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04.02.2016, 11:39 Uhr  //  Wirtschaft

DKMS nimmt weltweit 6millionsten Spender auf

DKMS nimmt weltweit 6millionsten Spender auf
 DKMS (Bild) + (Text) // www.snaktuell.de


Tübingen – Jeder Einzelne hat die Chance, Leben zu retten. Eine Chance, die bei der DKMS nun bereits sechs Millionen Mal besteht. Denn in den USA konnte die DKMS mit Miriam Mata aus Pompano Beach/Florida die 6millionste Stammzellspenderin aufnehmen. Die junge Frau ließ sich nur zwölf Tage nach ihrem 18. Geburtstag registrieren - mit dem festen Wunsch, schon bald einem Blutkrebspatienten helfen zu können. „Denn welches Gefühl auf der Welt könnte besser sein?“, fragt sie.

„Wir sind Miriam und jedem anderen unserer Spender dankbar und sehr stolz darauf, nunmehr sechs Millionen Spender in unserer Datei zu haben - eine großartige Zahl. In Hinblick auf unsere weltweite Arbeit, viele neue Spender zu gewinnen, um noch mehr Blutkrebspatienten zu retten, ist das ein großer Schritt. Denn jeder einzelne neue Spender bringt uns unserer Vision näher: den Blutkrebs zu besiegen“, sagt Sandra Bothur, Geschäftsführerin der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Dass weltweite Hilfe dringend benötigt wird, zeigen die Fakten: Alle 35 Sekunden erkrankt ein Mensch an Blutkrebs. In Deutschland findet immer noch jeder fünfte Patient keinen geeigneten Stammzellspender. Das allein ist Ansporn, mit Hochdruck immer neue Spender zu gewinnen, den Zugang zu angemessenen Therapien zu verbessern und die Blutkrebsforschung voranzutreiben.

Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Spendervermittlung sind die so genannten HLA-Merkmale (Gewebemerkmale), die genetisch und regional unterschiedlich sind. Um die Überlebenschancen von Blutkrebspatienten zu verbessern, setzt die DKMS deshalb alles daran, möglichst viele Spender verschiedener Nationalitäten in ihrer Datenbank zu vereinen. „Für uns hier in Deutschland ist es wichtig zu wissen, dass wir durch unser globales Netzwerk und die Unterstützung der gesamten DKMS-Familie sowie anderen Registern Patienten auch dann helfen können, wenn wir im eigenen Land keinen geeigneten Spender für sie finden. In unserem funktionierenden Netzwerk gibt jeder alles, um Erfolg im Sinne der Patienten zu haben“, ergänzt Sandra Bothur.

Alle DKMS-Spender stehen schon heute für weltweite Suchanfragen zur Verfügung.

Bis heute haben über 54.000 DKMS-Spender einem Patienten durch ihren Stammzellspende eine neue Chance auf Leben gegeben, alleine aus Deutschland sind es seit Gründung der DKMS im Jahr 1991 rund 48.000 Spender. Aktuell spenden jeden Tag mindestens 18 DKMS-Spender Stammzellen oder Knochenmark.

Doch die größte internationale Stammzellspenderdatei benötigt immer wieder neue Spender, um die genetische Vielfalt der Datei zu erhöhen und das Ausscheiden von Spendern aus Altersgründen auszugleichen.

Aus diesem Grund ruft die DKMS aktiv dazu auf, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Eine Online-Registrierung ist einfach und geht schnell: Unter www.dkms.de kann sich jeder Interessierte ein Registrierungsset nach Hause bestellen. Mithilfe zweier Wattestäbchen wird ein Abstrich der Wangenschleimhaut vorgenommen. Anschließend werden daraus die Gewebemerkmale analysiert.

Im Jahr 2015 hat bereits fast die Hälfte aller neuaufgenommenen Spender (insgesamt über eine Million in 2015) diesen Weg der Online-Registrierung gewählt und sich in der weltweiten DKMS-Familie registrieren lassen.

Über die DKMS Familie

Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH sucht und vermittelt Stammzellspender für Menschen mit Blutkrebs und anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Mit 6 Millionen Registrierten (davon mehr als 4,3 Millionen in Deutschland) und über 54.000 ermöglichten Stammzelltransplantationen ist sie die größte internationale Stammzellspenderdatei. Den Anstoß zur Gründung gab 1991 das Schicksal der an Leukämie erkrankten Mechtild Harf, die eine Stammzelltransplantation benötigte. Mit dem Ziel, gemeinschaftlich noch mehr Leben zu retten, engagiert sich die DKMS seit 2013 verstärkt in der Forschung und weitet ihre Arbeit auch auf andere Länder aus. Bisher ist sie in den USA, Polen, Spanien und in Großbritannien vertreten.


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