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26.06.2015, 12:37 Uhr  //  Stadtgeschehen

Rote Damen nehmen jetzt Abschied vom Uferweg am Ostorfer See

Rote Damen nehmen jetzt Abschied vom Uferweg am Ostorfer See
 SDS (Bild) + (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Fast fünf Jahre lang haben drei „Schwerinerinnen“ über den Ostorfer See gewacht. Jetzt verlassen die Skulpturen „Stolz“, „Wehrhaftigkeit“ und „Fruchtbarkeit“ ihren angestammten Platz. Zum Ende nächster Woche werden die rot bemalten, künstlerisch gestalteten Baumstubben abgenommen.

„Aufgrund der voranschreitenden Holzzersetzung durch verschiedene Pilze, wurde vor kurzem eine eingehende Untersuchung der drei Skulpturen durchgeführt. Dabei mussten wir feststellen, dass die Festigkeit des Holzes starke Unterschiede aufweist und die Stand- und Bruchsicherheit nicht mehr umfänglich gegeben ist“, sagt German Knaak, Sachgebietsleiter Baum- und Waldbewirtschaftung beim Eigenbetrieb SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin. Das hat zur Folge, dass die im Jahr 2010 von Bildhauer Nando Kallweit gestalteten Figuren als komplettes Ensemble entfernt werden. Ende nächster Woche ist es soweit: Die rot bemalten Kunstwerke verlassen den Uferweg am Ostorfer See und werden zunächst ins Kunstwasserwerk umziehen. Inwieweit eine weitere Nutzung möglich ist, lässt sich derzeit nicht mit Bestimmtheit sagen. „Das Holz dieser aus Hybridpappel-Stämmen gefertigten Skulpturen ist angegriffen und teilweise zerstört“, so Baumexperte German Knaak. Zuletzt hatten Unbekannte eine der Skulpturen ausgehöhlt und angekokelt.

Die auch als „Rote Damen“ bekannten Skulpturen wurden im August 2010 unter großer Teilnahme von Schwerinerinnen und Schwerinern eingeweiht. Gut und gerne 200 Menschen waren damals gekommen, um die neuen „Schwerinerinnen“ zu begrüßen. Nachdem wiederholt schwere Äste der großen Pappeln abgebrochen und zu Boden gestürzt waren, wurden die Baumkronen abgetragen. Der Künstler Nando Kallweit wurde mit der Gestaltung beauftragt. Inspiriert von den Landeshauptstädterinnen schuf er drei Frauen, die fortan ihren Blick über den Ostorfer See auf die Toteninsel lenkten. Die rote Farbe der Bemalung stellt einen Bezug zu der Begräbnisstätte der Jungsteinzeitsiedlung her, die dem Eiland seinen Namen gab. Gleichzeitig ist die Farbe rot typisch für die Skulpturengestaltung jener Zeit.

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