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05.05.2017, 16:01 Uhr  //  Kultur

5. Traditionstreffen der Hochseefischer in Rostock

5. Traditionstreffen der Hochseefischer in Rostock
 Thomas Schwandt (Bild) press, public, projects (Text) // www.snaktuell.de


Rostock – Der Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH) wird am Sonnabend, den 13. Mai, zum fünften Mal geschichtsträchtiger Schauplatz für das große Traditions-treffen der Hochseefischer sein. An diesem Tag werden sich tausende ehemalige Fahrens-leute und Landangestellte des Fischkombinates Rostock und interessierte Gäste in Rostock-Marienehe einfinden, um Kollegen zu treffen, gemeinsam Erinnerungen auszutauschen und die Geschichte der Fischwirtschaft in Rostock lebendig zu halten. Diese nahm ihren Anfang im Jahr 1950. Damals wurde der volkseigene Betrieb Hochseefischerei Rostock gegründet. Im späteren Fischkombinat arbeiteten in Spitzenzeiten über 8000 Menschen an Land und auf den rund 100 Fang- und Verarbeitungsschiffen, die in Rostock-Marienehe und in Sassnitz auf Rügen ihren Heimathafen hatten.

Zur fünften Auflage des Hochseefischereitreffens seit dem Premierenjahr 2008 erwartet die einstigen Mitarbeiter des Fischkombinats, ihre Familien und interessierte Gäste ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt am 13. Mai bildet um 09.30 Uhr die Begrüßung des Fischereischutzbootes „Seefalke“. Das in Cuxhaven beheimatete und in der Nordsee operierende Spezialschiff läuft aus Anlass des Fischereitreffens erstmals Rostock an. Im Verlauf des Tages heißt es bis 16.00 Uhr „Open Ship“ auf dem 73 Meter langen Fischerei-schutzboot, ebenso auf weiteren Schiffen, zum Beispiel dem Seenotkreuzer „Arkona“. Nach einer Kranzniederlegung um 10 Uhr am Denkmal für die auf See gebliebenen Fahrens-leute lädt unter anderem eine Musikbühne mit Auftritten des Shanty-Chors „Klaashahns“ und des Blasorchesters der Hansestadt Rostock zum Verweilen ein. Verschiedene Verkaufs-stände bieten kulinarische Leckerbissen aus dem Meer, aber auch maritime Devotionalien, Bücher und DVDs an.

Filmvorführungen und Informationstafeln über die unterschiedlichen Arbeitsbereiche an Land und auf See werden viele Erinnerungen wachrufen. Einblicke in die Gegenwart des Rostocker Fracht- und Fischereihafens (RFH) erhalten die früheren Mit-arbeiter des Fischkombinates sowie Gäste bei Bus-Betriebsrundfahrten. Die einstige RFH-Geschäftsführerin Daniele Priebe wird die Touren moderieren. Rostocks zweitgrößter Hafen ist heute ein Universalhafen, in dem Massen- und Stückgüter, unter anderem Holz, Getreide, Baustoffe, Bleche sowie auch Fisch, umgeschlagen werden. In den zurückliegenden Jahren gingen regelmäßig mehr als eine Million Tonnen Güter in Marienehe über die Kaikante.

Norweger Sigmund Rodvelt stellt sein Buch über DDR-Hochseefischer vor
Aus einem besonderen Blickwinkel betrachtet der Norweger Sigmund Rodvelt die DDR-Hochseefischerei. Der 70-Jährige wuchs in der südwestnorwegischen Hafenstadt Egersund auf. In seiner Jugendzeit erlebte er die DDR-Fischer, die mit ihren Kuttern in der Nordsee auf Fischfang waren und bei schlechter Wetterlage in den sicheren Hafen Egersund einliefen. Rodvelt hat die Erinnerungen an jene Zeit und an die Begegnungen mit den Fischern nieder-geschrieben und in seinem Buch „Fisch für das Volk“ veröffentlicht. Darin schildert er unter anderem die selbstlose Hilfsaktion ostdeutscher Fischer von 1961 bei der Bekämpfung eines verheerenden Brandes im Egersunder Hafenviertel. Sigmund Rodvelt wird am 13. Mai 2017 beim 5. Traditionstreffen der Hochseefischer sein Buch vorstellen.


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