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01.03.2013, 15:30 Uhr  //  Stadtgeschehen

Jobcenter legt positive Bilanz vor

Jobcenter legt positive Bilanz vor
 rkr (Bild) LH Schwerin (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Gute Nachrichten zum Jahresauftakt: Die Arbeitslosenquote in der Landeshauptstadt ist  im Jahresdurchschnitt 2012 auf 12,3 Prozent gesunken und ist damit leicht unter dem Wert von 2012 (12,4 Prozent) geblieben. Im Jahresdurchschnitt 2012 waren in der Landeshauptstadt 6.017 Menschen (2011: 6.098) arbeitslos gemeldet.  Im Jahr 2005 betreuten Arbeitsagentur und Jobcenter noch 8.546 Menschen und damit knapp 30 Prozent mehr als 2012. Diese Bilanz zogen am Freitag, dem 1. März 2013, Angelika Gramkow, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Schwerin, der Leiter der Schweriner Arbeitsagentur, Dirk Heyden, sowie die Geschäftsführerin des Jobcenters Caren Gospodarek-Schwenk.

Vier von fünf Arbeitslosen in Schwerin erhalten Leistungen der Grundsicherung, das so genannte Arbeitslosengeld II, und werden vom gemeinsamen Jobcenter der Landeshauptstadt und der Arbeitsagentur betreut. Damit zählten 2012 durchschnittlich  4.685 Personen zu den vom Jobcenter betreuten Hartz-IV-Betroffenen. Das sind 167 Arbeitslose weniger als im Vorjahresdurchschnitt. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit unter den jungen Menschen in Betreuung des Jobcenters um 72 auf 377 Personen im Jahresdurchschnitt (minus 16 Prozent gegenüber 2011).

Weniger erfreulich ist der leichte Rückgang der Beschäftigung: So gab es 2012 am Arbeitsort Schwerin 47.197 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, das sind 353 weniger als im Vorjahr. Während der Beschäftigungsrückgang insbesondere das Baugewerbe, die  öffentliche Verwaltung, die Bereiche Erziehung und Unterricht sowie das  Gesundheits- und Sozialwesen betraf, gab es Zuwächse vor allem  im Handel, in den Call-Centern und der Kfz-Instandsetzung.

Deutlich gesunken ist die Zahl der Personen, die auf Grundsicherung angewiesen sind.  2012 wurden in Schwerin 8.222 Bedarfsgemeinschaften (Vorjahr: 8.816) mit 13.901 Leistungsberechtigten (Vorjahr: 14.805) gezählt. „Im Jahresdurchschnitt ist die Zahl der Leistungsempfänger um gut 900 Personen gegenüber dem Vorjahr gesunken“, unterstreicht Agenturchef Dirk Heyden. „Die Zahl der Hilfebedürftigen in der Landeshauptstadt ist aber immer noch zu hoch. Besonders macht mich betroffen, dass die Zahl der Schwerinerinnen und Schweriner, die auf ergänzende Leistungen des Jobcenters angewiesen sind, obwohl sie sozialversicherungspflichtig in Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind, seit 2010 wieder ansteigt“, sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Im Jahresdurchschnitt 2012 betraf dies ca. 1.500 Personen. „Gerade bei größeren Familien reicht das Erwerbseinkommen zur Deckung des Lebensunterhaltes oft nicht aus“, so Heyden weiter.

Das Jobcenter in der Landeshauptstadt Schwerin hat im Vergleich zum Vorjahr 1,47 Millionen Euro weniger an Leistungen für Unterkunft und Heizung und 1,84 Millionen Euro weniger  für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld ausgegeben. Wie bereits im Vorjahr konnte das Jobcenter auch seine  Verwaltungsausgaben um fast 200.000 Euro senken.  „Die Arbeit des Jobcenters entlastet damit auch den Haushalt der Landeshauptstadt. Insgesamt reden wir von einer Entlastung  um gut 3,5 Millionen Euro für den Steuerzahler“, betont die Oberbürgermeisterin. Der Arbeitsmarkt in Schwerin hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Im Vergleich zum Jahr 2006, als die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit am höchsten war, sind die jährlichen Ausgaben zum Lebensunterhalt und für Unterkunft und Heizung um 16 Millionen Euro gesunken.

Die Geschäftsführerin des Jobcenters Caren Gospodarek-Schwenk gibt einen Ausblick auf die kommenden Monate: „Wir konzentrieren uns verstärkt darauf, unseren Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten. Der besondere Fokus wird dabei auf der Personengruppe der 25 bis 35-Jährigen ohne Berufsabschluss liegen. Ziel ist es, einen möglichst großen Anteil dieser Personengruppe über Qualifizierungsmaßnahmen zu einem Berufsabschluss zu führen, um den Ersatzbedarf der Wirtschaft heute und in der Zukunft decken zu können.“


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