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14.03.2013, 14:27 Uhr  //  Politik

Gegen Sparpolitik und Jugendarbeitslosigkeit

Gegen Sparpolitik und Jugendarbeitslosigkeit
 rkr (Bild) GEW (Text) // www.snaktuell.de


Frankfurt a.M. – Für einen Kurswechsel in der Finanzpolitik Europas hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ausgesprochen. „Mit der knallharten Sparpolitik wird Europa kaputt gemacht. Die Sparkommissare treffen insbesondere die jungen Menschen. Die Jugendarbeitslosigkeit ist schon jetzt alarmierend hoch“, unterstrich GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Donnerstag in Frankfurt a.M. mit Blick auf die Aktionstage des Europäischen Gewerkschaftsbundes. Er setze sich „für einen Kurs, der sich auf die Grundlagen eines sozialen und demokratischen Europas besinnt“ ein. Der GEW-Vorsitzende verlangte dringend „gezielte Impulse für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung“.

Thöne schlug einen „Zukunftsinvestitionsfonds“ vor, den die Reichen in Europa aus einer Abgabe auf hohe Vermögen speisen sollten: „Mit diesem Geld könnten die Gesellschaften in Europa aus der Krise herauswachsen. Die Menschen hätten wieder eine Perspektive, gerade die Jugend. In Griechenland und Spanien ist jeder zweite Jugendliche arbeitslos: Das ist ein Skandal! Die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist nicht allein das Problem der betroffenen Länder, sondern der gesamten Staatengemeinschaft. Wir können diese Fragen nur lösen, wenn wir gemeinsam und vor allem solidarisch handeln.“

Info: Der Europäische Gewerkschaftsbund hat im Vorfeld des Treffens der EU-Staats- und Regierungschefs am 14./15. März in Brüssel zu zwei Aktionstagen am 13. und 14. März aufgerufen. Im Mittelpunkt dieser Aktionen stehen die jungen Menschen in Europa. Sie sind stärker als andere Altersgruppen von Arbeitslosigkeit betroffen und leiden am meisten unter der Krise und den Sparmaßnahmen der Euro-Staaten. Jeder fünfte Mensch in Europa, der jünger als 25 Jahre ist, hat keinen Arbeitsplatz. In Spanien und Griechenland ist weit über die Hälfte der Jugendlichen erwerbslos, gefolgt von Portugal, Italien und Irland mit rund 35 Prozent. Knapp 30 Prozent der jungen Menschen in Zypern, Bulgarien oder der Slowakei haben keine Arbeit.

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