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20.03.2020, 17:41 Uhr  //  Kultur

Yenes Baby ist da – die erste Gorillageburt im Zoo Rostock

Yenes Baby ist da – die erste Gorillageburt im Zoo Rostock
 Zoo Rostock/Carina Braun (Bild) + (Text) // snaktuell.de


Rostock - Eine gute Nachricht in schwierigen Zeiten. „Unser Gorillaweibchen Yene hat Montag (16. März) früh ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht“, informierte heute die Zookuratorin Antje Angeli. „Aktuell gehen wir davon aus, dass es ein Mädchen ist. Auf jeden Fall ist es ein kräftiges Baby mit großem Durst.“ Es ist die erste Gorillageburt im 121 Jahre alten Zoo Rostock.

Groß war die Freude auch bei den Stadtwerken Rostock. „Die Geburt des kleinen Gorillas ist eine wunderbare Botschaft: Im Rostocker Zoo wächst neues Leben heran. Diese schöne Nachricht motiviert uns besonders in diesen Tagen, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und Verantwortung zu übernehmen“, sagte Ute Römer, Vorstand der Stadtwerke. „Unser Team, das rund um die Uhr im Einsatz ist, um die Energieversorgung der Hansestadt sicherzustellen, freut sich sehr. Wir können es kaum erwarten, unseren neuen kleinen Schützling kennenzulernen. Alles Gute, liebes Patenkind!“ Die Stadtwerke Rostock als Paten der Gorillagruppe um Silberrücken Assumbo zählen seit 2004 zu den Hauptsponsoren des Rostocker Zoos für Natur- und Artenschutz und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Unterhaltung und Fortentwicklung der größten Freizeiteinrichtung der Hanse- und Universitätsstadt und des Landes.

„Natürlich ist es bedauerlich, dass eines der schönsten Ereignisse überhaupt für einen Zoo, eine Gorillageburt, in eine Zeit fällt, in der Menschen ganz andere Sorgen haben und der Zoo  geschlossen ist. Wir planen deshalb, soweit angesichts der gegenwärtigen Situation möglich, unsere Besucher regelmäßig in Form eines Videotagebuches über den jüngsten Nachwuchs im Zoo auf dem Laufenden zu halten“, kündigte Antje Angeli an.

Wie lief die Geburt?
Yene (19) hat sich am Montag mit der ganzen Gruppe im geschützten Backstagebereich der Tropenhalle aufgehalten. Gegen 9.50 Uhr haben die Tierpfleger eine größere Menge Blut entdeckt, offenbar war die Fruchtblase geplatzt. „Wir waren während des gesamten Geburtsvorganges vor Ort, auch um bei möglichen Komplikationen einschreiten zu können“, berichtete Tierpfleger Tobias Pollmer, Stellvertretender Bereichsleiter im Darwineum. „Das Gorillaweibchen Eyenga (15) war während der Wehen unentwegt an Yenes Seite und hat alles ganz genau beobachtet. Der Rest der Gruppe hielt sich jedoch im gebührenden Abstand zurück. Um 10.45 Uhr wurde das Jungtier geboren und von allen, außer vom Papa Kwame, interessiert begutachtet“, so der Menschenaffenpfleger. „Mutter und Baby sind wohlauf, sie ziehen sich noch gern zurück und ruhen viel. Wir sind sehr glücklich, zumal Yene ja vor einem Jahr eine Totgeburt zu verkraften hatte.

Wie geht es Yene?
Auch im Darwineum ist es ohne die Besucherschar recht ruhig geworden. Das spüren auch die Menschenaffen. Neumutti Yene hat allerdings nur Augen für ihr Baby. Yene ruht und schläft viel, bewegt sich noch recht wenig und bevorzugt den rückwärtigen Bereich. „Neben den normalen Mahlzeiten für alle bekommt sie ab und an ein paar Snacks zugesteckt, damit sie sich nicht so viel bewegen muss. Das sind beispielsweise gekochte Kartoffeln, Paprika und Gurke. Diese Sachen mag sie sehr gern“, verriet ihr Tierpfleger Tobias Pollmer.

Meistens sitzt eines der anderen Weibchen, Eyenga oder die ebenfalls trächtige Zola (11), bei der Mutter und passt auf. Auch Silberrücken Assumbo (46) verhält sich fürsorglich und sucht die Nähe. Bei Lauten des Babys ist er sehr wachsam und kontrolliert die Umgebung. „Nur der junge Vater Kwame (8) bewegt sich aktuell eher am Rand der Gruppe und zeigt kein bis sehr wenig Interesse an dem Neugeborenen“, sagte die Zookuratorin. „Das Gorillamädchen wird zurzeit etwa zwei Kilogramm wiegen. Rund zwei Jahre werden Gorillajungtiere gesäugt. Mit dem Verlauf der ersten Tage sind wir sehr zufrieden.“

Wie geht es weiter?
In den kommenden Tagen wird die zweite Gorillageburt erwartet. „Zolas Bauch ist kugelrund. Sie erfreut sich bester Gesundheit, anstrengend scheint es allerdings schon zu sein“, so Tobias Pollmer.

Erfreuliches gibt es auch von Orang-Utan-Mutti Sunda und ihrem am 15. Februar geborenem Baby zu berichten. „Beiden geht es hervorragend. Sie haben inzwischen auch häufiger Kontakt zu Miri und Ejde, was bisher recht problemlos verlief. Sunda kümmert sich rührend um ihren Sohn und legt so langsam ihre Scheu ab“, betonte Antje Angeli.

Unterdessen läuft noch die Abstimmung zu den drei Namensvorschlägen für den kleinen Orang-Utan-Jungen. Zur Auswahl stehen Bayu, Gede oder Keenam. Auf der Zooseite www.zoo-rostock.de kann jeder bis zum 14. April für seinen Favoriten abstimmen. Dort sollen in Kürze auch Videoaufnahmen über die Entwicklung der Rostocker Affenbabys gezeigt werden.

Aktuell leben jeweils zwei Gorilla- und Orang-Utan-Gruppen im Darwineum mit insgesamt 18 Tieren (8 Gorillas/10 Orang-Utans).


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