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24.07.2020, 16:43 Uhr  //  Stadtgeschehen

Badenschier: Tests von Reiserückkehrern sind Aktionismus

Badenschier: Tests von Reiserückkehrern sind Aktionismus
 cm (Bild) Landeshauptstadt Schwerin (Text) // snaktuell.de


Schwerin - Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier hat sich gegen Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den Flughäfen ausgesprochen: „Die Forderung nach derartigen Test ist Aktionismus, der die Menschen falscher Sicherheit wiegt. Die negativen Befunde sind Momentaufnahmen und vermitteln eine gefährliche Scheinsicherheit“, so der Oberbürgermeister. Er bezog sich dabei auf einen aktuellen Fall in der Landeshauptstadt. Ein Reiserückkehrer, der an den Schweriner Helios-Kliniken arbeitet, wurde am Dienstag negativ getestet, heute positiv. „Der Mann hat sich an die geltenden Regeln gehalten und sich nach seiner Reise getestet. Doch der Test kann die Einhaltung einer ein- bis zweiwöchigen Quarantäne nicht ersetzen. Die Erfassung der Rückreisenden an den Flughäfen und die anschließende Verhängung von Quarantäne ist möglich – und für mich alternativlos. Hierzu müssten die Regelungen auf Landesebene für die Zeit der Urlaubsrückkehr angepasst werden.“

In der Landeshauptstadt wurden am Donnerstag insgesamt neun neue Corona-Fälle. Sieben Fälle stehen im Zusammenhang mit der am Dienstag bestätigten Infektion eines Schweriners. Alle diese Kontaktpersonen befanden sich bereits in häuslicher Isolation.

Eine weitere Covid19-Infektion betrifft den Reiserückkehrer, der zunächst negativ auf Covid19 getestet wurde. Inzwischen ist die Infektion bei einem zweiten Test bestätigt. Die Krankenhaushygiene der Helios-Klinik und das Schweriner Gesundheitsamt arbeiten zusammen und ermitteln auch in diesem Fall weitere Kontaktpersonen. Der Reiserückkehrer hatte Kontakt zu Mitarbeitern der Klinik und zu Patienten, welche zur OP-Vorbereitung in der Ambulanz unter Mund-Nasen-Schutz untersucht wurden. Die Kontaktpersonen bekommen Quarantäneanordnungen und werden auf eine Covid19-Infektion getestet.

Außerdem wurde eine 17-Jährige Schülerin positiv getestet, die sich seit Anfang des Monats besuchsweise bei Verwandten in Berlin aufhielt. Sie wurde in Berlin getestet, hatte in der Zwischenzeit keine Kontakte nach Schwerin, fällt aber in die Statistik ihres Hauptwohnsitzes.   Damit gibt es aktuell 103 Corona-Fälle in der Landeshauptstadt, 91 Personen sind bereits wieder genesen.


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