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26.06.2013, 21:10 Uhr  //  Politik

„BAföG-Erhöhung um zehn Prozent überfällig“

„BAföG-Erhöhung um zehn Prozent überfällig“
 cm (Bild) GEW (Text) // www.snaktuell.de


Frankfurt a.M. – Für eine BAföG-Erhöhung um mindestens zehn Prozent und die Wiedereinführung des Schüler-BAföG hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) stark gemacht. „Die Sozialerhebung liefert neue Zahlen für einen alten Missstand: In Deutschland studieren vor allem die Kinder von Akademikerinnen und Akademikern. Alle anderen haben es deutlich schwerer, an die Hochschulen zu kommen. Damit finden wir uns nicht ab“, sagte Andreas Keller, für Hochschule und Forschung verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, mit Blick auf die heute veröffentlichte DSW-Erhebung zur sozialen Lage der Studierenden.

„Nach wie vor sind Eltern die wichtigste Finanzierungsquelle für ein Studium“, erläuterte Keller. Wer keine wohlhabenden Eltern hat, sei auf eine starke öffentliche Ausbildungsförderung angewiesen. Der BAföG-Bericht der Bundesregierung hatte bereits im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass eine BAföG-Erhöhung nötig sei. Im März hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) eine BAföG-Reform angekündigt. „Doch es blieb bei leeren Worten. Offenbar hat die Ausbildungsförderung für die Politik keine Priorität“, betonte Keller. Zusätzlich zur BAföG-Erhöhung für Studierende setzt sich die GEW für die Wiedereinführung des Schüler-BAföG ein. „Die meisten Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien schaffen schon den Weg bis zum Abitur nicht. Hier müssen wir ansetzen: mit einer guten Förderung für Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe“, unterstrich Keller.

Die neue Sozialerhebung mache auch auf einen Fortschritt aufmerksam: „Weil es uns gelungen ist, allgemeine Studiengebühren wieder abzuschaffen, müssen etwas weniger Studierende neben dem Studium arbeiten“, sagte Andreas Keller. Dieser kleine Erfolg dürfe allerdings nicht über die weiterhin bestehenden Missstände hinwegtäuschen.

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