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09.05.2013, 10:01 Uhr  //  Sport

Schweriner SC gewinnt zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft

Schweriner SC gewinnt zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft
 SSC (Bild) + (Text) // schweriner-sc.com


Schwerin - Im vierten Spiel hatte der Schweriner SC in der Margon Arena in Dresden den ersten Matchball um die Meisterschaft, denn nach drei gespielten Partien, stand es 2:1 für den SSC. Es ging also für den DSC um den Ausgleich nach Spielen, für den Schweriner SC jedoch um den dritten Titelgewinn in Folge in der Spielstätte des Ligakontrahenten.

Wieder einmal ist die Margon Arena ausverkauft und wieder stehen sich, wie schon in den zwei Jahren zuvor, im Play-off-Finale mit dem Dresdner und dem Schweriner SC zwei der erfolgreichsten deutschen Mannschaften der letzten Jahre gegenüber. Vor dieser einem Endspiel würdigen Kulisse beginnt der SSC mit Denise Hanke, Lucia Hatinova, Quinta Steenbergen, Lousi Souza Ziegler, Anja Brand und Anne Buijs und mit zwei schlechten Annahmen (2:0 aus Sicht Schwerin) startet der DSC in das vierte Finalspiel, das unbedingt gewonnen werden muss, will man sich die Chance auf fünftes Spiel am Samstag wahren. Schöne Ballwechsel sehen beide Fanlager von ihren Mannschaften, in die erste technische Auszeit (TA) geht jedoch der SSC mit einer zwei Punkteführung (8:6). Den ersten Ausgleich erzielt Dresden beim 11:11 aufgrund unsauberer Annahmen und Abwehraktionen der Gäste. Eine konzentrierte Leistung im Block und Angriff sorgt für drei Punkte Unterschied zu Gunsten der Schweriner zu zweiten TA (16:13). Beim 17:13 droht der Satz für Schwerin zu kippen und Alexander Waibl nimmt die erste Auszeit. Seine Mannschaft kann den Abstand nicht verkürzen (20:14) und so folgt die zweite Auszeit des DSC. Zum Ende des ersten Satzes gelingt Schwerin und vor allem Denise Hanke am Aufschlag – sechs erfolgreiche Aufschläge in Folge – alles und Dresden nicht viel. Folgerichtig gewinnt der SSC Durchgang eins deutlich mit 25:14.

Der Dresdner SC startet besser in den zweiten Satz (0:3). Bis zur ersten TA (4:8) sind die Dresdnerinnen durchschlagskräftiger: Sie kommen am Block vorbei oder hindurch und der Ball findet meist seinen Platz auf der Schweriner Feldhälfte. Wie so häufig baut Kapitän Denise Hanke mit ihren Aufschlägen Druck auf, bringt damit ihre Mannschaft zurück auf Kurs (7:8) und den DSC zur ersten Auszeit. Probleme in der Annahme des SSC lassen den Abstand wieder größer werden (7:11) und SSC-Coach Teun Buijs versucht den Lauf der Dresdnerinnen zu stoppen. Die Fans stehen wortwörtlich hinter der Mannschaft, aber zur Mitte des Satzes liegt noch der DSC in Front (11:13). Janine Völker kommt für Lucia Hatinova zum Aufschlag sowie zur Stärkung der Annahme und Abwehr in die Partie. Der DSC bleibt am Ball und zur zweiten TA mit zwei Punkten in Führung (14:16). Bevor es in die Endphase des Satzes geht, ruft Teun Buijs seine Mannschaft an die Seitenauslinie (16:19), doch die Aufschläge von Martina Útlá setzen Schwerin weiter unter Druck (16:21). Wieder kann der SSC nach Aufschlägen von Mannschaftsführerin Denise Hanke den Abstand verkürzen (19:21). Ein Dresdner Block bringt allerdings mit 19:25 den Satzausgleich.

