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06.04.2013, 12:03 Uhr  //  Stadtgeschehen

Kalter März und reichlich Schnee – im Osten und Norden viele Rekorde

Kalter März und reichlich Schnee – im Osten und Norden viele Rekorde
 dwd (Bild) dwd (Text) // dwd.de


Offenbach – Nach recht mildem Beginn geriet Deutschland am Süd-rand eines ausgedehnten, kräftigen Hochs über Nordeuropa in den Zustrom teilweise sehr kalter, arktischer Luftmassen. Diese bescherten vor allem dem Osten und Norden Stationsrekorde am Fließband hinsichtlich Kältegraden und Schneemengen. Lediglich der Süden und die Mitte Deutschlands erlebten zeitweise einen Hauch von Frühling. Insgesamt also ein deutlich zu kalter März, mit wenig Niederschlag aber fast durchweg überdurchschnittlicher Sonnenscheindauer. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Anfangs frühlingshaft mild, später teilweise bitterkalt und Dauerfrost

Die Durchschnittstemperatur für Deutschland lag mit 0,2 Grad Celsius (°C) um 3,3 Grad tiefer als der Klimawert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die negative Abweichung sogar 4,1 Grad. Damit gehörte der März 2013 bundesweit zu den sechs kältesten März-monaten seit Messbeginn 1881. Nach mildem Beginn folgte ein jäher Temperatursturz. So meldete der Flughafen Düsseldorf am 6. mit 20,2°C noch einen neuen positiven Dekadenrekord und damit auch das bundesweite Monatsmaximum, sieben Tage später waren es nur noch -11,9°C. Der strengste Frost des Monats trat am 16. in Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -21,3°C auf. Mitte März und dann am 22. und 23. nochmals kam es vor allem im Norden und Osten Deutschlands an vielen Messstellen zu einer Flut von Kälterekorden. Coschen, südlich von Eisenhüttenstadt, meldete am 24. einen Dekadenrekord von -18,9°C. Wiesenburg, südwestlich von Potsdam, registrierte 15 Tage mit Dauerfrost. Erst die sog. Feinanalyse des DWD zum Monatsende wird genauer zeigen, wo neue länderweite Negativrekorde aufgestellt wurden.

Gebietsweise dauerhafte Schneedecke, dennoch deutlich zu trocken

Der März verfehlte mit etwa 36 Litern pro Quadratmeter (l/m²) sein Klimasoll von 57 l/m² recht deutlich. Die Niederschläge fielen im Nordosten fast ausschließlich als Schnee. Das kleinräumige, aber sehr wetterwirksame Tief „Xaver“ überquerte am 12. Deutschland von West nach Ost und hinterließ verbreitet eine geschlossene und - bedingt durch die tiefen Temperaturen - auch eine langlebige Schneedecke. So befand sich Berlin seit dem 10. unter Schnee, wobei die Höhe in der letzten Dekade bis 20 cm reichte. Solche Höhen im letzten Märzdrittel hat es dort seit 1892 nicht mehr gegeben.

Sonnenscheinbilanz fast überall positiv

In Deutschland lag die Sonnenscheindauer im März 2013 mit etwa 124 Stunden um 12 Prozent über dem Klimasoll von 111 Stunden. Am längsten zeigte sich die Sonne in Grünow, nordöstlich von Berlin, mit rund 190 Stunden. Schlusslicht war Rheinfelden am Hochrhein mit etwa 90 Stunden.

Mecklenburg-Vorpommern: Bei durchschnittlich -0,8 °C (2,9°C) zeigte sich Mecklenburg-Vorpommern im März 2013 mit einer Niederschlagsmenge von 25 l/m² (41 l/m²) als eine vergleichsweise trockene und mit 158 Stunden (114 Stunden) als die sonnenscheinreichste Region Deutschlands. In Laage, südöstlich von Rostock, wurde am 20. eine Schneehöhe von 27 cm gemeldet. Auf Rügen türmten sich am 22. bei stürmischem Ostwind die Schneeverwehungen bis zu anderthalb Meter auf.

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