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01.10.2014, 17:29 Uhr  //  Stadtgeschehen

Mittelalterliches Markttreiben zu Ehren eines alten Brauches

Mittelalterliches Markttreiben zu Ehren eines alten Brauches
 STADTMARKETING Gesellschaft Schwerin mbH (Bild) + (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Mit einem dreitägigen, mittelalterlichen Spektakel wird in Schwerin vom 7. bis zum 9. November wieder die Ankunft des Lübecker Martensmannes gefeiert. Der Martensmarkt geht zurück auf einen mittelalterlichen Brauch zwischen den Schweriner Herzögen und der freien Reichs- und Hansestadt Lübeck.

Gaukler, Händler und ein großes Fass Wein: Beim mittelalterlichen Markttreiben vom 7. bis zum 9. November zu Ehren des hansestädtischen Gesandten bieten Händler Holz-, Filz- und Keramikarbeiten an historischen Ständen feil, Tavernen laden zum Aufwärmen ein, Knappen und Edelleute, Mägde und Ritter, Gaukler und Tänzer mischen sich unter das Volk, auf der Bühne erklingt mittelalterliche Musik und in imposanten Schalen flackert ein heimeliges Feuer. Am Freitag um 17.30 Uhr wird der Martensmarkt feierlich eröffnet und stimmen sich die Kleinsten mit Liedern ein, bevor sie 18 Uhr zum traditionellen Laternenumzug starten. Das anschließende Lagerfeuer mit Knüppelkuchen lässt Kinderaugen leuchten. Am Sonntag wartet alles auf die Ankunft des Martensmannes um 14 Uhr. Dann bahnen sich die Pferde mit ihrer Fracht den Weg durch die tausenden Schaulustigen, kurze Zeit später wird das riesige Fass, gefüllt mit „Rotspon“, angestochen. Der Ausschank an die Bürger und Besucher der Stadt ist der alljährliche Höhepunkt des dreitägigen Martensmarktes in der Landeshauptstadt.

Dieses Fest hat eine lange Tradition. Mehr als 700 Jahre ist es her, dass sich der Lübecker Martensmann zum ersten Mal auf den beschwerlichen Weg zum Herzog zu Mecklenburg nach Schwerin begab. Schon damals führte der Lübecker Bote Wein als Freundschaftsbeweis an den Adligen und seine Untertanen mit. Den ungewöhnlichen Namen erhielt der mitgebrachte Tropfen von Lübecker Kaufleuten, die das edle Getränk im Mittelalter aus Frankreich importierten und ihn in den eigenen Kellern reifen ließen. „Spon“ ist das niederdeutsche Wort für Holzspan, „Rotspon“ meint also Rotwein aus Holzfässern. Der Brauch erlosch im Jahr 1817 und wurde 1991 auf Initiative des damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Björn Engholm, neu belebt. Seitdem feiert die Landeshauptstadt Schwerin alljährlich den Empfang mit einem spektakulären Jahrmarkt.

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