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17.09.2013, 19:23 Uhr  //  Sport

Schwergewichtler vor Europameisterschaftskampf optimistisch

Schwergewichtler vor Europameisterschaftskampf optimistisch
 Photo Wende (Bild) SE (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Edmund Gerber (23-1, 14 K.o.´s) fühlt sich bereit, Europameister zu werden! Der 25-Jährige erhält am 21. September in der Londoner Copper Box Arena, England, seine erste Titelchance. Dabei tritt er gegen Dereck Chisora (17-4, 11 K.o.´s) an. Im Interview erzählt Gerber, wie der Brite zu besiegen ist...

Herr Gerber, am 21. September erhalten Sie gegen Dereck Chisora die Möglichkeit, Europameister im Schwergewicht zu werden. Wie verläuft Ihre Vorbereitung auf diesen Fight?

Edmund Gerber: Dazu kann ich nur sagen, dass ich mit Spaß bei der Sache bin - und wenn ich im Training gut drauf bin, dann darf von mir eine gute Leistung im Ring erwartet werden. Vor allem haben mein Trainer Karsten Röwer und ich besonderen Wert auf meine Kondition gelegt. Ich habe richtig Spaß, mich zu quälen und kann den Kampf kaum mehr abwarten.

Wie zufrieden waren Sie mit Ihrem letzten Ringauftritt im März dieses Jahres gegen Gbenga Oloukun?

Edmund Gerber: Das war keine Glanzleistung von mir, da bin ich ehrlich. Fünf Runden lang habe ich mich an die Vorgaben meines Trainers gehalten und die Sache klar im Griff gehabt. Dann bin ich, aus welchen Gründen auch immer, von meiner Linie abgerückt. Der Sieg war unumstritten, doch ich kann natürlich viel mehr, als ich damals im Ring gezeigt habe.

Zuvor hatten Sie im Dezember 2012 die erste Niederlage Ihrer Profikarriere gegen Michael Sprott kassiert. Ist dieses negative Erlebnis raus aus Ihrem Kopf?

Edmund Gerber: Sprott, wer ist das? Ernsthaft, ich war vor diesem Fight ein wenig überheblich und dachte, dass ich \'locker\' gewinne. Ein paar Monate zuvor hatte ich ihn ja bei unserem ersten Fight schon am Boden. Hätte ihn der Ringrichter nicht aus dem Kampf genommen, hätte ich Sprott kurz darauf richtig ausgeknockt. So war das Ende umstritten und es kam zum Rematch. So einen Fehler werde ich aber nie mehr begehen. Ich werde keinen Gegner mehr unterschätzen.

Was denken Sie über die Person Dereck Chisora?

Edmund Gerber: Wenn die Leute über Chisora sprechen, dann denken Sie an den Typen, der Vitali Klitschko geohrfeigt hat und seinen Bruder Wladimir anspuckte. Ein großer Teil von dem, was er vor einem Kampf macht, ist Show und er verkauft sich dabei nicht gerade schlecht. Mit mir sollte er sich solche Dinge allerdings nicht erlauben. Ich glaube nicht, dass ich so zurückhaltend wie die Klitschkos reagieren würde. Aus sportlicher Sicht macht er seinem medialen Ballyhoo allerdings alle Ehre und hat schon um die EM und WM geboxt. Insofern wird er meine bisher größte Bewährungsprobe.

Wo liegen seine Stärken und wie ist dem beizukommen?

Edmund Gerber: Chisora kennt nur den Vorwärtsgang. Er versucht, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen. Damit muss man erst einmal umzugehen wissen. Die Lösung gegen so einen Fighter zu bestehen, gestaltet sich recht einfach: Beeindrucke ihn mit der eigenen Schlagkraft und Lockerheit. Dann werden ihm mit der Zeit die Mittel ausgehen. Wenn er sich schließlich übernimmt, werde ich zur Stelle sein und den Lichtschalter ausknipsen.

Es ist Ihr erster Titelkampf bei den Profis und dann gleich die Europameisterschaft - sind Sie dafür bereit?

Edmund Gerber: Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich fühle mich bereit und will den nächsten Schritt gehen. Das ist eine Riesenchance, die es zu nutzen gilt. Mein gesamtes Umfeld ist von meinem Erfolg gegen Chisora überzeugt. Ich möchte diese Leute und die Boxfans nicht enttäuschen.

Ihr Duell mit Chisora findet in dessen Heimat England statt. Er wird die Fans auf seiner Seite haben. Spüren Sie daher schon so etwas wie Aufregung?

Edmund Gerber: Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich noch keine Aufregung verspüre. Auf dem Weg zur Halle und dann später zum Ring ist die Anspannung dann riesengroß. Danach sind wir aber einfach nur zwei Leute, die sich im Ring gegenüberstehen. Das Publikum nehme ich grundsätzlich nicht wahr. Die britischen Fans können mich also ausbuhen, soviel sie wollen. Wenn ich nach dem Fight den EM-Gürtel in die Luft reiße, werden sie mucksmäuschenstill sein. Am Sieg habe ich keine Zweifel.

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 21. September in England sind bei www.eventim.co.uk erhältlich.


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