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06.08.2013, 14:51 Uhr  //  Stadtgeschehen

Kater Mini nach sieben Jahren wieder zu Hause

Kater Mini nach sieben Jahren wieder zu Hause
 TASSO e.V (Bild) + (Text) // tasso.net


Hattersheim/Ramsdorf – Sage und schreibe sieben Jahre lang war Kater Mini im westlichen Münsterland allein unterwegs. Jetzt haben ihn seine Besitzer wieder – dank Registrierung bei TASSO e.V. Die Tierschutzorganisation betreibt Europas größtes Haustierzentralregister und vermittelt entlaufene Hunde und Katzen anhand von Tätowierungen oder Chip-Nummern zurück.

Brigitta und Jürgen Kolbe hatten das Katzenbaby im Mai 2000 in einem Holzstapel auf ihrem Grundstück entdeckt. „Damals wohnten wir noch in Gladbeck bei Essen“, erzählt Jürgen Kolbe. „Mini war das kleinste und hässlichste Kätzchen, deshalb nahmen wir es auf. Wir ließen es kastrieren und bei TASSO registrieren.“ Sechs Jahre später verlegten die Kolbes ihren Wohnsitz nach Ramsdorf, etwa 50 Kilometer westlich von Münster. „Mini war immer schon sehr neugierig und gar nicht scheu“, so Brigitta Kolbe. „Der Kater nutzte ein geöffnetes Dachfenster und kletterte in den Garten, blieb dann bis zum Abend verschwunden.“ Einige Tage später entlud sich ein gewaltiges Gewitter über Ramsdorf, erinnert sich Jürgen Kolbe. Mini war gerade wieder draußen unterwegs. „Blitze und Donner müssen ihn ziemlich erschreckt haben, und da er sich noch nicht so gut in der Gegend auskannte, hat er sich bestimmt verlaufen“, meint der 69-Jährige. Die Kolbes warteten auf Minis Rückkehr. Ohne Erfolg. „Wir haben schließlich TASSO über den Verlust informiert“, erzählt Brigitta Kolbe. Seitdem sind sieben Jahre vergangen.

Ende Juli 2013 dann der Anruf von einem Tierheim in Coesfeld. Man habe ihre Katze gefunden, die Tätowierung im Ohr sei eindeutig zu entziffern gewesen, ein Anruf bei TASSO habe dann die Kontaktaufnahme ermöglicht. Sie hätten gar keine Katze, so Jürgen Kolbes erste Reaktion am Telefon: „An Mini habe ich nach so langer Zeit gar nicht mehr gedacht.“ Im Tierheim dann das große Wiedererkennen. „Der gut genährte aber etwas verwahrlost aussehende Kater war tatsächlich unser Mini.“ Wie sich herausstellte, hatte Mini die letzten Wochen im nur wenige Kilometer entfernt gelegenen Reken gelebt, war dort von einer Familie auf der Terrasse regelmäßig gefüttert worden. Bis die Tochter dann den Kater ins Tierheim nach Coesfeld brachte.

Derzeit wird Mini ärztlich behandelt, er hat eine verbrannte Zunge und nur noch wenige, mit Zahnstein behaftete Zähne. „Aber das bekommt unsere Tierärztin wieder hin“, versichert Jürgen Kolbe. Darauf hofft auch eine anderes Familienmitglied: Baron, der agile schwarze Gordon Setter. Er hatte sich schon damals mit Mini angefreundet, kann es nun kaum erwarten, dass der Kater seine „Krankenstube“ verlässt. „Baron und Mini haben auch nach so vielen Jahren der Trennung keine Berührungsängste“, freut sich Brigitta Kolbe. „Dank TASSO sind wir nun alle wieder vereint.“

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