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05.04.2018, 14:39 Uhr  //  Stadtgeschehen

Wemag stärkt mit Crowdfunding die Region

Wemag stärkt mit Crowdfunding die Region
 Mario Lars (Bild) Wemag AG (Text) // snaktuell.de


Schwerin - Der kommunale Energieversorger WEMAG stellt ab sofort eine Plattform zur Verfügung, die den Förderbedarf von Projekten aus der Region öffentlich macht. Über die Internetseite www.wemag-crowd.com können sich Initiatoren von gemeinnützigen Projekten mit Menschen verbinden, die diese Projekte finanziell unterstützen möchten.

Und so funktioniert es: Die Initiatoren beschreiben auf der Website kostenlos ihr Vorhaben, legen ein Spendenziel mit Termin fest und bewerben es bei Freunden, Bekannten oder über soziale Netzwerke. Dann können Bürgerinnen und Bürger dafür spenden, auch Kleinbeträge. Kommt die Fördersumme zum Termin zusammen, fließt das Geld in das Vorhaben. Anderenfalls geht es zurück an die Spender. Bedingung ist, dass die Projekte den Bereichen Kunst, Kultur, Sport, Bildung oder Umwelt zuzuordnen sind. Die WEMAG-Crowd richtet sich an Projekte, die in Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg zu Hause sind.

„Von unserer neuen Plattform versprechen wir uns einen kräftigen Nutzen für die Region. Wir möchten damit noch stärker Initiativen unterstützen, die das Zusammenleben vor Ort verbessern. Mit den Fördergeldern können Projekte in Gemeinden umgesetzt werden, die Vereine und das persönliche Engagement der Vereinsmitglieder werden gestärkt“, sagt Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand der WEMAG.

Die ersten zwei Projekte sind bereits eingestellt:
Der Verein 1. Mecklenburger Uhrenclub e. V. will die Kirche von Jesendorf wieder mit einer Turmuhr ausstatten. Nur eine kleine Luke deutet darauf hin, dass es hier vor langer Zeit eine Kirchturmuhr gab. Das alte Uhrwerk wurde vor Jahren bei Renovierungsarbeiten entdeckt, es war jedoch vollkommen verrostet und zerstört und konnte nicht mehr instandgesetzt werden. Pastor Andreas Kunert und die Initiatoren von „Kirchturmuhren in Not“, Hans-Joachim Dikow und Sebastian Knauer, sehen in der WEMAG-Crowd eine Chance für ihr Projekt. Sie setzen sich dafür ein, dass die Kirche wieder ein mechanisches Uhrwerk bekommt, das einmal pro Woche aufgezogen wird. „So können sich die vielen Besucher wieder nach der Zeit richten und am stündlichen Glockenschlag orientieren“, sagt Sebastian Knauer stellvertretend für den 1. Mecklenburger Uhrenclub e. V. Für die Umsetzung werden 5.000 Euro benötigt.

Der Förderverein „Unser Grambow e. V.“, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Heimatpflege, Umwelt und Denkmalschutz sowie von Kunst und Kultur, möchte den Kinderspielplatz im Ort erweitern. „Wir sind froh, dass die Zahl der Familien mit Kleinkindern in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Unser Förderverein engagiert sich deshalb dafür, den Spielplatz in der Dorfmitte durch geeignete Spielgeräte aufzuwerten, um den Platz zu einer attraktiven Begegnungsstätte zu entwickeln“, erklärt Sven Baltrusch, Mitglied des Fördervereins. Als neues Projekt hat der Förderverein nun ein Bodentrampolin ins Auge gefasst. 3.500 Euro werden dafür benötigt.

„Auch kleine Beträge sind für den Erfolg eines Projektes wichtig. Wenn möglichst viele Menschen spenden, kann gemeinsam viel erreicht werden. Wir fördern damit eine lebenswerte Region“, so Baumgart.

Schwarmfinanzierung oder auch Crowdfunding ist eine Möglichkeit, über das Internet viele Menschen anzusprechen, um Geld für unterstützenswerte Projekte zu sammeln. Der VKU Verlag bietet als Verlagshaus des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) dessen Mitgliedsunternehmen in Zusammenarbeit mit der fairplaid GmbH seit Mai 2017 Crowdfunding-Lösungen an. In den vergangenen Monaten wurden 33 Projekte erfolgreich finanziert und mehr als 100.000 Euro auf den kommunalen Crwodfunding-Plattformen für gemeinnützige Projekte gespendet.

Die WEMAG macht nun als einer der ersten Energieversorger auch Gebrauch von dieser Möglichkeit. „Mit diesem innovativen und digitalen Ansatz wollen wir die Idee des Crowdfunding auch in unserer Region verankern. Wir hoffen, dass sich viele Menschen für die Projekte interessieren und Butter bei die Fische geben“, so der WEMAG-Vorstand abschließend.


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