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18.09.2016, 08:05 Uhr  //  Stadtgeschehen

Wer wird Stadtoberhaupt? – Gramkows Last ist Badenschiers Chance

Wer wird Stadtoberhaupt? – Gramkows Last ist Badenschiers Chance
 rkr (Bild) rk (Text) // snaktuell.de


Schwerin – Seit 8 Uhr sind die Wahllokale in der Landeshauptstadt geöffnet. Gesucht wird das neue Stadtoberhaupt. Als Kandidaten stehen in der Stichwahl die amtierende Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Foto, links) von den Linken und SPD-Herausforderer Rico Badenschier (im Bild rechts). Gramkow hatte es vor zwei Wochen verpasst, die nötige absolute Mehrheit zu ergattern.

Der 38-Jährige Badenschier ist Oberarzt in der Helios-Klinik Schwerin, verheiratet und drei Kinder, ist seit zwei Jahren Mitglied der Stadtvertretung und Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr und seit 2009 in der SPD.

Gramkow wird in am kommenden Dienstag 58 Jahre alt, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die ehemalige Landtagsabgeordnete ist 1978 in die SED eingetreten und seit acht Jahren Oberbürgermeisterin von Schwerin.

Es wird ein enges Ergebnis erwartet, denn die Parteien CDU, Grüne und FDP sprechen eine Wahlempfehlung von SPD-Mann Badenschier aus. Das dürfte für Gramkow ein hartes Stück Arbeit werden, lag sie vor zwei Wochen nur rund 13 Prozent vor dem Mediziner, muss um ihr Amt bangen.

Erschwerend für die 58-Jährige Linke kommt hinzu, dass ihr der Missbrauchsskandal im Verein „Power for Kids“ noch nachhängt. Dort verging sich ein Initiator des Vereins jahrelang an Jungen. Anfang dieses Jahres kam der Vorfall ans Licht. Das städtische Jugendamt ging mit Hinweisen falsch um, so dass der Vorwurf an der Jugendamtsleiterin hängen blieb, dass etliche Fälle verhindert werden hätten können. Sie musste ihren Stuhl nicht räumen.
Vor drei Jahren ein anderer Fall, der bei der Entscheidung Gramkows für Unverständnis in der Stadt sorgte. Norbert Klatt, setzte enge Familienangehörige auf Leitungspositionen des Nahverkehrs Schwerin (NVS). Der NVS-Geschäftsführer durfte in der Führungsetage bleiben. Für Empörung sorgten die Fahrpreiserhöhungen im Nachgang.

Badenschier ist eher unbeschriebenes Blatt, was die Politik angeht. Der 20 Jahre jüngere, angesehene Arzt sieht seine Schwerpunkte bei einem Sieg im Ausbau und Modernisierung der Schulen, möchte das Verhältnis zu den umliegende Gemeinden verbessern und ein besseres Verkehrssystem für die Landeshauptstadt schaffen.

Für die Stichwahl am 18. September sind die zur Hauptwahl eingerichteten Wahlräume zu nutzen. Sie haben am Wahltag jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Ergebnis der 1. Wahl:

Angelika Gramkow (Die Linke) 31,6 %
Rico Badenschier (SPD) 18,9 %
Simone Borchardt (CDU) 18,2 %
Silvio Horn (UB) 16,1 %
Martin Lorenz (Grüne) 4,5 %
Stefan Timm (Einzelbewerber) 4 %
Frank Haacker (FDP) 2,7 %
Martin Molter (Die Partei) 2,3 %
Anita Gröger (ASK) 1,5 %

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