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04.06.2014, 14:17 Uhr  //  Stadtgeschehen

Trickbetrüger am Telefon immer dreister- Masche immer komplexer und raffinierter

Trickbetrüger am Telefon immer dreister- Masche immer komplexer und raffinierter
 SN-Aktuell (Bild) POL-LWL (Pressemitteilung) (Text) // presseportal.de


Hagenow/ Ludwigslust- Parchim (ots) - Die Masche der Trickbetrüger wird zunehmend  dreister und ist für potentielle Opfer immer schwieriger zu durchschauen. Jetzt ist der Polizei ein Fall aus der Region Hagenow bekannt geworden, bei dem sich die Betrüger am Telefon als Staatsanwalt und später als vertrauenswürdiger Rechtsanwalt aus der hiesigen Region ausgaben, die für die angebliche Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gegen Familienangehörige die Überweisung von mehreren Tausend Euro verlangten. Da die nicht leichtgläubigen Opfer dem ersten Anrufer, der sich als Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Frankfurt ausgab, die Geschichte  von dem vermeintlichen Ermittlungsverfahren zunächst nicht glaubten, fragten die Betrüger gezielt nach dem Rechtsanwalt der Familie, dem sie die angeblichen Original- Aktenunterlagen zu diesem Verfahren zur Einsicht zusenden wollen. So erhielten die Betrüger am Telefon Kenntnis über Namen und Ort des hiesigen Rechtsanwaltes der Familie.

Von den  späteren Geschädigten unbemerkt, beschafften sich die Täter nun Anschrift und Telefonnummer der hiesigen Anwaltskanzlei und riefen damit erneut bei den Opfern an. Durch elektronische Manipulation erschien im Display des Telefons der Opfer nun die Telefonnummer der richtigen Anwaltskanzlei aus der Region, der Mann am Telefon gab sich als bekannter und vertrauter Anwalt der Familie aus. So gelang es dem Anrufer, nach und nach alle Zweifel, die die Opfer an der Glaubwürdigkeit eines tatsächlichen Ermittlungsverfahrens hegten, zu zerstreuen. Es kam schließlich nach Drängen des vermeintlichen Anwaltes zur Überweisung von über 3.600 Euro auf ein ausländisches Konto. Erst nach der Geldüberweisung und nach dem Rückruf bei der tatsächlichen Anwaltskanzlei, flog der Schwindel auf. Die Polizei warnt vor dieser komplexen und professionellen Masche, mit der die Täter vermutlich weiterhin ahnungslose Menschen am Telefon bedrängen könnten. Grundsätzlich

gilt: Ermittlungsbehörden werden Zahlungsaufforderungen nie am Telefon einfordern. Im Zweifelsfall: Telefonat beenden, Rückruf bei der richtigen Behörde oder beim Anwalt, um den Vorfall lückenlos zu klären. Ist man trotz aller Sorgfalt Opfer von Betrügern geworden:

Sofort mit dem eigenen Geldinstitut in Verbindung setzen, um die Geldüberweisung (soweit es noch geht) rückgängig zu machen.

Anschließend sollte sofort die Polizei einschaltet werden.


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