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26.07.2013, 10:38 Uhr  //  Ratgeber

Mücken – Die surrenden Blutsauger

Mücken – Die surrenden Blutsauger
 rkr (Bild) KKH (Text) // www.snaktuell.de


Neustadt an der Weinstraße – Gemütlich sitzt man draußen im Garten, genießt die frische Luft und die sommerlichen Temperaturen, oder man liegt im Bett, ist kurz davor einzuschlafen – und immer sind sie da: die Mücken. Sie surren, stechen erbarmungslos zu, und dann juckt der Stich meist tagelang. Mücken gehören zu den anpassungsfähigsten und widerstandsfähigsten Lebewesen auf unserem Planeten. Besonders in diesem Jahr ist Deutschland von einer Mückenplage stark betroffen. Grund dafür ist das Hochwasser. „In den Hochwassergebieten haben die Stechmücken ideale Bedingungen zur Fortpflanzung“, weiß Peter Benninger vom KKH-Serviceteam in Neustadt. „Schon wenig Wasser reicht Mücken, um sich hundertfach zu vermehren.“

So lästig die Stechmücken auch sind, gefährlich sind sie nur selten. In den vergangenen Jahren kamen immer mehr exotische Mückenarten ins Land. Zurückzuführen ist das auf die Globalisierung, denn durch globalen Handel kommen Mücken nach Europa, zum Beispiel mit Autoreifen per Schiff. „Mückenweibchen legen ihre Eier in die Reifen“, sagt Benninger. „So ist die Asiatische Tigermücke nach Italien und dann in andere Teile Europas gelangt.“ Auch diese Mückenarten können sich bei warmen Temperaturen bei uns vermehren. So ist vor allem in Süddeutschland die Buschmücke inzwischen sehr verbreitet. Viele Menschen haben besonders bei den exotischen Arten Angst vor Infektionen. Diese sind aber sehr unwahrscheinlich. Es ist zwar möglich, dass Moskitos Krankheiten wie Malaria übertragen, aber in Deutschland tragen kaum Menschen Erreger in sich. Wer doch von seiner Fernreise erkrankt ist, geht in der Regel sofort zum Arzt.

Um Mücken abzuwehren, sollten an allen Fenstern Fliegengitter angebracht werden. Wenn die Plage besonders schlimm ist, kann man nachts auch unter einem Moskitonetz schlafen. Für ein paar Stunden helfen Insektenabwehrmittel zum Auftragen auf die Haut oder der Kleidung. „Mücken werden durch die Milchsäure auf der Haut angezogen, die vor allem im Schweiß enthalten ist. Schutzmittel besetzen die Riechrezeptoren der Mücken“, so Peter Benninger. Aktuell werden durch die vielen Mücken vielerorts Insektensprays knapp. Doch man kann sich auch mit Hausmitteln wie Zitronen und Nelken, Eukalyptus oder dem ätherischen Öl Zitronella helfen.

Elektrisch betriebene Verdampfer mit Insektiziden sind hingegen nicht zu empfehlen. Sie enthalten in der Regel Chemikalien, die die Schleimhäute reizen können. Als wirksam erwiesen hat sich in den vergangenen Jahren das Mittel DEET, doch das Präparat ist nicht ganz harmlos. Es kann Hautreizungen, allergische Reaktionen und sogar Schädigungen des Nervensystems hervorrufen. Auch wenn die Schutzmittel frei erhältlich sind, sollte man sich vor dem Kauf in der Apotheke erkundigen.

Hat die Mücke doch Erfolg gehabt, gibt es auch dafür einige Hausmittel:


  • Eine Zwiebel halbieren und für ca. 10 Minuten auf den Stich pressen; wirkt entzündungshemmend und abschwellend.
  • Mit Zahnpasta bestreichen, dies lindert den Juckreiz und desinfiziert.
  • Mit einem in heißem Wasser getauchten Tuch betupfen.
  • Ein wenig Teebaumöl zur Desinfektion auftragen.
  • Eiswürfel oder Aloe-Vera-Gel zur Kühlung auflegen oder auch Apfelessig- oder essigsaure Tonerde-Umschläge.

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