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08.02.2017, 08:10 Uhr  //  Stadtgeschehen

Keine Veranstaltungen mehr in den Vorwärts-Hallen möglich

Keine Veranstaltungen mehr in den Vorwärts-Hallen möglich
 cm (Bild) Landeshauptstadt SN (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Die Landeshauptstadt wird die Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Kraftfahrzeuginstandsetzungswerkes „Vorwärts“ ab sofort nicht mehr für Veranstaltungen vermieten. Auf dem sechs Hektar großen Gelände hatten in der Vergangenheit jährlich die Oldtimertreffen des IFA-Vereins Mecklenburg-Vorpommern und im vergangenen Jahr auch ein viel beachtetes  Konzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern  in der Reihe „Unerhörte Orte“ stattgefunden. Gegen eine Nutzung der Gebäude sprechen Sicherheitsbedenken. Das Gelände wird derzeit vom Zentralen Gebäudemanagement (ZGM) der Stadt verwaltet. „Bei solchen Vermietungen müssen wir die Sicherheit der Besucher gewährleisten – und das können wir jedenfalls in den Gebäuden nicht mehr. Bei einer Begehung wurde asbesthaltiges Kamilit entdeckt, das in der großen Halle als Dämmstoff offen auf den Wärmelampen liegt“, betont ZGM-Geschäftsführer Ulrich Bartsch. Das ZGM sichert das Gelände durch Zäune und Schilder sowie eine regemäßige Bestreifung. Eine Sanierung der Altlasten auf Kosten der Stadt, um dort weiterhin Veranstaltungen zuzulassen, wäre zu teuer. „Ob Veranstalter das Gelände eventuell  auch ohne die Gebäude nutzen möchten, wird sich zeigen“, so Bartsch.

Für die innerstädtische Industriebrache sucht die Stadt noch immer Interessenten, die durch ein tragfähiges Finanzierungs- und Nutzungskonzept eine nachhaltige Nutzung sicherstellen können. Das sechs Hektar große Gelände am Mittelweg liegt in einem Gebiet, für das der Flächennutzungsplan eine Mischnutzung vorsieht. Ein Teil der Hallen soll in diesem Jahr als Quartier für die Freiwillige Feuerwehr Mitte umgebaut werden.

Hintergrund:
Die „Vorwärts“-Hallen stehen unter Denkmalschutz. Das Werk wurde 1948 gegründet und wurde bis 1997 noch genutzt. Mehr als 800 Mitarbeiter waren in dem  Volkseigenen Betrieb tätig. Die imposante Anlage mit dem „Leuchtturm“ genannten Lichtmast auf dem großen Vorfeld, der großen Montagehalle mit dem typischen Sheddach und dem Verwaltungsgebäude ist noch komplett erhalten.


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