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16.08.2013, 10:04 Uhr  //  Stadtgeschehen

Letzte Ruhe finden im „Geschwungenen Garten am See“

Letzte Ruhe finden im „Geschwungenen Garten am See“
 rkr (Bild) SDS-Stadtwirtsch.Dienstl.SN (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Noch bis Anfang September präsentieren Steinmetze und Friedhofsgärtner in der gemeinsamen Ausstellung „Geschwungener Garten am See“ Ideen zur Gestaltung von Grabstätten. Sechs Innungsbetriebe geben damit einen Einblick in ihre Handwerkskunst und zeigen Alternativen zur anonymen Bestattung auf.

Die Gestaltung von Grabstätten ist so individuell wie die Menschen, die zur letzten Ruhe gebettet wurden. Ob Bestattung oder Beisetzung – zumeist wird mit einem Grabstein oder einer Grabplatte an den Verstorbenen erinnert. Eine liebevolle Bepflanzung und regelmä¬ßige Pflege lassen den Ort des Gedenkens auch zu einem Platz des Verweilens werden. Das Garten- und Landschaftsdenkmal Alter Friedhof Schwerin zeigt das auf vielfältige Art und Weise.

Doch immer mehr Menschen scheuen Kosten und Aufwand, die mit der Pflege von Grabstätten verbunden sind. Es werden deshalb vermehrt anonyme Bestattungsarten gewählt. . In ihrer aktuellen Ausstellung „Geschwungener Garten am See“ zeigen Steinmetze und Friedhofsgärtner anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Alten Friedhofs in sehenswerter Weise, wie eine gemeinsame Grabstätte aussehen kann. „Die Idee des,Geschwungenen Gartens am See‘ orientiert sich an den Bedürfnissen der Angehörigen, Alternativen für einen würdigen Ort der Erinnerung für ihre Verstorbenen zu haben und sich gleichzeitig nicht selbst um die Pflege kümmern zu müssen“, sagt Regina Saß von der Abteilung Fried¬hof und Bestattung der SDS – Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin. „Viele Hinterbliebene teilen sich bei einer solchen Grabstätte die Kosten der Pflege. Diese wird gärtnerisch gepflegt und jahreszeitlich wechselnd bepflanzt. Der Name der Verstorbenen finden sich in einer Inschrift wieder.“ Angehörige können die Grabstätte zu jeder Zeit aufsuchen und Grabschmuck sowie Kerzen aufstellen. Eine Verpflichtung zur Grabpflege besteht nicht. Diese werde von qualifizierten Friedhofsgärtnern für die gesamte Ruhezeit sichergestellt und regelmäßig kontrolliert. Ein Dauergrabpflegevertrag sichert die Pflege ab.

Dauergrabpflegeeinrichtungen verwalten die Vertragssumme und stellen eine ordnungs-gemäße Betreuung der Grabstätte für die gesamte Ruhezeit sicher. Mit der Möglichkeit einer individuellen Grabzeichensetzung wird den persönlichen Ansprüchen der Hinterblie¬benen Rechnung getragen. Auf diese Weise bietet der ,Geschwungene Garten am See‘ eine Alternative zur namenlosen Bestattung oder Beisetzung in einem Urnenwald.

Die Musteranlage zeigt interessierten Kunden beispielhaft neue Möglichkeiten der Beisetzungskultur auf und verweist auch auf künftige Friedhofsangebote. Eine auf einander abgestimmte Bepflanzungskomposition unterstreicht den gemeinschaftlichen Gedanken; niemand bleibt allein, betonen die Organisatoren der Ausstellung. Die Präsentation ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gärtnerei Dänhardt und des Blumenmarktes Tismer, des Alten Friedhofes Schwerin, der Dauergrabpflegeinrichtungen Hamburg, Schwerin und Schleswig-Holstein sowie der ortsansässigen Steinmetze. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Alten Friedhofes auf dem Grabfeld VIII a von Interessierten besichtigt werden. Am Tag der Ruhe (8. September) bietet sich Gelegenheit, mit Friedhofsgärtnern und Steinmetzen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Sie beantworten die Fragen von Interessierten gern.

Noch gibt es diese Grabstätte noch nicht auf den Friedhöfen in Schwerin. Einer Kooperation mit einer Dauereinrichtung steht aber nichts im Weg.

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