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17.08.2018, 16:21 Uhr  //  Ratgeber

Steckt die traditionelle Casinobranche in einer Krise?

Steckt die traditionelle Casinobranche in einer Krise?
 Pixabay (Bild) ICS (Text) // www.snaktuell.de


Jahrelang hatte es in Mecklenburg-Vorpommern keine Casinos mehr gegeben, während die Onlinebranche immer weiter boomt. Stecken die traditionellen Spielhallen in einer Krise?

Casinos können einen Reiz auf Menschen ausüben, der nicht so einfach ersetzt werden kann. Zum einen steht hier der Wettbewerbsfaktor im Vordergrund. Bei Spielautomaten mag man zwar nur gegen den Algorithmus dieser Slots antreten, aber jede neue Runde schafft neue Chancen, denn es ist von der Wahrscheinlichkeit her ganz egal, ob man kurz oder lange spielt. So kann man schon rein theoretisch nach der ersten Drehung der Walzen das große Glück haben. Wird dann ein Gewinn ausgeschüttet, werden Menschen mit Glücksgefühlen belohnt. Diese aufregende Spielerfahrung reicht für manche aus, andere wollen jedoch mehr Einfluss nehmen können auf das Spielgeschehen. Dieser Bedarf wird von Spielen wie Poker oder Blackjack abgedeckt. Obwohl das Glück auch bei diesen Spielen eine Rolle spielt, kann man den Spielausgang mithilfe der richtigen Strategie maßgeblich beeinflussen. Außerdem spielt der Wettbewerbsfaktor eine noch größere Rolle, da man beim Poker gegen andere Mitspieler antritt, während man beim Blackjack gegen das Haus spielt. Doch der häufigste Grund für Casinobesuche ist das Gesamtpaket an Unterhaltung, das man geboten bekommt: Man ist nicht nur in der Lage, sich mit anderen Spielern sozialisieren zu können, sondern man kann ebenfalls in den Genuss eines besonderen Ambientes kommen und dabei häufig auch auf Extras, wie Getränke einer Bar zurückgreifen.

Umso verwunderlicher ist es, das in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren immer mehr traditionelle Casinos geschlossen hatten. Als Erklärung wurden hierfür wirtschaftliche Gründe angegeben. Das erscheint auf den ersten Blick sehr paradox, zumal Casinos sich nicht nur als Ausgehmöglichkeit anbieten, sondern ebenfalls den Tourismus einer Stadt stärken können. Der Grund für das Verschwinden der Spielhallen geht dabei auf die Digitalisierung zurück. Im Internet hat sich eine starke Casinobranche etabliert, die die traditionelle Branche immer weiter in den Schatten gestellt hat. Online sind Spieler in der Lage, von jedem beliebigen Ort aus auf Casinospiele zurückgreifen zu können – sei es vom heimischen Computer oder unterwegs vom Smartphone aus. Dieser Faktor bietet Kunden viel mehr Flexibilität, da diese keine Anreisezeit- und Kosten mehr für Casinobesuche einplanen müssen. Das ist allerdings nicht der einzige Grund. Bei Onlineanbietern wie dem Mr Green Casino findet man schlichtweg eine viel größere Auswahl an Spielen, als es den meisten Betreibern von Spielhallen und -banken möglich ist. Das große Angebot ist dadurch möglich geworden, da der Anbieter nicht von physischen Räumen abhängig ist, die die Anzahl von Spielgeräten reduzieren könnten. Dennoch finden sich auch online virtuelle Räume, bei denen man per Livestream gegen andere Spieler antreten kann. Mit diesem Schritt wollte man das Angebot online personalisieren. Der Plan scheint aufzugehen, da das Angebot des Live-Casinos enorm nachgefragt ist und zu einem weiteren Boom der Online Branche geführt hat.

Bedenkt man, dass es ebenfalls Anmeldeboni und Geldgeschenke online gibt, stellt sich die Frage, wie die traditionellen Casinos in der Zukunft damit mithalten wollen. 2016 hatte das Land Mecklenburg-Vorpommern Casinolizenzen beantragt, doch erst im März 2018 konnte erstmals wieder in Stralsund eine Spielbank eröffnet werden. Doch ganz den Glanz der alten Zeiten kann auch diese Spielhalle nicht bieten, da man hier nur Automatenspiele vorfindet und keine Croupiertische mehr existieren. Dennoch beschäftigt das Casino im Hanse-Center mehr als 60 Leute und plant ebenfalls die Eröffnung weiterer Filialen. Ob dies die Krise der traditionellen Spielhallen lösen kann, wird die Zeit zeigen.

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