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19.11.2020, 12:29 Uhr  //  Stadtgeschehen

Aktionstag gegen die Todesstrafe

Aktionstag gegen die Todesstrafe
 © Landeshauptstadt Schwerin (Bild) + (Text) // snaktuell.de


Schwerin - Am 30. November findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio wieder der internationale Aktionstag unter dem Motto: „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ statt. Bereits 2006 hatte die Stadtvertretung der Landeshauptstadt mit großer Mehrheit beschlossen, dass sich Schwerin der Initiative anschließt. In diesem Jahr wird neben dem Rathaus am Markt auch das E-Werk am Pfaffenteich wieder von 17 Uhr bis Mitternacht als sichtbares Zeichen gegen die Todesstrafe in grünes Licht getaucht. Außerdem können sich die Schwerinerinnen und Schweriner vom 20. bis zum 27. November während der Öffnungszeiten des Stadthauses im Foyer, Am Packhof 2 - 6 mit ihrer Unterschrift gegen die Todesstrafe wenden. Es wird darum gebeten, möglichst einen eigenen Stift mitzubringen. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Stadthaus ist Pflicht.

Der internationale Tag „Cities for Life” ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten sowie Bürgerinnen und Bürger für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen. In Deutschland haben sich in den vergangenen 18 Jahren fast 300 Städte - darunter viele Großstädte wie Berlin, Hamburg, Stuttgart, Bremen, Köln, Leipzig, Düsseldorf, Frankfurt und Dortmund beteiligt.
Im Dezember wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum wiederholten Mal über eine Resolution für ein universales Moratorium der Todesstrafe hoffentlich mit noch größerer Mehrheit als 2018 abstimmen. Vor zwei Jahren stimmten 123 Länder für ein Hinrichtungsmoratorium. So viele wie nie zuvor.

Hintergrund
Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 70.000 Mitgliedern in ca. 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der World Coalition against the Death Penalty für ihre universale Abschaffung ein. Sie hat 2002 die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe“ ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Mitglieder von Sant’Egidio pflegen weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten, unterstützen viele im persönlichen Einsatz und sind weltweit im Einsatz für eine Humanisierung der Haftbedingungen in Gefängnissen insbesondere in Afrika.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.santegidio.org bzw. http://nodeathpenalty.santegidio.org/en


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