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13.10.2015, 12:15 Uhr  //  Wirtschaft

Oft rot statt frisch: Fleisch unter Schutzatmosphäre verpackt

Oft rot statt frisch: Fleisch unter Schutzatmosphäre verpackt
 SN-Aktuell (Bild) Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Text) // snaktuell.de


Rostock - Frische Lebensmittel werden zum Teil „unter Schutzatmosphäre verpackt“, zum Beispiel Aufback-Brötchen, frisches Fleisch oder gekühlte Fertiggerichte. Unter einer Schutzatmosphäre versteht man verschiedene Gasgemische aus Kohlendioxid, Stickstoff und Sauerstoff, so Simone Goetz von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Die Packgase Kohlendioxid und Stickstoff verlängern die Haltbarkeit, indem sie das Wachstum von sauerstoffliebenden Verderbnis-Erregern unterdrücken. Hingegen bewirkt der Zusatz von Sauerstoff bei rotem Fleisch vor allem, dass dieses länger rot und damit frisch aussieht. Gleichzeitig kann sich aber die Fleischqualität verschlechtern: Fette oxidieren schneller und werden früher ranzig.

Ein Hinweis „Unter Schutzatmosphäre verpackt“ ist für  Hersteller verpflichtend. Sie müssen aber die verwendeten Schutzgase nicht genauer angeben. Übrigens: Unverpacktes Frischfleisch, das zur Stabilisierung der roten Fleischfarbe einer Sauerstoff-Hochdruckbehandlung unterzogen wurde, darf in der Frischfleischtheke nicht ohne einen Hinweis auf diese Behandlung angeboten werden, damit die "Frischeoptik" den Käufer nicht täuscht. Aus Sicht der Verbraucherzentrale M-V reicht der Hinweis auf die Schutzatmosphäre aber nicht aus, denn gerade sauerstoffreiche Gasgemische, die zur Schönung des Fleisches dienen, täuschen dem Verbraucher Frische vor. Dieser Einsatz sollte generell zum Schutz vor Irreführung verboten oder aber mit einem klaren Hinweis versehen werden.


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