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13.05.2015, 07:13 Uhr  //  Kultur

Ralph Reichel inszeniert - Ein Volksfeind

Ralph Reichel inszeniert - Ein Volksfeind
 Silke Winkler (Bild) Mecklenburgisches Staatstheater (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Der Regisseur und Chefdramaturg des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin Ralph Reichel ist in Schwerin besonders für seine erfolgreichen Musicalinszenierungen wie "Richard O'Brien's The Rocky Horror Show", "Sonnenallee" und "Hair" bekannt. Nachdem er das Shakespeare-Schauspiel "Timon von Athen" im Großen Haus auf die Bühnen gebracht hat, inszeniert er dort nun Henrik Ibsens Klassiker "Ein Volksfeind" mit Premiere am 15. Mai um 19.30 Uhr. Der norwegische Autor Henrik Ibsen sorgte 1882 mit der Veröffentlichung von "Ein Volksfeind" unter seinen Zeitgenossen für Diskussionen über die Verantwortung des Einzelnen, moralisch zu handeln und die Bedingungen gesellschaftlichen Zusammenlebens. Heute ist Ibsen einer der meistgespielten Autoren im deutschsprachigen Raum. "Ein Volksfeind" rückt nicht nur Themen wie Umweltskandale und politische Korruption in den Fokus, sondern fragt konkret nach den Schwächen des demokratischen Systems.

Zum Stück: Kurarzt Doktor Thomas Stockmann macht eine skandalöse Entdeckung: Da das Wasser des neuen Kurbades, die Hauptattraktion und -einnahmequelle der Stadt, verseucht ist, wird ein Umbau der Rohrleitungen dringend nötig. Mit seinem Wunsch, die Untersuchungsergebnisse publik zu machen, stößt er bei dem Zeitungsredakteur Hovstad auf Zustimmung und auch von Seiten der Bürger wird ihm Unterstützung zugesichert. Er wird für sein Handeln im Sinne der Allgemeinheit zum "Volksfreund" erklärt. Das sieht sein Bruder, der Bürgermeister, jedoch anders. Er verweist auf den entstehenden Imageschaden und den damit verbundenen wirtschaftlichen Verlust und rät dem Doktor, seine Erkenntnisse nicht zu veröffentlichen. Das wirtschaftliche Gefahrenpotential lässt auch den Rückhalt des Doktors bei den führenden Vertretern von politischen Gruppen und Verbänden schwinden. Doch der Arzt lässt sich von seinem Glauben an die Macht der Aufklärung und Selbstbestimmung nicht abbringen. Vielmehr richtet er seine Kritik nun auch gegen das korrupte politische System der Kleinstadt und die Manipulation der Bürger durch Autoritätspersonen und die Zeitung. Schließlich kippt die Stimmung und Doktor Stockmann wird vom "Volksfreund" zum "Volksfeind".

Weitere Vorstellungen: am 17.5. um 18 Uhr und am 21.5. um 19.30 Uhr im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin.

Kartentelefon: 0385 / 5300 - 123; kasse@theater-schwerin.de

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