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07.05.2019, 10:06 Uhr  //  Mecklenburg-Vorpommern

Trauer und Hoffnung im Darwineum

Trauer und Hoffnung im Darwineum
 Zoo Rostock/Joachim Kloock (Bild) + (Text) // www.snaktuell.de


Rostock - Der kleine quirlige Gorillajunge Kwame (8) ist auf dem besten Weg, ein echter Silberrücken zu werden. Obwohl damit die große Hoffnung auf den ersten eigenen Gorillanachwuchs wächst, muss der Zoo nun erst einmal einen  Rückschlag verkraften.

In der Nacht zu Montag brachte Gorilladame Yene ihr erstes Jungtier zur Welt. Leider wurde der kleine Gorilla zu früh und nicht lebensfähig geboren. Um den Verlust eines Kindes trauern auch Menschenaffen. Yene trägt ihren leblosen Nachwuchs umher und umsorgt ihn.

„Das ist ein völlig normales Verhalten, das auch in der freien Natur üblich ist“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Gerade bei den Erstgeburten ist es darüber hinaus nicht selten, dass diese mit einer Fehl- oder Totgeburt enden. Um diesen Verlust zu verarbeiten und sich in Ruhe von ihrem Kind verabschieden zu können, bleibt das Jungtier bei Yene, bis sie es von selbst ablegt.“

Im Oktober 2016 ist der damals fünf Jahre alte Kwame aus dem Zoo Heidelberg nach Rostock gekommen. Der umtriebige Jungspund wurde sofort vom Rostocker Silberrücken Assumbo (45) „adoptiert“ und optimal in die Gruppe eingeführt. Die beiden Männchen leben dort mit Zola (11), Eyenga (15) und Yene (18) in einer harmonischen WG zusammen. Inzwischen ist Kwame geschlechtsreif, so dass der Zoo Rostock in absehbarer Zeit mit Nachwuchs rechnen kann. Männliche Gorillas werden mit acht bis zehn Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit sieben bis zehn Jahren. Im Schnitt dauert eine Schwangerschaft ähnlich wie beim Menschen acht bis neun Monate. „Der junge Gorillamann hatte ausreichend Zeit, sich in Rostock einzuleben und wird nun Schritt für Schritt weiter in seine neue Führungsrolle hineinwachsen“, so Nagel.

Im Nachbargehege leben Silberrücken Gorgo (38) und sein Weibchen Bebe (41), die im Darwineum ihren Altersruhesitz genießen.


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