Kämpferisch startet der SSC in den dritten Satz (3:0), doch Dresden weiß, das es den Satz gewinnen muss, denn sonst wird es schwierig für die Herausforderinnen, die herankommen und sogar ausgleichen (6:6). Doch die TA gehört dem SSC (8:6). Mitte des Satzes häufen sich auf Schweriner Seite die Fehler und Dresden kann beim Stand von 10:11 in diesem Satz erstmals in Führung gehen. Der Schweriner Block steht nicht wo er stehen sollte – ein Grund für den 12:16-Rückstand zur technischen Auszeit. Zur Endphase des Satzes hat Dresden leichtes Spiel (14:20), denn der SSC kann die Angriffe nicht entschärfen. Schwerin kämpft, will den dritten Abschnitt noch nicht verloren geben (18:20) und Dresden nimmt Auszeit. Mit Wut im Bauch und entsprechend viel Druck im Arm bringt Anne Buijs ihre Angriffe, darunter auch den ersten Satzball für den DSC, auf der gegnerischen Seite unter (23:24). Netzroller Anne Buijs: Ausgleich 24:24. Spannender geht es kaum und der Satz in die Verlängerung (25:25). Den Dresdner Satzball beim 25:26 wehrt Lucia Hatinova von Position 2 ab. Denise Hanke greift zum 28:27 an, doch im Anschluss gelingt es nun Dresden auszugleichen. Dramatik pur herrscht bis zum 33:31 und damit dem Satzgewinn für Schwerin. Dem SSC fehlt nun theoretisch nur noch ein Satz zur erfolgreichen Mission Titelverteidigung.

Für beide Teams geht es ums Ganze und doch um etwas ganz anderes. Dresden muss gegen die dritte Meisterschaftsniederlage gegen den Rivalen aus Schwerin in eigener Halle kämpfen, die Schwerinerinnen wollen genau das erreichen. Und eben das spiegelt sich zu Beginn des Satzes wieder, denn keine Mannschaft kann sich absetzen (3:3, 4:4, 5:5), zur TA haben jedoch die Dresdnerinnen dank Zweipunkteführung (6:8) die bessere Ausgangsposition. Dresden hat nichts zu verlieren, geht aufs Ganze und hält Schwerin auf Abstand (11:13, 11:15, 11:16). Janine Völker und Lucia Hatinova tauschen beim 12:16 erneut Bank gegen Spielfeld und Alexander Waibl möchte den Abstand zwischen beiden Team nicht noch kleiner werden lassen und nimmt beim 13:16 eine Auszeit. Quinta Steenbergen hat jedoch nichts dagegen und greift zum 14:16 an. Mit dem Rückenwind von der gelben Wand schafft Schwerin beim 18:19 den Anschluss und beim 19:20 ist Lucia Hatinova wieder mit von der Partie, blockt zum 20:20-Ausgleich und sorgt für stehende Fans auf allen Tribünen. Der Schweriner SC kommt der Titelverteidigung immer näher (22:20, 23:21) und am Ende landet ein Dresdner Block im Aus und der Schweriner SC wiederholt den Erfolg der vergangenen beiden Jahre und gewinnt auch 2013 die deutsche Meisterschaft.

Für Mannschaft und Fans gibt es kein Halten mehr. Alle „Gelben“ liegen sich in den Armen feiern, lachen und weinen vor Freude. Wie schon im Vorjahr übergibt Ministerpräsident Erwin Sellering Mannschaftskapitänin Denise Hanke den Pokal und freut sich mit über 100 mitgereisten Fans über diesen Erfolg. Ein großer Dank gilt allen Zuschauern, die zum Großteil aufgrund der nicht zustande gekommenen Fanfahrt kurzfristig die Anreise aus Schwerin organisieren mussten, sowie allen, die die Mannschaft beim public viewing im MegaMovie Schwerin und im Bolero, vor dem Radio bei NDR 1 Radio MV, in den eigenen vier Wänden am Ticker oder live stream verfolgt haben und die die gesamte Saison für gute Stimmung auf den Rängen und damit für extra Motivation auf dem Feld gesorgt haben. Ein weiteres Dankeschön gilt dem Dresdner Publikum für die Fairness, die es dem SSC erneut nach dem Schlusspfiff entgegengebracht hat und den Spielerinnen und Anhängern des SSC damit einen unvergesslichen Abend ermöglicht haben.

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