Diese Website benutzt Cookies.

Weitere Informationen OK
Navigation
Startseite
26.02.2016, 17:56 Uhr  //  Stadtgeschehen

Sicherungsmaßnahmen nötig - Verkauf des Denkmals wird vorbereitet

Sicherungsmaßnahmen nötig - Verkauf des Denkmals wird vorbereitet
 SN-Aktuell (Bild) LHS (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Am Denkmal der ehemaligen Werkhalle 2  der Fokker- Flugzeugwerke in der Bornhövedstraße 95 sind die Arbeiten zur Notsicherung Schwerin angelaufen. Schwerpunkt ist die Sanierung der Dachkonstruktion, die insbesondere durch jahrelang eindringende Feuchtigkeit stark geschädigt ist. Die Standsicherheit des Denkmals ist dadurch akut gefährdet. Um die notwendige Baufreiheit im Innenraum der Halle zu schaffen, werden derzeit nicht historische Einbauten abgetragen. Im Außenbereich werden ebenfalls baufällige und nicht bauzeitliche Anbauten abgebrochen. Im Frühjahr sollen dann Arbeiten an der Dachkonstruktion folgen.

Die Flugzeughalle wurde im Jahr 1913 auf dem Grundstück am Schweriner See errichtet. Der holländische Flugpionier Anthony Fokker wollte hier Wasserflugzeuge bauen und verlegte seine bis dahin in Berlin Johannisthal  ansässige Firma „Fokker Aeroplanbau GmbH“ in die heutige Bornhövedstraße 95. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden Fokkers Flugzeugfabriken in Schwerin baulich erweitert und stellten auf Rüstungsproduktion um. In diesem Zusammenhang entstand 1915 auch die Werkhalle in der Bornhövedstraße 101, ebenfalls ein Denkmal. Beide Hallen stellen eine luftfahrthistorische Rarität dar und sind als Denkmale der Flugzeugbau- und Rüstungsgeschichte einmalig in Deutschland.

Die Stadt Schwerin hat das Grundstück mit aufstehendem Denkmal im Jahr 2012 erworben, u.a. um das vom Verfall bedrohte Gebäude zu erhalten und ihre Interessen an einer wassertouristischen Entwicklung unter Einbeziehung der Öffentlichkeit zu wahren. Im September 2013 hat die Stadtvertretung der Sicherungsmaßnahme zugestimmt. Für die nun dringend anstehenden Sicherungsmaßnahmen sind rund  334.400 Euro veranschlagt.  Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege unterstützt die Maßnahme mit Fördermitteln in Höhe von rd. 167.000 Euro. Die Stadt Schwerin als Eigentümerin trägt ebenfalls 50 Prozent der Kosten aus Haushaltsmitteln. Über die zukünftige Nutzung der Halle wird es in den nächsten Wochen eine Entscheidung geben. Die Stadt Schwerin hat im vergangenen Jahr das Grundstück zum Verkauf und zur Entwicklung eines touristischen Angebots öffentlich ausgeschrieben und bereitet die Vorlage zur Vergabeentscheidung durch die Stadtvertretung vor.

Diese Website benutzt Cookies.

Weitere Informationen OK