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10.10.2013, 14:07 Uhr  //  Sport

Landespokal-Derby: Anker vs. FC 95 – Köhn als Gast in seiner Stadt

Landespokal-Derby: Anker vs. FC 95 – Köhn als Gast in seiner Stadt
 Jens Upahl (Bild) rk (Text) // snaktuell.de


Schönberg – Der Landespokal in Mecklenburg-Vorpommern ist die schnellste Möglichkeit es in die erst Hauptrunde des DFB-Pokals zu schaffen. Beide Teams kennen sich da aus. Während der FC Schönberg 95 bereits sieben Mal den Pokal nach Hause bringen konnte, steht bei Anker lediglich eine Finalteilnahme im Jahre 2011 zu Buche, in der man gegen Hansa Rostock verlor und trotzdem im DFB-Pokal antreten durfte, da die Rostocker als Zweitligaabsteiger dafür automatisch qualifiziert waren. Damals ging es auf der Lübecker Lohmühle gegen Hannover 96 und man schied vor über 6.000 Zuschauen durch eine 0:6-Niederlage aus. Der FC Schönberg 95 spielte seine letzten DFB-Pokal-Auftritt ebenfalls im VfB-Stadion und verlor 2012 gegen den VfL Wolfsburg vor 3.487 Zuschauern mit 0:5. Den Titel und den damit verbundenen bundesweiten Auftritt wollen beide diese Saison gerne erleben. Am Samstag um 14.00 Uhr kommt es zum nordwestmecklenburgischen Derby im Kurt-Bürger-Stadion zu Wismar.

Doch es herrscht nicht nur die örtliche Nähe (44 km) zueinander sondern auch der eine oder andere kennt sich bzw. den anderen Club. Anker-Coach Dinalo Christiano Adigo war selbst bei den Schönbergern als Spieler (1999 – 2007) und nach seiner aktiven Fußballerkariere als Trainer (2007 – 2010) tätig. Hier gibt es vielleicht noch eine kleine Rechnung zu begleichen, die Hannes Köhn auf Schönberger Seite auf dem Platz entscheiden könnte. Der 21-jährige spielte von klein auf beim FC Anker und wagte den Schritt vor zwei Jahren. „Für mich ist es schon ein besonderes Spiel. Es ist das erste Mal, dass ich gegen meinen alten Verein spielen werde. Zudem ist das Spiel in Wismar, wo ich seit 21 Jahre lebe und hier Familie und Freunde habe. Im Endeffekt gehe ich aber an dieses Spiel ran wie an jedes andere und hoffe, dass wir das Spiel für uns entscheiden können.“, sagte der noch in Wismar wohnende Abwehrspieler der 95er und untermauerte hinzu: „Ich erhoffe mir ein gutes Spiel meiner Mannschaft und das wir uns endlich mit einen Sieg belohnen und wir eine Runde weiter kommen im Pokal. Für mich persönlich erhoffe ich, dass ich ein gutes Spiel mache und der Mannschaft so gut wie es geht helfen und unterstützen kann.“

Die Wismarer hoffen auf viele Zuschauer. 750 plus x sollen es gerne werden und dann spendiert der Verein in der Halbzeitpause Freibier für alle.

Der Weg beider Teams ins Achtelfinale:

FC Anker Wismar:
Neumühler SV 6:0
TSG Neustrelitz 5:4 n.E.

FC Schönberg 95:
Hagenower SV 2:1 n.V.
Empor Zarrentin 9:0

Sportlich steht der Absteiger aus der Oberliga ganz gut da. Am letzten Wochenende wurde der Tabellenführer MSV Pampow mit 4:0 vor 609 Zuschauern aus dem eigenen Stadion wieder nach Hause geschickt. Verloren hat man erst ein Spiel und zwar gegen den Vorjahresmeister Sievershäger SV (1:3) und beim neugegründeten FC Mecklenburg Schwerin gab es das einzige Unentschieden, welches torlos endete. Im Pokal setzte man sich gegen den amtierenden Landespokalsieger und Regionalligazweiten TSG Neustrelitz nach Elfmeterschießen durch. Das hat man in Schönberg alles mitbekommen und ist gewarnt.

Es wird als ein heißer Tanz für das Team von Schönbergs sportlicher Leiter Sven Wittfot. Er sagte vor der Partie zu HL-SPORTS: „Wir wissen, dass uns mit dem FC Anker Wismar ein Gegner auf Augenhöhe begegnen wird. Wir werden uns von den unterschiedlichen Spielklassen nicht blenden lassen und sehen Wismar auch nicht als „normalen“ Verbandsligisten an, da sie als Absteiger immer noch über das Potential eines Oberligisten verfügen. Unsere Vorbereitung auf das Pokalspiel ist deshalb so ausgerichtet, als wenn wir auf einen Gegner aus der Oberliga treffen würden. Zusätzlich konnten auch wir in den vergangenen Jahren immer wieder erleben, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Anker hat das bereits in der Runde zuvor gegen den Regionalligisten Neustrelitz bewiesen.“

Der FC Schönberg 95 wird mit dem letzten Aufgebot nach Wismar fahren. Verletzungsbedingt fehlen werden Rainer Müller, Marcus Steinwarth, Niwar Jasim, Denny Jeske und Tino Kouventaris. Erst diese Woche ins Training wieder eingestiegen sind die Spieler Sahid Wahab und Kamil Krol nach ihren Grippe-Erkrankungen. Rene Sahmkow wird aufgrund von beruflichen Verpflichtungen ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. Wittfot dazu: „Trotzdem werden wir mit einer schlagkräftigen Truppe nach Wismar reisen und wollen natürlich in die nächste Runde einziehen.“

Zum Pokalspiel gegen den FC Anker Wismar am Samstag hat der FC Schönberg 95 einen Fan-Bus organisiert. Für 12 Euro (inklusive Eintrittskarte) können alle fußballbegeisterten Anhänger der Maurine-Kicker die Reise nach Wismar antreten. Abfahrt vom PALMBERG-Stadion ist am Spieltag um 12.15 Uhr. Die Rückfahrt ist für 16.30 Uhr geplant. Anmeldungen nimmt das Sportbüro des FC Schönberg 95 (Telefon 038828/21667) entgegen.

Das letzte Aufeinandertreffen fand im Juli 2012 zur Saisonvorbereitung statt. Da gewannen die Schönberger mit 3:1.


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