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16.09.2013, 16:36 Uhr  //  Politik

OLA-MitarbeiterInnen kämpfen um ihre Arbeitsplätze

OLA-MitarbeiterInnen kämpfen um ihre Arbeitsplätze
 Ostseeland/Veolia Verkehr GmbH (Bild) + (Text) // www.snaktuell.de


Neubrandenburg - MitarbeiterInnen der Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) und der Eisenbahnwerkstatt Neubrandenburg haben heute Morgen in Neubrandenburg den Ministerpräsidenten bei einem Besuch in der Viertorestadt überrascht. Seit letzter Woche machen sie mit Mahnwachen und weiteren Aktionen auf ihre schwierige Situation aufmerksam.

„Leider werden wir nur hingehalten, die Landesregierung will uns nicht helfen, obwohl sie es kann und es auch in ihrer Verantwortung liegt“, so Betriebsrat Joachim Borrmann.

„Das Verkehrsministerium hat nicht nur die Zusammenarbeit kurzfristig zum Jahresende aufgekündigt, sondern auch bei der Ausschreibung die Belange der MitarbeiterInnen sträflich vernachlässigt. Jetzt droht zum Jahresende über 100 Familien die Arbeitslosigkeit.

Auch die Anrechnung der Betriebsjahre für die OLA-MitarbeiterInnen im Falle einer Übernahme ist offensichtlich nicht geregelt worden. Die elementarsten Regeln einer Ausschreibung sind einfach nicht beachtet worden. Das ist einzigartig, katastrophal für die Betroffenen und wird in anderen Bundesländern professioneller gehandhabt.“

In dem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten heute Morgen wurde recht deutlich, dass er vom Verkehrsminister Volker Schlotmann über die Sachlage nicht richtig informiert worden ist. „Wir setzen jetzt auf ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten am Mittwoch in Schwerin, ansonsten werden wir die Mahnwache fortsetzen“, kündigte Borrmann an. „Das Land darf sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen.“

Hintergrund

Im Dezember 2013 übernehmen die Deutsche Bahn und die ODEG das Stammnetz der privaten Ostseeland Verkehr GmbH (OLA). Normalerweise würden unsere KollegInnen bis zur Übergabe des Netzbetriebes im kommenden Jahr die Strecke weiter bedienen. Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) des Verkehrsministeriums MV hat die langjährige Zusammenarbeit mit der OLA jedoch sehr kurzfristig und ohne handfesten Grund aufgekündigt. Das Land unternimmt keinerlei Anstrengungen, die Übergabe an andere Bahngesellschaften an Bedingungen wie die Übernahme der Beschäftigten zu knüpfen. Das wäre aber ihre Pflicht, es gibt auch die rechtlichen Möglichkeiten dazu!

Was fordern WIR?

1. Ein gemeinsames Gespräch mit dem Ministerpräsidenten Erwin Sellering, dem Verkehrsminister Volker Schlotmann und Arbeitsministerin Manuela Schwesig!

2. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der OLA auf allen Strecken bis zur Betriebsübergabe im Dezember 2014!

3. Die verbindliche Übernahme unter Anrechnung der Betriebszeiten aller OLA-MitarbeiterInnen durch die neuen Betreiber!


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