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10.06.2013, 16:35 Uhr  //  Blaulicht

Betrunkener schläft im Auto ein und drückt aufs Gaspedal

Betrunkener schläft im Auto ein und drückt aufs Gaspedal
 rkr (Bild) polmv (Text) // www.snaktuell.de


Wismar - Ein betrunkener Autofahrer hatte am frühen Samstagmorgen erhebliches Glück gehabt. Gegen 03:00 Uhr erhielt die Polizei von Hinweisgebern die Information, dass ein Opel auf der Insel Poel zwischen Niendorf und Fährdorf einen Unfall hatte und der Fahrer medizinische Hilfe benötigt.

Nach einer Rekonstruktion des Unfallgeschehens vor Ort fuhr der 27-Jährige mit seinem Opel auf der L 121 aus Richtung Kirchdorf in Richtung Fährdorf. In der Ortslage kam der Fahrzeugführer nach links von der Fahrbahn ab, fuhr hier vier kleine Pfähle um, fuhr zurück auf die Fahrbahn und hielt 200 Meter weiter auf der Straße an. Dabei hatte der 27-Jährige die Handbremse des Fahrzeuges angezogen und schlief bei laufendem Motor aufs Gaspedal drückend im Fahrzeug ein. Wenige Augenblicke später fuhr ein Geschwisterpaar in einem Pkw an der Unfallstelle vorbei. Beide verhielten sich vorbildlich und leisteten wertvolle Hilfe. Zum einen informierten sie die Polizei und Rettungskräfte, zum anderen kümmerten sie sich umgehend um den Unfall. Sie lösten die Handbremse, rollten den Opel von der Unfallstelle etwas weg und schalteten den Motor aus.

Hintergrund war, dass im Frontbereich des Opels Betriebsstoffe aus dem Motorraum auf die Fahrbahn tropften und durch die Hitze des hochtourenden Motors bereits anfingen zu brennen. Den Brand löschten die Hinweisgeber ebenfalls. Der schlafende Fahrer wurde durch Rettungskräfte und Polizei aus dem Fahrzeug befreit und medizinisch versorgt. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab 2,15 Promille.

Im Wismarer Krankenhaus erfolgte anschließen die Entnahme eine Blutprobe. Zum Zwecke einer kriminaltechnischen Untersuchung stellten die Polizisten den Opel sicher. Anschließend fertigten die Beamten eine Strafanzeige und informierten die Führerscheinstelle. Wären beide Hinweisgeber nicht zu dem Zeitpunkt an der Unfallstelle vorbeigefahren, hätte die Trunkenheitsfahrt für den 27-Jährigen auch tödlich enden können. Von der Polizei ein Dankeschön an das Geschwisterpaar für das vorbildliche Verhalten am Unfallort.

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