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14.08.2014, 22:30 Uhr  //  Kultur

Glanzvolles musikalisches Finale auf dem Landgestüt Redefin

Glanzvolles musikalisches Finale auf dem Landgestüt Redefin
 Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gGmbH (Bild) + (Text) // www.snaktuell.de


Ludwigslust-Parchim - Am Samstag, den 23. August um 18:00 Uhr haben Besucher für diesen Sommer die letzte Chance ein mitreißendes Konzert in der sommerlich-ländlichen Atmosphäre des Landgestüts Redefin zu erleben. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern laden zum letzten Picknick- Konzert dieser Saison. Begleitet von der Dresdner Philharmonie unter der Leitung ihres Chefdirigenten Michael Sanderling wird die Festspielpreisträger und herausragende Geigerin Julia Fischer das Violinkonzert von Brahms zum Besten geben. Danach spielt das Orchester die 7. Sinfonie von Beethoven. Ab 13:00 Uhr gibt es die Möglichkeit sich auf dem weitläufigen Gelände des Landgestüts bei einem Picknick auf das Konzert einzustimmen, um 16:00 Uhr präsentiert das Landgestüt eine Pferdeshow. Während des Konzerts wird eine Kinderbetreuung angeboten. Für das Konzert gibt es noch Karten, im Vorverkauf unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 5918585, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Tageskasse, die um 12:00 Uhr öffnet.

Brahms einziges Violinkonzert entstand im Sommer 1878 und gehört zu den wichtigsten Konzerten dieser Gattung. Während der Entstehungszeit war Brahms in regem Kontakt mit dem Geiger Joseph Joachim, da er selbst als Pianist nicht über die nötige Kenntnisse und Erfahrungen im Violinenspiel verfügte. Zusammen brachten sie das Werk ein Jahr nach seiner Entstehung im Gewandhaus in Leipzig zur Uraufführung. Zur damaligen Zeit galt es unter Geigern als nahezu unspielbar und noch heute gehört es aufgrund seiner anspruchsvollen Virtuosität und musikalischen Schönheit zu den bedeutendsten Werken im Repertoire für die Geige. Die 7. Sinfonie von Beethoven entstand in den Jahren 1811-12. Zur Uraufführung kam sie ein Jahr später unter der Leitung des Komponisten im Rahmen eines Benefizkonzerts zugunsten der antinapoleonischen Kämpfer in der Universität in Wien. Die Kritik fiel ausgesprochen positiv aus, wobei besonders der 2. Satz besonderen Anklang fand.

Julia Fischer gewann 1997 den Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und prägte die Saison 2007 als Preisträgerin in Residence. Heute gehört sie zu den führenden Violinvirtuosen weltweit und bringt ihre künstlerische Vielfältigkeit nicht nur als Geigerin, sondern auch als Pianistin, Kammermusikerin und Leiterin solch bedeutender Ensembles wie der Academy of St Martin in the Fields zum Ausdruck. Mit gerade einmal vier Jahren begann für die 1983 in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern der künstlerische Weg, ihren ersten Klavierunterricht bekam sie von ihrer Mutter Viera Fischer. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin von der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco unterrichtet. Im Herbst 2011 übernahm sie deren Nachfolge und ist seitdem selbst Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in München. Neben ihrer Leidenschaft für das Unterrichten steht aber nach wie vor die Konzerttätigkeit im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Julia Fischer ist regelmäßig bei den besten Orchestern der Welt zu Gast. 2011 gab sie bei den Salzburger Osterfestspielen ein „vorzügliches Philharmoniker-Debüt“ (Salzburger Nachrichten) mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. Im Mai 2013 war sie erstmals bei den Wiener Philharmonikern zu Gast und brachte sowohl das Beethoven-Konzert wie auch das Violinkonzert von Esa-Pekka Salonen unter Leitung des Komponisten zur Aufführung. Außerdem ging sie im Frühjahr 2013 zunächst mit dem National Symphony Orchestra unter Leitung von Christoph Eschenbach und anschließend mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter Leitung von David Zinman auf Tournee.

