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09.06.2015, 07:05 Uhr  //  Sport

FC Mecklenburg Schwerin-A-Junioren werden Landesmeister in der Verbandsliga MV

FC Mecklenburg Schwerin-A-Junioren werden Landesmeister in der Verbandsliga MV
 Danilo Thienelt (Bild) Schönfeld / Wöstenberg (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Dabei war die Ausgangssituation für die Mecklenburger Jungs wahrlich nicht die günstigste.   Am drittletzten Spieltag vor Ende der Meisterschaft büssten die Jungs vom Trainerteam Lau, Stamer, Voglau und Wöstenberg durch ein unglückliches 3:3 bei Hafen Rostock den 2-Punkte-Vorsprung vor den ambitionierten Neubrandenburgern ein und lag nun mit 10 Treffern bei der Tordifferenz hinter den neuen Tabellenersten.

Nun galt es letzte Woche in Sievershagen und heute daheim gegen den Rostocker FC den Zehn-Tore-Vorsprung der Neubrandenburger zu reduzieren, um schlussendlich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Vier-Tore-Städtern noch den Hauch einer Chance auf die Meisterschaft und somit auf die Relegation gegen die Sachsen zu erhalten. Dies gelang in Sievershagen nur zum Teil.

Man reduzierte die Differenz mit einem 6:0 Auswärtssieg auf nur noch sieben Tore, da Neubrandenburg auswärts in Greifswald immerhin auch mit 1:4 gewann. Am heutigen finalen Spieltag gewannen die Neubrandenburger mit einem souveränen 0:11 in Güstrow und der Deckel auf der angestrebten Meisterschaft war schon drauf, wenn da nicht zeitgleich beim Spiel der Schweriner gegen die nur zu zehnt angereisten Gäste vom Rostocker FC ein wahres Angriffsfeuerwerk abgefackelt würde. Die Schweriner hatten endlich einmal alles das, was die Trainer sich von den Jungs im hammerharten Endspurt erhofft hatten, auf den Rasen gezaubert.

Der Ball lief von der ersten Sekunde an zwischen den Stationen und das Ego der Einzelspieler wurde hintenan gestellt. Bereits nach 12 Sekunden hiess es 1:0 für den FCM. Den Torreigen eröffnete Paul Roger Henschke gegen extrem defensiv eingestellte Rostocker. Offensiv ging bei den Ostseestädtern, auch aufgrund ihrer Unterzahl, nichts. Zur Pause keimten bei den Schwerinern Hoffnungsschimmer auf, als es bereits 9:0 für die Meister der Herzen aus der Landeshauptstadt stand. Jedoch auch der aus Güstrow gemeldete Halbzeitstand war nicht gerade beruhigend - 0:6. Das hieß, immer noch 4 Tore Rückstand auf Neubrandenburg, aber auch, es ist möglich und weiter volle Power auf ein Tor. Und genau so wurde sich Tor um Tor gegen eine unerbittlich ablaufende Spielzeit erarbeitet, auch wenn dabei noch zahlreiche hochkarätige Einschussmöglichkeiten vergeben wurden.

Die  Mannschaft des Rostocker FC wehrte sich standhaft gegen jedes Tor, ließ sich zu keinem Zeitpunkt hängen und warf sich teilweise vor die Torschussversuche aus geringster Entfernung am und im 16er. Viele Bälle wurden auf der Torlinie abgewehrt oder mit letzter Kraft von dieser gekratzt. Ohne diesen Einsatz der Rostocker hätte das Ergebnis auch doppelt so hoch ausfallen können und das, ohne die 7 oder 8 Alutreffer der Schweriner Gastgeber. Dazu kamen noch 2 klare Elfmeter, bei denen der Unparteiische wohl Gnade vor Recht ergehen ließ und diese nicht den Landeshauptstädtern zusprach.

Hinzu kam der Umstand, dass die Gäste sich zu viel Zeit ließen, um den Ball bei Abstößen und auch nach Toren wieder ins Spiel oder auf den Anstoßpunkt zu bringen, irgendwie auch verständlich. Nicht ganz fair jedoch, dass sehr viel Spielzeit verloren ging, durch das Wegschnicken des Spielgerätes nach Torerfolg und teilweise auch Wegschubsen der heraneilenden Mecklenburger Spieler,  die den Ball holen und zum Anstoßpunkt bringen wollten. Unschön war weiterhin, gerade dann, wenn einem die Zeit zum Tore schießen davonläuft, wenn Abstöße seitens der Gegner direkt über den Zaun in die Gartenanlage geschossen werden und dieses dann auch mehrmals geschieht.

Dieses permanente Zeitgeschinde ahndete der Schiedsrichter jedoch. Nicht, indem er mögliche Karten für Spielverzögerung oder unsportliches Verhalten an die ohnehin schon in Unterzahl spielende Mannschaft verteilte, sondern, indem er zumindest konsequent diese Zeit nachspielen ließ. Und so stand es eben knapp vor Schluss eben „nur“ 17:0. Zu den Torschützen nach dem Führungstreffer gehörten bis zu diesem Zeitpunkt: Henrik-Mario Krone, Steven Maas, Pascal Pöhl, Eric Wöstenberg, Paul Berger, Tim Detlef Schmal, Valentin Rode, Florian Hillmer ehe in den letzten zwei Spielminuten noch ein fälliger Strafstoß durch den heutigen 5-fach Torschützen Steven Maas zum 18:0 versenkt wurde und als Abschlussbonbon ein Fernschuss vom eiskalten Innenverteidiger Jon Jelle Schacht aus 30 m in den Winkel des reaktionsschnellen und nie aufsteckenden Gästekeepers zum 19:0 Endstand einschlug.

Fazit: Auch ein Endergebnis von 30:0 wäre heute nicht verwunderlich gewesen. Aber das 19:0, welches bis zur letzten Spielsekunde mit Glauben, Willen, Herzblut, mannschaftlichen Zusammenstehen auf und neben dem Platz erkämpft wurde, sollte für das (Wieder)Erringen der schon fast verlorenen Meisterschaft reichen.

Die Emotionen sind kaum in Worte zu fassen und wir brauchen erst einmal ein paar Tage, um diesen Erfolg zu realisieren.

Nach 20 Spielen, 53 von möglichen 60 Punkten und einem Torverhältnis von 106:20 freuen wir uns einfach nur über den verdienten Meistertitel!

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