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28.04.2013, 11:41 Uhr  //  Digital

Die große Nacht der digitalen Spiele

Die große Nacht der digitalen Spiele
 obs/Deutscher Computerspielpreis (Bild) + (Text) // presseportal.de


Berlin (ots) - Das Warten hat sich gelohnt. Bei der großen Preisverleihung des fünften Deutschen Computerspielpreises wurden heute Abend die besten Spiele-Entwickler und -Publisher 2013 ausgezeichnet. Die Entwickler von Daedalic Entertainment aus Hamburg konnten sich besonders freuen. Ihr Adventure-Spiel "Chaos auf Deponia" hat in der Kategorie Bestes Deutsches Spiel gewonnen. Die begehrte Auszeichnung und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro gehen damit bereits zum zweiten Mal nach 2011 an das Hamburger Studio. Der mit insgesamt 385.000 Euro dotierte Deutsche Computerspielpreis 2013 wird von den Branchenverbänden BIU und G.A.M.E gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann (MdB) in insgesamt sieben Kategorien vergeben.

Das sind die Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2013 Kategorie:

Bestes Deutsches Spiel (50.000 Euro)
Chaos auf Deponia: Daedalic Entertainment, Hamburg

Kategorie: Bestes Kinderspiel (75.000 Euro)
Meine 1. App: appp media, München

Kategorie: Bestes Jugendspiel (75.000 Euro)
Tiny & Big: Grandpa´s Leftovers: Black Pants Studio, Kassel*

Kategorie: Bestes Mobiles Spiel (50.000 Euro)
Word Wonders - The Tower of Babel: Chimera Entertainment, München,
Games in Flames/Dreamfab, München/Regensburg

Kategorie: Bestes Serious Game (50.000 Euro)
Menschen auf der Flucht: Serious Games Solutions, Potsdam

Kategorie: Bestes Browsergame (50.000 Euro)
Forge of Empires: InnoGames, Hamburg

Kategorie: Bestes Nachwuchskonzept (35.000 Euro)
GroundPlay: HAW Hamburg, Hamburg

*Bereits vor zwei Jahren ist Black Pants Studio mit dem Prototypen des Spiels als Bestes Nachwuchskonzept ausgezeichnet worden.

Die Ausschüttung der Preisgelder erfolgt nach einem Verteilungsschlüssel 70:30 zwischen Entwickler und Publisher. In "Chaos of Deponia" aus dem Hause Daedalic versucht der Protagonist, der liebenswürdige Faulenzer Rufus, den Müllplaneten Deponia zu retten und gleichzeitig das Herz des Mädchens Goal zu erobern. Das Spiel überzeugte die Fachjury durch seinen spannenden und gleichzeitig humorvollen Plot. Insbesondere die Rätsel und versteckten Details sorgten neben der handgezeichneten Grafik und der aufwändig produzierten Musik für die Ehrung als Bestes Deutsches Spiel. "Es geht dem Preis um Spiele, die die Chancen des Mediums für Erziehung, Bildung, kulturelle Identität und Orientierung ihrer Nutzer in exemplarischer Form wahrnehmen und es im Markt vielleicht nicht immer ganz so leicht haben wie am Mainstream ausgerichtete, leichtgängige Unterhaltung. Wir fördern mit unserem Preis also Spiele, denen wir aus medien-, kultur- und bildungspolitischer Sicht eine weitere Verbreitung wünschen als der Markt allein sie bewirken kann", erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (MdB), der den Preis für das beste deutsche Spiel übergab. "Spiele von Daedalic haben eine ganz eigene Handschrift und einen persönlichen Stil, der auch über Deutschland hinaus bekannt geworden ist. Aus meiner Sicht sind sie damit ein mehr als würdiger Preisträger, der jungen Studios Mut machen sollte, ihre Ideen konsequent zu verfolgen und umzusetzen", so Claas Oehler, Geschäftsführer des Spieleentwicklerverbands G.A.M.E. im Anschluss an die Preisverleihung. "Die deutsche Games-Industrie setzt sehr hohe Maßstäbe bei der Entwicklung und Vermarktung von digitalen Spielen und behauptet sich erfolgreich im internationalen Wettbewerb. Dafür ist die nie dagewesene Vielfalt und Qualität, die wir heute auf der Bühne gesehen haben, ein klarer Beleg", ergänzte Dr. Maximilian Schenk, Geschäftsführer BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware.

Mehr als 500 Gäste aus Kultur, Politik und Medien waren ins Kino International in Berlin gekommen, um die kulturell und pädagogisch wertvollsten digitalen Spiele des Jahres und ihre Macher sowie die Gewinner von LARA - Der Deutsche Games Award auszuzeichnen. Neben dem Staatsminister ließen es sich prominente Laudatoren wie Collien Ulmen-Fernandes, Kurt Krömer und Das Bo nicht nehmen, den Gewinnern die wichtigsten Trophäen der Computerspielbranche persönlich mit einer Laudatio zu überreichen. Musikalisch wurde die festliche Gala von Samy Deluxe und den Donots begleitet.

Elmar Giglinger, Geschäftsführer Medienboard Berlin-Brandenburg und Förderer der Veranstaltung, zeigte sich beeindruckt: "Wir freuen uns sehr, dass es auch in diesem Jahr wieder einen Preisträger aus der Hauptstadtregion gibt und gratulieren unseren Babelsberger Nachbarn von Serious Games Solutions herzlich zum Besten Serious Game! Ein schönes Ergebnis, das auch die dynamische Entwicklung am Gamesstandort Berlin-Brandenburg würdigt. Darüber hinaus tragen Abende wie dieser maßgeblich dazu bei, das gesellschaftliche Verständnis dessen, was bisher als Kulturgut bezeichnet wird, zu erweitern." Auf der anschließenden After-Show-Party feierten mit den Gala-Gästen, den Gewinner-Studios und den Teilnehmern der Deutschen Gamestage mehr als 1000 Gäste die kreativsten Entwickler der einheimischen Spielewirtschaft.

Screenshots der Gewinnerspiele finden Sie auf www.deutscher-computerspielpreis.de auf der Unterseite zu den Nominierten, jeweils unter den Jurybegründungen zu den einzelnen Spielen. Kostenfreie Pressefotos der Preisverleihung werden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der Website zum Download zur Verfügung gestellt. Der Fotocredit lautet "Deutscher Computerspielpreis".

Die Preisverleihung des DCP 2013 wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert, mit der Unterstützung der Stiftung Digitale Spielekultur organisiert und findet im Rahmen der Deutschen Gamestage (DGT 13) gemeinsam mit LARA - Der Deutsche Games Award statt. Alle Informationen rund um die Veranstaltung sind auf www.deutscher-computerspielpreis.de zu finden.

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