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28.01.2015, 09:04 Uhr  //  Stadtgeschehen

Einsatz der Städtebauförderung ohne Landesmittel undenkbar

Einsatz der Städtebauförderung ohne Landesmittel undenkbar
 POL-HAM (Bild) LHS (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Schwimmhallenneubau, Erweiterung des Goethe-Gymnasiums, Erneuerung der Hamburger Allee, Sanierung der Schelfstraße  -  die Landeshauptstadt Schwerin  hat im  vergangenen Jahr zusammen mit der EGS Entwicklungsgesellschaft mbH als treuhänderische Sanierungsträgerin erneut zahlreiche Projekte und Maßnahmen in Schwerin  realisiert. „Insgesamt rund 12 Millionen Euro wurden 2014 für Planungs- und Baumaßnahmen in der Landeshauptstadt mit Unterstützung des Landes eingesetzt“, bilanziert Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

Den größten Anteil machten im vergangenen Jahr Mittel für den Bau der Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch aus, die nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren planmäßig am kommenden Donnerstag an die Öffentlichkeit übergeben wird. 2014 flossen insgesamt Mittel von ca. 4,7 Mio. Euro in dieses Vorhaben.

Auch der Erweiterungsbau des Goethe-Gymnasiums gehört zum Bereich der Gemein-bedarfs- und Folgeeinrichtungen. Der dreigeschossige Erweiterungs-Neubau des Musik-Gymnasiums soll bis Sommer 2016 fertig gestellt werden. Hierfür wurden die ersten Gewerke bereits im Frühjahr 2014 ausgeschrieben, Abbrucharbeiten erfolgten im Sommer, die Grundsteinlegung fand im vergangenen Dezember statt.

So flossen im vergangen Jahr für dieses Vorhaben Fördermittel in Höhe von knapp 1 Million  Euro. Alle weiteren Bauarbeiten werden in 2015 und im ersten Halbjahr 2016 erfolgen. Die Baufertigstellung ist für Sommer 2016 vorgesehen.

Auf etwa 6500 Quadratmetern werden neben Klassen- und Gruppenräumen ein Ganztagesschulbereich mit Bibliothek, ein Klausurraum, ein Verwaltungsbereich, eine Cafeteria sowie weitere Fachräume entstehen. Auch von der Öffentlichkeit nutzbare Musiksäle sind geplant. Ein neues Foyer am Haupteingang wird als Bindeglied zwischen Alt- und Neubau dienen. Laut Förderbescheid des Wirtschaftsministeriums erhält die Stadt hierfür rund fünf  Millionen Euro aus der Städtebauförderung.

Für den Bereich der Erschließungsmaßnahmen wurden in der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr Mittel von insgesamt 2,68 Mio. Euro verbaut. Die wesentlichen Maßnahmen waren hier die Erneuerung der Hamburger Allee, die mit rund 1 Mio. Euro Fördermittel plangemäß fertig gestellt werden konnte, sowie der 1. BA der Wittenburger Straße. Hier wurden fast 420.000 Euro an Fördergeldern eingesetzt. Darüber hinaus konnten die Maßnahmen Uferweg an der Brauerei und der Hafenpromenade, in der Schelfstraße, der Bergstraße und Gehweg der Pilaer Straße realisiert werden.

Investitionsvolumen von 8,2 Mio in diesem Jahr

„Im Hinblick auf das Jahr 2015 geht die EGS davon aus, dass der Landeshauptstadt Schwerin ein Investitionsvolumen von etwa 8,2 Millionen Euro zur Verfügung steht“, so der Geschäftsführer der EGS Robert Erdmann. Neben dem Erweiterungsbau des Goethe-Gymnasiums wird in diesem Jahr der Neubau der Brücke in der Wittenburger Straße erfolgen. Hier wird die 1968 errichtete Spannbetonbrücke über die stark befahrene Bahnstrecke ersetzt. Baubeginn ist für März 2015 geplant, die Fertigstellung für Ende des Jahres.

„Wichtige private Gebäudesanierungen werden ebenfalls von der Stadt begleitet und mit Fördermitteln unterstützt“, erklärt Andreas Thiele, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung in der Landeshauptstadt. So konnte beispielsweise eines der ältesten Fachwerkgebäude der Stadt, die Puschkinstraße 20, wieder nutzbar gemacht werden. Ein privater Investor erwarb das historische Fachwerkgebäude von der Stadt und sanierte es anschließend originalgetreu mit Unterstützung aus der Städtebauförderung. Ende 2014 konnte das sanierte Wohngebäude wieder bezogen werden.

Außerdem werden im Rahmen baukultureller Aktivitäten sogenannte Gutachterverfahren mit privaten Bauherren durchgeführt, um eine attraktive Gestaltung der Fassaden in der Innenstadt zu erreichen. Stadt, Land und Architektenkammer M-V tragen diese „Initiative Neues Wohnen in der Innenstadt“ gemeinsam  und erreichen somit, dass die neu bebauten Baulücken in Schwerin eine architektonische Bereicherung darstellen.

„Die Landeshauptstadt Schwerin Stadt nutzt ihre Chancen aus der Städtebauförderung und setzt sie vielfältig ein“, unterstreicht Andreas Thiele.

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow freut sich, dass die Landeshauptstadt die EGS seit über 20 Jahren an ihrer Seite hat. „In der Vergangenheit konnten Städtebaufördermittel für viele kulturelle Einrichtungen genutzt werden, etwa für das Schleswig-Holstein-Haus oder das Konservatorium. Darüber hinaus war es möglich, in Bildungseinrichtungen zu investieren, z.B. in die Astrid-Lindgren-Schule und die Heineschule. Mit dem Bauvorhaben Goethe-Gymnasium investieren wir auch in 2015 in die schulische Ausbildung der jungen Generation. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln besteht weiterhin die Möglichkeit, den Sanierungsprozess der Landeshauptstadt Schwerin erfolgreich fortzusetzen. Dies ist insbesondere für die Baumaßnahmen des Hortes in der Heinrich-Heine-Schule auch notwendig. Dazu hoffe ich dringend auf die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums“, so die Oberbürgermeisterin.

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