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23.12.2014, 15:15 Uhr  //  Stadtgeschehen

Neuansiedlung in Schwerin–Folienveredeler will im Industriepark bauen

Neuansiedlung in Schwerin–Folienveredeler will im Industriepark bauen
 Rainer Cordes (Bild) Ministerium f. Wirtsch.,Bau,Tourismus (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin siedelt sich das Unternehmen FVH Folienveredelung Hamburg GmbH & Co. KG an. Geplant ist im Industriepark Schwerin die Errichtung einer Betriebsstätte zur Herstellung von Regranulaten durch Recycling von Folienabfällen. „Es entstehen in der ersten Ausbaustufe 40 neue Arbeitsplätze. Längerfristig sind über 100 Arbeitsplätze am Standort geplant. Mich freut besonders, dass dies Jobs im für unser Land wichtigen Bereich des verarbeitenden Gewerbe sind“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag in Schwerin.

Recyclinganlage für Kunststoffabfälle entsteht

Die FVH plant die Errichtung einer Recyclinganlage, bei der aus Polyethylen bestehende Kunststoffabfälle nach einem innovativen Verfahren, dem HydroDyn-System, gereinigt werden. Die Kunststoffabfälle werden in einem geschlossenen Wasserkreislauf so gereinigt, dass sie annähernd die Qualität von originären aus Erdöl gewonnenen Rohstoffen erreichen. Die Recyclingtechnologie HydroDyn-System ist ein neuartiges patentiertes Verfahren, mit dem auf Kunststoff anhaftenden Papieraufkleber und andere Verschmutzungen ohne Einsatz von Chemikalien entfernt werden können. Im Ergebnis werden hochwertige Polyethylen-Granulate (PE-Granulate) aus Folienabfällen gewonnen. Diese Granulate werden als Rohstoff beispielsweise für die Herstellung von Folien, Kunststoffrohren oder Kunststoffplatten für die Landwirtschaft verwendet.

„Im Industriepark soll im ersten Schritt eine Produktionshalle mit Waschtechnik von etwa 90 Metern Länge sowie ein Rohstofflager entstehen“, so Glawe weiter. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 18,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 6,8 Millionen Euro.

Entscheidung für Schwerin

„Die Standortentscheidung für Schwerin fiel aufgrund der optimalen Lage zwischen Hamburg und Berlin. Die Region bietet die Nähe zu unseren Rohstoffen, nämlich Abfälle von Folien vor allem aus dem Verpackungsbereich. Wir freuen uns, dass wir Dank der Unterstützung von Politik und Wirtschaftsförderung im Industriepark eine Fläche gefunden haben, die genau unseren Bedürfnissen entspricht“, erklärte Michael Hofmann, Geschäftsführer der FVH Folienveredelung Hamburg GmbH & Co KG.

Weiter um Investoren werben - Standortvorteile besser betonen

Die Ansiedlung ist in Zusammenarbeit des Wirtschaftsministeriums mit der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Invest in MV und der Stadt Schwerin entstanden. „Dies ist Beleg für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Standortvorteilen zählen unter anderem maritime Gewerbeflächen, Standorte in Hochschulnähe, Gewerbeflächen in verkehrsgünstiger Lage sowie attraktive Lagen für touristische Investitionen. Wir müssen noch deutlicher zeigen, was unser Land gegenüber anderen für zukünftige Investitionen besonders auszeichnet. Die Nähe zu den Hauptverkehrsadern oder die Premiumlage an der Kaikante zählen dazu. Im kommenden Jahr wird das Standortmarketing aufgestockt“, sagte Glawe abschließend. Dafür stehen von 2015 bis 2020 drei Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zusätzlich zur Verfügung.

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