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04.11.2016, 20:00 Uhr  //  Ratgeber

Bezahlfreiheit mit PayPal?

Bezahlfreiheit mit PayPal?
 Billion Photos - 270739580 / Shutterstock.com (Bild) SPE (Text) // www.snaktuell.de


PayPal hat sich zu einem beliebten alternativen Bezahlsystem entwickelt. Es ermöglicht, kleine und mittlere Zahlungen schnell und sofort auch außerhalb der Geschäftszeiten von Banken zu tätigen. Doch gibt es auch hier gewisse Dinge, die Käufer und Verkäufer zu ihrem eigenen Schutz beachten müssen.

Bei dem 1998 gegründeten Unternehmen handelt es sich um eine Online-Bezahlsystem, mit dem Kunden von Online-Händlern kleinere und mittlere Beträge bezahlen können. Dafür ist es zumindest nicht notwendig, die eigenen Bank- oder Kreditkartendaten beim entsprechenden Online-Shop anzugeben. PayPal gibt an, dass es mittlerweile 230 Millionen Nutzerkonten weltweit und 12 Millionen in Deutschland hat.

Glücksspiel via PayPal

Nicht nur Käufer-Verkäufer-Transaktionen können per PayPal abgewickelt werden. Der Bezahldienst ist auch für Glücksspieler interessant. Auch Sportwetten lassen sich mit PayPal bezahlen. Doch welcher Buchmacher mit dieser Zahlungsmethode ist der Beste? Für den Kunden sind vor allem die Wettangebote am vorteilhaftesten, die kostenlose PayPal-Zahlungen zur Verfügung stellen. Denn Sportwettenanbieter ist es durchaus erlaubt, eigene Abbrechnungs- und Verwaltungskosten für die PayPal-Nutzung an ihre Kunden weiterzugeben.

Wo man via PayPal bezahlen kann

Während Verkäufer für jeden verkauften Artikel eine kleine Gebühr bezahlen müssen, können Käufer den Bezahldienst umsonst nutzen. Einkaufen kann man via PayPal inzwischen in vielen verschiedenen Online-Shops, das schließt Pizzalieferanten, T-Shirt-Shops oder die Deutsche Bahn mit ein. Selbst Streamingdienste wie Netflix, Spotify oder Amazon Prime können mittlerweile mit PayPal genutzt werden.

Wie werden die Daten geschützt?

Für die Sicherheit der eigenen Daten und damit sich Zweite und Dritte nicht einfach in das Konto hacken können, ist natürlich ein ausgefeiltes und sicheres Passwort vonnöten. Je schwerer das Passwort, umso leichter kann es aber wieder vergessen werden. Die gute Nachricht ist, dass jedes Passwort wieder hergestellt bzw. geändert werden kann. Dafür sollten schon bei der Kontoeinrichtung für den Fall der Fälle Sicherheitsfragen eingerichtet werden, die nur der Kunde selbst beantworten kann. Allerdings sollten sie komplexer sein als der Mädchenname der Mutter oder der Name des besten Freundes.

Wie sieht es aber mit dem Datenschutz seitens PayPal aus?

Auf seiner Webseite gibt der Dienst an, sehr genau auf den Datenschutz seiner Kunden zu achten und diese nicht für Marketingzwecke ohne ausdrückliche Zustimmung des Nutzers an Dritte weiterzugeben. Allerdings möchte das Unternehmen die Daten nutzen, um den PayPal-Service für die Kunden verbessern zu können. Für eigene Marketingzwecke kann PayPal aber die Daten von anderen Unternehmen mit den PayPal-Daten quasi fusionieren. Um personalisierte Werbung zu vermeiden, können die entsprechenden Kontoeinstellungen von jedem individuellen Nutzer angepasst werden.

Wie über PayPal bezahlt wird

Sollte ein Online-Shop oder ein Dienstleistungsunternehmen die PayPal-Option anbieten, sofern der Käufer ein entsprechendes Konto hat, kann dieser einfach die E-Mail Adresse und das Passwort eingeben. Je nachdem, was als Geldquelle angegeben wurde, zieht PayPal den zu zahlenden Betrag vom Konto oder von der Kreditkarte ab. Der Unterschied zur herkömmlichen elektronischen Bezahlung: Der Käufer gibt seine Konto- oder Kreditkartendaten nicht direkt an den Verkäufer weiter, sondern hinterlegt sie bei PayPal selbst.

Welche Möglichkeiten gibt es für den Käufer sich zu schützen?

Natürlich kann sich der Kunde bei Problemen oder Betrug absichern, allerdings müssen immer gewisse Fristen eingehalten werden:

- Käufer haben 180 Tage Zeit, um nach einem missglückten Kauf einen Konflikt bei PayPal zu melden
- nach dem Login muss dazu die Menü-Option „Aktivitäten“ gewählt und danach auf den Punkt „Bestellung“ und „Käuferschutz“ geklickt werden
- jetzt kann man das Problem beschreiben und mit PayPal als Vermittler soll der Fall anschließend aufgeklärt werden
- sollte keine Vermittlung innerhalb von 20 Tagen zustande kommen, urteilt PayPal selbst über den zugrundeliegenden Fall

Welche Möglichkeiten haben Verkäufer, um sich zu schützen?

Es kommt durchaus hin und wieder vor, dass auch Kunden das Kundenschutzsystem von PayPal für ihre Zwecke ausnutzen und diesen in Anspruch nehmen, auch wenn es keine Probleme gibt. In einem solchen Fall muss der Verkäufer ebenfalls schnell reagieren und schon im Vorhinein folgende Maßnahmen ergreifen, um sich abzusichern:

- zu Beginn sollte schon eine Versandfirma mit Belegen und Nachverfolgung ausgewählt werden, um in Zweifelsfall beweisen zu können, dass das Verkaufsobjekt beim Empfänger angekommen ist
- ein Beleg sollte Name des Versandunternehmens, Namen und Adresse des Senders und Empfängers beinhalten
- es ist wichtig, dass die Adresse und der Name des Versenders nicht von den Daten des Verkäufers oder von den sogenannten Transaktionsdetails abweichen
- die Lieferadresse des Käufers sollte ebenfalls nicht von der Adresse in den Transaktionsdetails abweichen, liefert der Verkäufer an eine andere Adresse verfällt sein Verkäuferschutz

Vorteile
- Zahlungen ohne Zeitverzögerungen
- Geld kann zwischen PayPal- und dem regulären Konto kostenlos hin- und her geschoben werden
- Käuferschutz, wenn die Ware unversichert verschickt wird und beschädigt wird
- große Verbreitung: wird fast von allen Händlern angeboten

Nachteile
- negative Kundenberichte über eingefrorene Konten häufen sich
- eingefrorene Konten werden oft Monate nach dem Einsenden von Belegen mit persönlichen Daten wieder freigeschaltet
- auch bei Verwandtschaft zu einem gesperrten Kunden, kann es zu unbegründeten Sperrungen kommen
- gerade für Verkäufer kann eine Sperrung zu erheblichen Liquiditätsproblemen führen

Es wird deutlich gezeigt, dass Vorteile wie Schnelligkeit und Käuferschutz sich auch nachteilig für Kunden und Verkäufer auswirken können.

Fazit

PayPal ist ein praktisches, schnelles Zahlungsmittel, dessen Datenschutzbestimmungen weitestgehend sicher erscheinen. Beim Käufer- und Verkäuferschutz sollte man allerdings immer die vorgegebenen Fristen und Regeln beachten.

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