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15.06.2015, 19:52 Uhr  //  Stadtgeschehen

Heuschnupfen kann zu Asthma führen

Heuschnupfen kann zu Asthma führen
 obs-DVAG-Corbis (Bild) akr (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Starke Niesattacken, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Juckreiz oder sogar Entzündungen der Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen, juckende und tränende Augen sind einige der typischen Heuschnupfen- Symptome, unter denen inzwischen etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland leidet - Tendenz steigend!

Heuschnupfen wird auch als Pollenallergie, saisonale allergische Rhinitis (Schnupfen) oder Pollinose bezeichnet.
Bei dieser Allergie reagiert das Immunsystem des Betroffenen übertrieben auf die Eiweiße bestimmter Gräser - oder Baumpollen, die sich während der Blütezeit der jeweiligen Pflanze in der Luft befinden. Deswegen tritt die Pollenallergie auch nur in bestimmten Monaten auf.
Ein Pollenflug-Kalender gibt Aufschluss darüber, welche Pflanzen in welchen Monaten blühen.

Durch die Beschwerden, die mit dieser Allergie einhergehen, wird die Lebensqualität der Betroffenen sehr stark eingeschränkt.
Bedenklich ist auch, dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Heuschnupfen ein allergisches Asthma entwickeln kann. Das geschieht durch die Ausbreitung der Symptome von den oberen Atemwegen in den Bronchien-und Lungenbereich. Hier spricht man von einem sogenannten Etagenwechsel. Allergisches Asthma äußert sich durch starken Husten und gegebenenfalls Atemnot bis hin zur Verkrampfung der Bronchien mit Bildung eines zähen Sekrets, welches das Ausatmen erheblich erschwert.

Deshalb ist es unbedingt notwendig, beim Verdacht einer Pollenallergie schnellstmöglich zu reagieren und einen Allergietest beim Allergologen durchführen zu lassen. Oft ist dies auch beim Hautarzt oder HNO-Arzt mit einer entsprechenden Zusatzausbildung möglich. Gängige Testarten sind unter anderem der Prick-Test, Provokationstest oder eine Blutuntersuchung auf Antikörper.

Bei Bestätigung des Verdachts sollte dann eine anschließende Therapie folgen, die ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert. Hier werden Antihistaminika, abschwellende Nasensprays und Nasenspülungen, Kortison und Mastzellstabilisatoren verschrieben, um die Symptome zu lindern.
Auch nimmt die Anwendung homöopathischer Mittel durch ihre überzeugende Wirksamkeit immer mehr zu.
Eine andere Form der Behandlung ist die spezifische Immuntherapie, auch bekannt als Desensibilisierung. Diese mildert die Ursache, nämlich die Immunreaktion, die die Symptome auslöst. Es handelt sich um eine stufenweise Gewöhnung an die betreffenden Allergene.

Weitere Maßnahmen können im Alltag berücksichtigt werden, um den Beschwerden des Heuschnupfens entgegenzuwirken. Empfohlen wird das kontrollierte Lüften. In der Stadt sollten vorzugsweise frühmorgens und in ländlicher Gegend doch eher abends die Fenster geöffnet werden. Einen zusätzlichen Schutz bieten Pollenschutzgitter. Sie halten die Pollen, aber auch Insekten, selbst bei geöffneten Fenstern aus den Räumen fern. Außerdem kann es sehr hilfreich sein, das Trocknen der Wäsche im Freien zu vermeiden und täglich staubsaugen zu lassen. Staubsaugen lassen, weil dabei die Pollen aufgewirbelt und somit eingeatmet werden können. Oder man findet eine andere Möglichkeit seine Atemwege zu schützen, zum Beispiel mit einer Feinstaubmaske. Gleichwohl ist es wichtig, nicht allzu viele Pollen in den Schlafraum zu tragen. Ein Wechsel der Kleidung außerhalb des Schlafraumes und das tägliche Waschen der Haare vor dem Zubettgehen ist ratsam. Viele Betroffene führen ihre Freizeitaktivitäten im Freien, wenn möglich, nur bei Regen oder gleich danach durch. Für Autofahrer mit Heuschnupfen empfiehlt sich ein Automodell mit integrierten Pollenfilter. Bei den meisten Automodellen sind die Lüftungsanlagen dafür nachrüstbar. Ansonsten gilt es, die Fenster zu schließen und die Lüftung auszuschalten, um gefährliche Vorfälle im Straßenverkehr zu vermeiden, die unter anderem durch tränende Augen und starkes Niesen nicht unwahrscheinlich sind.

 


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