Infos zur Kampagne unter: www.forum-fairer-handel.de/mitmachen/machthandelfair


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