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07.03.2014, 15:56 Uhr  //  Stadtgeschehen

Rund 53.000 Haushalte bekommen 2015 schnelleres Internet in Schwerin

Rund 53.000 Haushalte bekommen 2015 schnelleres Internet in Schwerin
 cm (Bild) LH Schwerin (Text) // snaktuell.de


Schwerin - Die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Schwerin können im Jahr 2015 mit Hochgeschwindigkeit über die weltweite Datenautobahn fahren. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung wird je nach Entfernung zum Schaltgehäuse bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download erreichen.

Den VDSL-Ausbau (Very High Speed Digital Subscriber Line) für rund 53.000 Haushalte haben die Landeshauptstadt Schwerin und die Deutsche Telekom sowie die Bürgermeister der Umlandgemeinden Plate, Brüsewit und Seehof in dieser Woche mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung besiegelt.

Auch Plate, Seehof und Brüsewitz profitieren

Vom Netzausbau profitieren neben allen Bereichen der Landeshauptstadt auch die umliegenden Gemeinden Brüsewitz mit dem Ortsteil Herrensteinfeld, Plate mit dem Ortsteil Consrade und Seehof mit dem gleichnamigen Ortsteil.

„Ich freue mich sehr, dass die Deutsche Telekom auch unsere Stadt in ihre Breitbandoffensive für Deutschland aufgenommen hat und wir als eine der ersten von diesem Ausbauprogramm profitieren werden. Das ist ein wichtiges Signal für unseren Wirtschaftsstandort: Mit dem Ausbau des schnellen Internet werden die Stadt Schwerin und die Umlandgemeinden Seehof, Consrade und Herren Steinfeld ihre Standortbedingungen gerade für die kleinen und mittelständischen Unternehmen erheblich verbessern und günstigere Voraussetzungen für Neuansiedelungen schaffen“, sagte Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Die Stadtverwaltung hat zur Umsetzung des Netzausbaus eigens eine Arbeitsgruppe gebildet, um gegenüber der Telekom als einheitliche Ansprechpartnerin zu agieren.

Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen der Landeshauptstadt,den Umlandgemeinden und der Telekom Deutschland GmbH werden die Voraussetzungen geschaffen, um die notwendigen Arbeiten sowohl bei den Kommunen als auch bei der Telekom zu organisieren. Dabei sind insbesondere die Bereiche Bau und Liegenschaften, Denkmalschutz und die Stadtwerke in diese Arbeiten involviert. So müssen allein 260 Kabelverzweiger der Telekom mit neuer Übertragungstechnik ausgerüstet werden. Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten auf Hochtouren.

„Wenn alle Arbeiten planmäßig ausgeführt werden, können die ersten Bürgerinnen und Bürger bereits zum Jahreswechsel 2014/2015 das High-Speed-Internet der Telekom nutzen“, so der Geschäftsführer des städtischen IT-Dienstleisters SIS GmbH  Matthias Effenberger, der die Offensive für das schnelle Internet gemeinsam mit dem Breitbandkompetenzzentrum MV beim Zweckverband Elektronische Verwaltung im Auftrag der Stadt Schwerin begleitet.

Landeshauptstadt unterstützt Millionen-Investition

Der Netzausbau in Schwerin ist Teil der Telekom-Breitbandoffensive „Integrierte Netz-Strategie“: Bis Ende 2015 wird das Unternehmen rund zwölf Milliarden Euro in die Infrastruktur in Deutschland investieren und damit Millionen von Haushalten schnellere Internet-Anschlüsse bieten. Die Kosten für den Ausbau in Schwerin trägt die Telekom. Schwerin hat zugesagt, die notwendigen Genehmigungen für den Ausbau zeitnah zu erteilen. „Die Landeshauptstadt wird die Deutsche Telekom bei der Umsetzung der geplanten Millioneninvestition nach Kräften unterstützen“, so die Oberbürgermeisterin. Um die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt noch besser versorgen zu können, wird die Deutsche Telekom über 120 Kilometer Glasfaser- und Kupferleitungen neu verlegen und über 250 neue Schaltverteiler aufbauen oder vorhandene Schaltverteiler erweitern.

Eine zukunftsfähige Breitbandversorgung ist in zunehmendem Maße ein fundamentales Kriterium für die Standortwahl eines Unternehmens und tatsächlich auch ein Kriterium für die Auswahl des Wohn- und Arbeitsortes in der Region. Auch Kommunalverwaltungen werden, gerade in Verbindung mit den neuen Personalausweisen, ihre Behördendienstleistungen nach und nach stärker über das Internet anbieten.

„Wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger Internetanschluss ist, deshalb treibt die Deutsche Telekom seit Jahren den Breitband-Ausbau nach Kräften voran“, sagt Angela Gross, Leiterin des Infrastrukturvertriebes der Telekom in Mecklenburg-Vorpommern. „Breitbandanschlüsse ermöglichen das rasche Herauf- und Herunterladen von Daten und die Nutzung des Telekom-Produkts Entertain, das drei Leistungen bündelt: schneller Internetzugang, Telefon-Flatrate und interaktives, hochauflösendes Fernsehen.“

Drei Schritte zum schnellen Internet

Die Telekom wird bis Ende 2016 die Zahl ihrer VDSL-Anschlüsse von 12 auf 24 Millionen erhöhen und außerdem das Tempo im VDSL-Netz beim Herunterladen auf maximal 100 MBit/s verdoppeln und beim Heraufladen von 10 auf 40 MBit/s sogar vervierfachen. Gerade das Heraufladen wird immer wichtiger. Die Menschen nutzen das Internet heute aktiv. Sie teilen ihre Texte, Fotos und Videos übers Netz.

Um das schnelle Internet zu realisieren, sind drei Schritte notwendig: Erstens, auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteilerkasten wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium der Welt. In Glasfaser können Daten in Lichtgeschwindigkeit übertragen werden.

Zweitens, die Verteilerkästen werden so über das Ausbaugebiet verteilt, dass die Entfernung zwischen Kunde und Verteilerkasten möglichst gering ist. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am Verteilerkasten wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit. Er ist prall gefüllt mit hochmoderner Technik und den Zugänge zum Internet aller Kunden, die in der näheren Umgebung wohnen. In ihm wird das Signal vom Glasfaserkabel auf eine Kupferleitung übergeben.

Drittens, auf der Kupferleitung, die vom Verteilerkasten zum Kunden führt, kommt Vectoring-Technik zum Einsatz: Sie macht den Daten auf dem Kupferkabel Beine, denn sie beseitigt die elektromagnetischen Störsignale, die es zwischen Kupferleitungen gibt. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.

Über dieses Netz können die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt in Zukunft nicht nur ruck zuck im Internet surfen und telefonieren, sondern auch fernsehen. Auch zeitversetztes Fernsehen ist dann möglich.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich in Kürze auf der Internetseite www.telekom.de/schneller und auf der kostenfreien Hotline 0800 330 3000 über Angebote und Ansprechpartner informieren.


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