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24.10.2017, 09:48 Uhr  //  Stadtgeschehen

Schweriner Martensmarkt

Schweriner Martensmarkt
 (c) www.maxpress.de (Bild) Stadtmarketing GmbH Schwerin (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Vom 10. bis 12. November verwandelt sich der Altstädtische Markt in Schwerin wieder in einen bunten, mittelalterlichen Platz mit unzähligen Gauklern und Händlern, um traditionell die Ankunft des Lübecker Martensmannes zu feiern.

Alle Jahre wieder im November – so ist es der Brauch – kehrt der Lübecker Martensmann in Schwerin ein. Beim mittelalterlichen Markttreiben zu Ehren des hansestädtischen Gesandten bieten Händler Holz-, Filz- und Keramikarbeiten an historischen Ständen feil, Tavernen laden zum Aufwärmen ein. Knappen und Edelleute, Mägde und Ritter, Gaukler und Tänzer mischen sich unter das Volk, mittelalterliche Töne erklingen von der Bühne und in imposanten Schalen flackert ein heimeliges Feuer.

Feierlicher Auftakt ist am Freitagabend. Um 17.45 Uhr treffen sich die Kleinsten zum gemeinsamen Liedersingen auf dem Marktplatz, bevor sie um 18 Uhr mit ihren kunterbunten Leuchten zum traditionellen Laternenumzug durch die Altstadt aufbrechen. Das anschließende „Stockbrotbacken“ über dem knisternden Lagerfeuer lässt Kinderherzen höher schlagen. Am Samstag und Sonntag erwartet die kleinen und großen Besucher ein buntes, mittelalterliches Bühnenprogramm mit Feuershow, Gaukelei und Theater – natürlich bei gutem Essen und heiterem Markttreiben.

Sonntag um 14 Uhr ist es dann soweit: Die Kutsche des Martensmannes bahnt sich den Weg durch die tausenden Schaulustigen. Der Gesandte aus Lübeck bringt ein Fass „Lübecker Rotspon“, ein Geschenk der Hansestadt an die Residenzstadt Schwerin. Früher verschwand der edle Tropfen im Weinkeller des Herzogs, heute bildet sein Ausschank am Sonntagnachmittag den Höhepunkt des Martensmarktes.

Der Brauch zwischen Lübeck und Schwerin ist uralt. Mehr als 700 Jahre ist es her, dass sich der Lübecker Martensmann zum ersten Mal auf den beschwerlichen Weg zum Herzog zu Mecklenburg nach Schwerin begab. Schon damals führte der Lübecker Bote Wein als Freundschaftsbeweis an den Adligen und seine Untertanen mit.


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