Michael Sanderling, geboren und ausgebildet in Berlin, ist einer der herausragenden Dirigenten der jüngeren Generation. Seinem Debüt bei der Dresdner Philharmonie im Jahre 2005 folgte der Beginn einer regelmäßigen intensiven künstlerischen Zusammenarbeit. Zu Anfang der Saison 2011/12 wurde Michael Sanderling zum Chefdirigenten dieses Traditionsorchesters ernannt. Michael Sanderling begann seine musikalische Ausbildung auf dem Violoncello. Nach mehreren Wettbewerbserfolgen (ARD-Musikwettbewerb München, Bach-Wettbewerb Leipzig, Maria-Canals-Wettbewerb Barcelona) holte ihn Kurt Masur mit 19 Jahren als Solocellisten an das Gewandhausorchester Leipzig. Später war er über viele Jahre in der gleichen Position beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin tätig. Er gastierte als Solist bei bedeutenden Orchestern in Europa und den USA vom Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks über das Orchestre de Paris bis zum Boston Symphony Orchestra. 2010 gründete er in Frankfurt am Main mit „Skyline Symphony“ ein Orchester, in dem sich projektweise Spitzenmusiker führender europäischer Orchester zusammenfinden, um auf dem Campusgelände der Goethe-Universität klassische Musik ohne Schwellen- oder Berührungsängste für ein jüngeres Publikum anzubieten.

Mit der Gründung der Dresdner Philharmonie 1870, die aus der städtischen Ratsmusik hervorging, nahm die bürgerliche Musikkultur der Stadt einen neuen Aufschwung und ihre Orchesterkonzerte im sogenannten „Gewerbehaussaal“verliehen dem öffentlichen Konzertwesen eine neue Qualität. In dieser Tradition steht die Dresdner Philharmonie noch heute: Als Orchester der Stadt fühlt sie sich einem vielfältigen Publikum gegenüber verpflichtet. Neben der Pflege des klassisch-romantischen Kernrepertoires hat sich die Dresdner Philharmonie durch ihre Geschichte hindurch auch immer dem zeitgenössischen Musikschaffen geöffnet und leistet bis heute hierzu ihren Beitrag. Renommierte Dirigenten und Solisten waren regelmäßig bei der Dresdner Philharmonie zu Gast. Waren es in den früheren Jahren u. a. Johannes Brahms, Peter Tschaikowsky, Antonín Dvorák und Richard Strauss, die ihre eigenen Werke aufführten, so arbeitet sie in letzter Zeit mit Gastdirigenten wie Marc Albrecht, Dennis Russell Davies, Miguel Harth-Bedoya, Kristjan Järvi, Michail Jurowski, Dmitri Kitajenko, Yakov Kreizberg, Sir Neville Marriner, Wayne Marshall, Kurt Masur, Simone Young u. a. Mit ihrem Chefdirigenten Michael Sanderling, der seit 2011/12 das Orchester leitet, reist die Dresdner Philharmonie in dieser Saison in die USA, nach Japan und zu den bedeutenden Zentren Mitteleuropas.

Seit 1999 veranstalten die Festspiele MV Konzerte in der wiedererrichteten Reithalle des historischen Landgestüts Redefin. Bereits 1710 existierte hier ein landesherrschaftliches Gestüt, das den Marstall des Schweriner Herzoghauses mit edlen Pferden belieferte. Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin richtete dann das Landgestüt im Jahr 1812 zum Zwecke der Verbesserung der Pferdezucht ein. Über viele Jahre lieferte Mecklenburg dem Landgestüt Celle hoch im Blut stehende Hengste, die in Hannover teilweise zu Linienbegründern wurden. Heute sind neben der Hengsthaltung die Hengst- und Leistungsprüfungen, die Landesreit- und Fahrschule, die Berufsausbildung zum Pferdewirt und die traditionellen Redefiner Hengstparaden Aufgaben des Landgestüts. Die einmalig schöne Anlage ist darüber hinaus aber auch Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr in der „Griesen Gegend“.

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