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11.07.2018, 12:20 Uhr  //  Stadtgeschehen

Bienenvolk wird auf dem Stadthaus heimisch

Bienenvolk wird auf dem Stadthaus heimisch
 Pixabay (Bild) Landeshauptstadt Schwerin (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Auf dem Dach des Schweriner Stadthauses hat heute eine Königin mit ihrem Gefolge Einzug gehalten: Das Bienen-Volk wurde am späten Dienstagabend von Demeter-Imker Mirko Lunau aus Ahrensboek  an den neuen Standort gebracht. „Wir haben auf dem Dach der Tiefgarage in sechs Meter Höhe einen guten, nicht allzu windigen Standort für die Bienen gefunden, der auch für den Imker leicht begehbar ist“, freut sich Oberbürgermeister Rico Badenschier über die Ankunft der 30.000 emsigen Außendienstmitarbeiterinnen der Stadtverwaltung.

Bienen in der Stadt, das ist schon seit ein paar Jahren ein Trend. Nicht nur in Schwerin. „Die Bienen finden in Stadträumen inzwischen bessere Lebensbedingungen als auf dem Lande, wo die Nahrungsversorgung nach der Rapsblüte meist schlagartig zusammenbricht. Blühende Wiesen und Feldraine gibt es kaum noch und die landwirtschaftlich genutzten Äcker und Wiesen können die Insekten nicht mehr kontinuierlich ernähren. In Schwerin dagegen blüht es dauerhafter und artenreicher“,  so der Imker.

Deshalb  bringt Mirko Lunau seit 2016 einen Teil seiner Völker auf das Gelände des Freilichtmuseums Schwerin-Mueß. Auch im Schweriner Schloss hielt vor einem Jahr eine seiner Königinnen nebst Bienenvolk Einzug. Inzwischen residieren im Schloss schon fünf Völker. „Und die Honigernte dort war sensationell. Während es in Mueß 25 Kilo pro Volk waren, haben die Schlossbienen 80 Kilo gesammelt.“

Nun fliegen sich die Stadthaus-Bienen erst einmal in ihrer neuen Umgebung ein.  Auch Anwohner und Mitarbeiter der Stadtverwaltung können sich erst einmal in Ruhe an die neuen Mitbewohner gewöhnen, die sich eher selten in Büros oder Wohnungen verirren. „Dann heißt es warten. Das Bienenvolk wird auf dem Stadthaus auch überwintern. Erst die nächste Tracht wird zeigen, wie gut der Standort geeignet ist und ob er ausbaufähig ist“, sagt der Imker.


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