Haben Zoos noch eine Zukunft?

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Orang Utan in Siegerpose. Foto: Lobeca/Norbert Gettschat
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Nicht erst seit Giraffe Marius im Kopenhagener Zoo vor den Augen der Zuschauer geschlachtet und an die Löwen verfüttert wurde, gibt es die Diskussion um die Zukunft der Zoos. Sie dienen dem Artenschutz wird gerne als Argument für den Fortbestand angeführt. Artgerecht sei aber nur die Freiheit, so das Gegenargument. Derweilen entwickeln sich die Zoos immer mehr zu Erlebnisparks, sodass die Frage der ethischen Vertretbarkeit lauter wird. Darf man Tiere in Käfigen halten und sie als Schau- und Sensationsobjekte ausstellen?

Der Zoo ist bei Familien sehr beliebt

Klar ist, Zoos sind beliebte Ausflugsziele, insbesondere für Familien. Hier können Groß und Klein viel über die Tiere erfahren, sie live und in Farbe beobachten. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Vielzahl von Zoos und Tierparks, darunter der Zoologische Garten in Rostock. Er ist der größte Zoo an der Ostseeküste und beherbergt 4500 Tiere. Rostock ist aber nicht nur wegen des Zoos eine Reise wert. Die Hansestadt und die Umgebung zählen zu den schönsten Regionen an der Ostsee. Ideal für Familien ist ein Ferienhaus als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Stadt, an den Ostseestrand oder auch in die Mecklenburgische Seenlandschaft. Sehen Sie die vielen Ferienhäuser in der Region, die Auswahl ist riesig und für jeden Geschmack ist ein passendes Objekt dabei. Für den Besuch im Rostocker Zoo sollte man viel Zeit einplanen. Er bietet den jährlich rund 600.000 Besuchern neben den weit über dreihundert verschiedenen Tierarten auch ein Darwineum, eine riesige Tropenhalle mit einer Ausstellung über die Evolution. Hier sind auch die Menschenaffen untergebracht. Eisbären und Pinguine tummeln sich im Polarium. Zudem gibt es zahlreiche Spielplätze und auch das gastronomische Angebot lässt nichts zu wünschen übrig.

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Ein Kompromiss muss gefunden werden

Für Besucher ist ein Zoo sicher eine großartige Sache. Doch kann die Bespaßung des Publikums nicht die einzige Aufgabe der zoologischen Einrichtungen sein. Dann nämlich hätten die Tierschützer recht, dass ein Zoo nichts weiter als ein Gefängnis für die Tiere ist. Tatsächlich werden hier die Arten nicht der Tiere wegen, sondern ausschließlich für die Menschen geschützt. Für die Tiere gibt es keine Zukunft, sie verbringen ihr Leben eingesperrt in Käfigen und Gehegen. Die alltägliche Langeweile wird nur durch die Fütterungen unterbrochen, die dann auch noch zur Sensation für die Zuschauer werden. Was ist das für ein Leben für die Tiere? Auf der anderen Seite tragen Zoos mit ihren Artenschutzprogrammen dazu bei, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu bewahren und durch spezielle Programme Tiere für die Auswilderung in ihrem natürlichen Lebensraum zu züchten. Außerdem haben sie einen Bildungs- und Forschungsauftrag. Die Argumente der Tierschützer stoßen nicht etwa auf taube Ohren. Einiges wurde in den letzten Jahren schon erreicht, mehr Auslauf zum Beispiel und mehr Abwechslung.

Dennoch sehen Fachleute und Forscher die Zukunft der Zoos eher in der Wissenschaft und Forschung im natürlichen Lebensraum der Tiere, nicht in Erlebnis- und Abenteuerparks. In Reservaten und Wildparks wird man sich auf die Nachzucht bedrohter Arten und deren Auswilderung und nicht auf die Besucherzahlen konzentrieren. Man darf gespannt sein, ob es einen Kompromiss zwischen beiden Lagern geben wird, der das Wohl der Tiere und das Interesse der Menschen an ihnen in Einklang bringen kann.