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21.12.2016, 10:47 Uhr  //  Wirtschaft

MV ist bei der Pflege gut aufgestellt

MV ist bei der Pflege gut aufgestellt
 Pixabay/TusitaStudio (Bild) Landesregierung MV (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Fast 80.000 Menschen waren Ende des Jahres 2015 pflegebedürftig. Das sind nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern 6.700 mehr als zwei Jahre zuvor.

Sozialministerin Stefanie Drese geht davon aus, dass diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren anhalten wird und die Zahl pflegebedürftiger Menschen weiter steigen wird. „Wir sind in Mecklenburg-Vorpommern auf diese Situation eingestellt“, sagte Drese am Mittwoch. „In allen Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es Pflegestützpunkte, die Pflegebedürftige und deren Angehörige unabhängig und fachkundig beraten. Wir werden das Netz der Pflegestützpunkte in den kommenden Jahren weiter ausbauen, um noch mehr Menschen dieses Beratungsangebot zur Verfügung zu stellen.“

Die Ministerin betonte, dass im Land weiterhin vor allem auf die ambulante Pflege der Fokus gesetzt werde. „Ältere Menschen wollen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. So lange es sinnvoll und medizinische verantwortbar ist, sollte die Pflege deshalb auch nicht in einer stationären Einrichtung, sondern zuhause oder bei einem teilstationären Angebot stattfinden.“

Gleichzeitig machte Drese deutlich, dass mit dem steigenden Bedarf bei der Pflege auch zusätzlich Fachkräfte benötigt werden. Qualifiziertes und engagiertes Personal sei aber nur bei der entsprechenden Anerkennung und Bezahlung zu bekommen. „Der Beruf der Pflegerin bzw. des Pflegers erfordert ein hohes Engagement, Leistungsbereitschaft, ist körperlich anstrengend und oftmals auch psychisch sehr belastend. Deshalb muss er auch entsprechend entlohnt werden. Gutes Personal ist nicht für Dumping-Löhne zu bekommen“, so Drese.

Sie forderte die Arbeitgeber auf, mindestens die bestehenden Tariflöhne zu bezahlen. „Wer heute sein Personal nicht anständig bezahlt, darf sich morgen nicht über Fachkräftemangel und fehlenden Nachwuchs beklagen.“


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