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14.01.2015, 20:59 Uhr  //  Stadtgeschehen

„Ein Reich–zwei Leben: Anne Frank und Winfried Petersen“ im Stadthaus

„Ein Reich–zwei Leben: Anne Frank und Winfried Petersen“ im Stadthaus
 rkr (Bild) LHS (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Um das Großwerden in einer erschreckenden Zeit geht es in der Ausstellung  „Ein Reich – zwei Leben“, die am 14. Januar im Rondell des Stadthauses von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow eröffnet wurde. Die Ausstellung stellt den Werdegang zweier Heranwachsender im Nationalsozialismus gegenüber -  der  im Jahre 1929 geborenen Anne Frank und des nur ein Jahr älteren Schweriner Schülers Winfried Petersen. Die Ausstellungentstand für das Festival „Verfemte Musik“ und  knüpft an ein Theaterprojekt des Schweriner Gymnasiums  Fridericianum über Anne Frank an. „Die Ausstellung und das Stück gehen unter die Haut. Sie sind vor allem für jungen Menschen ein Angebot, sich anhand konkreter Biografien mit Geschichte auseinanderzusetzen“, so Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

Zwei Leben treten hier in einen Dialog. Auf der einen Seite steht Anne Frank, die durch ihr hinterlassenes Tagebuch Weltruhm erlangte. Auf der anderen Seite steht Winfried Petersen, der Schüler des Fridericianums gewesen ist, später Domkantor wurden und heute im Ruhestand in der Landeshauptstadt lebt.

Erarbeitet wurde die Ausstellung von Stefanie Schliebe und Jakob Schwichtenberg, Studierenden der Universität Rostock und der Hochschule für Musik und Theater Rostock. „Es gibt Gemeinsamkeiten und Trennendes in den Lebensgeschichten der beiden Menschen, die fast im gleichen Jahr geboren sind. Uns war es wichtig, das Heranwachsen im Nationalsozialismus ganz konkret in Schwerin zu verorten. Anne Franks Tagebuch ist ein unerschütterliches Dokument der Verbrechen der NS-Diktatur, aber es ist nicht das Einzige. Diese Ausstellung möchte dazu Anstoß geben, das kommunikative Gedächtnis der noch lebenden Zeitzeugen zu erfragen und aufzuzeichnen“, so Ausstellungsmacher Jakob Schwichtenberg, der der Neffe Winfried Petersen ist.

Die Ausstellung  „Ein Reich – zwei Leben“ findet anlässlich des bundesweiten Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) statt. Sie ist bis zum 30. Januar 2015 im Rondell 2. Etage des Stadthauses zu sehen. Das Besucherbuch ist dem Tagesbuch der Anne Frank nachempfunden und liegt im Foyer aus. Hier können Besucher ihre Gedanken  zur Ausstellung niederscheiben.

Eine Wiederaufführung des Theaterstücks über Anne Frank findet am 23. Januar 2015 um 12.30 Uhr in der Aula des  Schweriner Gymnasiums  Fridericianum statt. Interessierte  Schweriner sind herzlich dazu eingeladen und können sich telefonisch unter 5451002 anmelden.

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