Diese Website benutzt Cookies.

Weitere Informationen OK
Navigation
Startseite
20.02.2015, 11:15 Uhr  //  Stadtgeschehen

Pflege an Heckenabschnitten in Neumühle und Lankow nötig

Pflege an Heckenabschnitten in Neumühle und Lankow nötig
 SDS (Bild) LHS (Text) // www.snaktuell.de


Schwerin - Derzeit werden in der Landeshauptstadt wieder Maßnahmen zur Heckenverjüngung durchgeführt. Solche naturschutzfachlichen Maßnahmen finden  landesweit regelmäßig in den Wintermonaten statt. Das Herunterschneiden bzw. „auf den Stock setzen“ von überalterten Hecken ist etwa alle 15 Jahre erforderlich, um vorhandene Hecken vor dem Verkahlen zu bewahren. Denn durch die Überalterung bekommen  Hecken im Laufe der Jahre Lücken, durch der Schutz für wildlebende Tiere immer mehr verloren geht.

So wurden im Dezember im Stadtteil Neumühle gesetzlich geschützte, überalterte Hecken abschnittsweise heruntergeschnitten, was zu zahlreichen Anfragen besorgter Bürger bei der Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt führte. „Diese Maßnahmen sind mit uns abgestimmt. Wenn die Hecken ihre Schutzfunktion für verschiedene Tierarten nicht einbüßen sollen, müssen wir handeln. Diese Art der Heckenpflege dient der Förderung der Artenvielfalt im Stadtgebiet und wird in den Folgejahren auch in anderen Stadtteilen zum Tragen kommen“, erklärt der zuständige Abteilungsleiter für Naturschutz und Landschaftspflege Hauke Behr.

Die Umweltverwaltung plant, ab 2015 Pflegekonzepte für besonders betroffene  Stadtteile in Auftrag zu geben, um die Pflegemaßnahmen im Stadtgebiet weiter zu optimieren. Die bisher ausgeführten Pflegemaßnahmen basieren auf den Vorgaben des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG MV) zum Schutz und zur Pflege von Feldhecken.

Im Stadtteil Neumühle wurden im Auftrag der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) am Schwarzen Weg und am Leuschenberg jeweils Abschnitte von  30 bis 50 Metern heruntergeschnitten. „In den Folgejahren müssen sich diese Lücken dann erst wieder schließen, bevor weitere Abschnitte heruntergeschnitten werden dürfen. Das heißt in weiteren benachbarten Heckenabschnitten werden frühestens in drei bis vier Jahren weitere Rückschnitte erfolgen“, erläutert Hauke Behr. Diese Vorgehensweise garantiert, dass benachbarte Heckenbereiche weiterhin für Brutvögel und andere Tierarten attraktiv bleiben und genutzt werden können. Die Maßnahmen dienen der Verjüngung der Gehölze. „Die Heckengehölze werden über den Sommer sehr intensiv wachsen und einen dichten Gehölzbestand bilden. Die Hecke  wird dann bald umso schöner aussehen und wieder ganz dicht werden.“

Bedauerlicherweise wurde an einem Heckenabschnitt am Schwarzen Weg nicht überall fachgerecht gearbeitet, sondern in Teilbereichen auch geschlägelt. Diese Schnittmaßnahmen wurden inzwischen nachgebessert. Das in Teilbereichen vor der Hecke abgelagerte Häckselgut wird entfernt, sobald die Witterung dies zulässt. Die Beseitigung des über die Jahre dort hinein geworfenen Mülls wird die SDS noch separat erledigen.

Diese Website benutzt Cookies.

Weitere Informationen OK