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18.12.2017, 18:32 Uhr  //  Sport

Pokalstatistik zum Match der Meister

Pokalstatistik zum Match der Meister
 Eckhard Mai (Bild) SSC/Kathrin Wittwer (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Der SSC Palmberg Schwerin war gerade erst für das Bundesliga-Hinspiel beim Dresdner SC (2:3-Niederlage am 6. Dezember), da geht es schon wieder in die sächsische Landeshauptstadt: Am Mittwoch, 20. Dezember spielt der Meister ein Match im DDV-Pokal gegen den DSC – nach einem Viertelfinale am 28.11.2012 (ein 3:0 Heimsieg) das erste in fünf Jahren. Die allgemeine Pokal-, Auswärts- und Halbfinalbilanz* spricht grundsätzlich schon mal für einen Sieg der Schwerinerinnen; der konkrete Vergleich mit Dresden bringt das Bild allerdings etwas ins Wanken…

Im Pokal nahezu auf Augenhöhe
Seit der Saison 2000/01 hat der SSC bis dato insgesamt 50 Spiele im DVV-Pokal gemacht, 37 davon gewonnen (74 %), und wurde fünffacher Pokalsieger, öfter als jedes andere Team in dieser Zeit. Der DSC bestritt im gleichen Zeitraum 49 Spiele, 35 davon siegreich (71 %), und holte dreimal den Pokal (plus einmal 1999).

SSC überdurchschnittlich auswärtsstark…
Generell ist ein Gastspiel für den SSC im Pokal scheinbar ein Bonus: Das Team gewann 78 % der Auswärtsspiele (67 % der Heimspiele). Mit 27:17 waren diese Partien gegenüber Heimspielen allerdings auch klar in der Überzahl, und seit 20.11.2013 hatte der SSC gar keine Chance mehr, die Heimbilanz aufzustocken: Damals stand mit einem Viertelfinale gegen Stuttgart das bisher letzte Heimspiel im Kalender. Von den zehn Auswärtsspielen seither endeten sieben zugunsten des SSC.

Noch öfter waren die Sachsen auf Reisen: Sie hatten 34 Auswärtseinsätze, bestritten nur neun Partien in der Margon Arena, zwischen 2008 und 2013 nicht eine einzige. 73 % aller Pokalspiele entschied der DSC für sich, home wie away.

… und solide im Halbfinale
Zehnmal kämpfte sich der SSC in den letzten 17 Jahren ins Pokalhalbfinale, sechsmal war man siegreich. Die Auswärtsbilanz: Von sechs Halbfinalen in fremden Hallen gewannen die Schwerinerinnen vier. Beim DSC schlugen neun Halbfinale und fünf Siege zu Buche. Von fünf Heimspielen wurden drei gewonnen.

… außer gegen Dresden
Das Match am 20. Dezember wird (inklusive Finale 06/07) die achte Pokalpartie des SSC gegen den DSC seit der Jahrtausendwende. Vorteil Schwerin: In den bisherigen sieben Matches verbuchten die Norddeutschen inklusive Pokalgewinn vier Siege für sich (15:13 Sätze). Das Aber: Außerhalb des Finales fanden fünf von sechs Partien daheim in Schwerin statt – das einzige Auswärtsspiel in Dresden (Halbfinale am 29.12.2008) ging verloren. Eine zweite Niederlage folgte ein Jahr später am 30.12.2009 daheim in Schwerin – ebenfalls im Halbfinale.

Sprich: Laut nüchterner Zahlen ist der SSC im Pokal etwas stärker als der DSC – außer, wenn es im Halbfinale gegen/nach Dresden geht...

Was sagt uns das nun?
„Das ist eine nette Zahlenspielerei, kann man mal gehört haben“, meint SSC-Chefcoach Felix Koslowski dazu. „Aber selbst wenn die zeigen würde, dass wir noch nie gegen Dresden gewonnen hätten, hätte das für uns überhaupt keine Aussagekraft für Mittwoch, schon allein, weil die alten Spiele nichts mit der jetzigen Mannschaft zu tun haben. Es bestätigt lediglich, was wir auch so wissen, nämlich dass es schon immer besonders schwer war, gegen Dresden zu gewinnen.“ Aus der kürzlichen Niederlage nehmen die Norddeutschen denn auch nur das Positive mit: „Das Spiel hilft uns für die Vorbereitung und durch das Wissen, dass wir es hätten gewinnen können und dass wir diese Chance auch jetzt haben.“

Wer nicht vor Ort dabei sein kann: SPORT1 zeigt das Gigantenmatch ab 18 Uhr live im Free-TV.

* Quellenangabe/Disclaimer
Die Daten beruhen auf der Statistik unter www.dynamics-suhl.de für Spiele im DVV-Pokal ab 2000/01. In der Berechnung der Auswärts- und Heimbilanzen wurden die Finalspiele ausgenommen, die auf neutralem Boden stattfanden (während sie in die Suhler Statistik je nach Aufstellung als Heim- oder Auswärtsspiel einfließen). Alle Angaben ohne Gewähr.

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