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70 Jahre Zoo Schwerin

Vom Heimattiergarten zum Zoo mit Strahlkraft

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Schwerin – Am gestrigen Freitag vor 70 Jahren entstand aus einem kleinen Tiergehege am Franzosenweg der Heimattiergarten Schwerin. Mit der offiziellen Gründung am 24. April 1956 wurde auf einem damals 15 ha großen Gelände der Grundstein für die Entstehung des heutigen Schweriner Zoos als eine der bedeutendsten Naturschutz-, Freizeit- und Erholungsstätten des Landes gelegt. Zusammen mit Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie über 5000 Besucherinnen und Besuchern feierte der Zoo Schwerin heute sein 70-jähriges Jubiläum mit vielen tierischen Aktionen und einem Bühnenprogramm. Zoo-Fans hatten anlässlich des Jubiläums die besondere Gelegenheit, den Zoo für symbolische 70 Cent zu erleben.

Zoodirektor Dr. Tim Schikora: „Wir konnten heute mit unseren Gästen auf 70 Jahre Zoo-Geschichte blicken und unser Jubiläum gebührend feiern. Viele Familien aus der Region sind bereits über Generationen hinweg mit dem Zoo verbunden. Neben der schönen Landschaft und den Tieren ist es diese enge Verbundenheit mit der Region, die den Zoo Schwerin auszeichnet. Ich bin dankbar dafür und stolz darauf, dass wir es geschafft haben, diesen Ort in den vergangenen 70 Jahren immer weiterzuentwickeln und seine Strahlkraft weit über die Grenzen der Landeshauptstadt zu erhöhen.“

Dr. Tim Schikora ist seit 11 Jahren Zoodirektor in Schwerin. In seiner Zeit sind unter anderem mit Projekten wie der Erweiterung der Nashornsavanne im Jahr 2017, dem Flamingo-Winterquartier 2019 sowie dem weltweit einzigartigen Rote Liste Zentrum und seiner Eröffnung im Jahr 2021 wichtige Entwicklungsschritte erfolgt.

Ein Blick auf 70 Jahre Zoo-Geschichte
Mit gerade einmal 17 Tieren, darunter Rehwild, Damwild, Störche und Teichvögel, startete der Heimattiergarten seinen Betrieb im Jahr 1956. Am 1. Oktober 1974 erhielt der Tiergarten den Status eines wissenschaftlich geleiteten Zoologischen Gartens. Etwa zeitgleich erfolgte eine Erweiterung des Geländes auf die heutige Geländegröße von 25 ha. Mit den Jahren wuchsen nicht nur die Reputation und die Flächen, sondern auch der Tierbestand des Zoos. Mitte der 50er Jahre lebten dort erstmals mehr als 100 Tiere, Mitte der 70er Jahre waren es mehr als 1000. Am längsten gibt es die Damhirsche im Schweriner Zoo – Zoo-Gäste können sie heute wie damals im Zoo beobachten. Auch Braunbären gehören seit den Anfängen fest zum Tierbestand: 1958 kamen die ersten Bären aus dem Tierpark Bernburg und Rumänien nach Schwerin.

Entwicklung zum Artenschutzzoo
Mit der Haltung und Zucht des bedrohten Armurtigers beteiligte sich der Zoo im Jahr 1985 erstmals an einem international koordinierten Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Inzwischen sind es mehr als 50 EEPs, an denen der Zoo Schwerin mitwirkt. Drei werden vom Zoo aus selbst koordiniert – darunter die Riesenotter durch Zoodirektor Dr. Tim Schikora. Fast die Hälfte der im Zoo lebenden Arten gilt als gefährdet – einige sind in der Natur bereits ausgestorben.

Der Zoo hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Ort für den Natur- und Artenschutz entwickelt. Mit der Haltung und Zucht zahlreicher stark gefährdeter Arten ist er Teil internationaler Bemühungen, diese vor dem Aussterben zu bewahren. Durch die freiwillige Abgabe des „Umwelteuros“ (UWE) beim Zooeintritt können zudem regionale und überregionale Umweltschutzprojekte dank der Unterstützung der Zoo-Gäste durch den Zoo gefördert werden.

Ausblick – wie entwickelt sich der Zoo in den kommenden Jahren
Im Jahr 2026 stehen keine neuen Großprojekte im Zoo Schwerin an. Dafür wird mit Hochdruck an der wirtschaftlichen und baulichen Realisierung des im Jahr 2025 veröffentlichten Rahmenplans – der Vision für den Zoo – gearbeitet.

Dr. Tim Schikora: „Im Moment laufen mehrere Vorplanungen für Areale und Baumaßnahmen parallel. Im Vordergrund steht zunächst der ‚ZooCampus‘ als künftiges Herzstück des Zoos. Hier wollen wir neben der Verwaltung eine moderne Veterinärstation, einsehbare Betriebsbereiche für Gäste sowie ein Zentrum für die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Natur- und Artenschutz errichten.“ Wann der Campusbau starten kann, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Wir stehen in engem Austausch mit der Politik, um geeignete Fördermöglichkeiten zu identifizieren“, so Schikora.

Weitere Erlebnisse für Gäste geplant
Neben seiner umfassenden Arbeit für den Artenschutz, baut der Zoo Schwerin auch sein Freizeitangebot kontinuierlich weiter aus. Mit der „Löwenlodge“ ist nach dem 2014 eingeweihten Baumhaus in diesem Jahr ein weiteres exklusives Übernachtungsangebot mitten im Zoo eröffnet worden. 

Im Bereich Veranstaltungen geht der Zoo 2026 erstmals neue Wege: Zur Premiere der „WILD LIGHTS“ vom 9.10. bis 29.11. verwandelt sich das Gelände rund um die Teichanlage in den Abendstunden in eine leuchtende und stimmungsvolle Erlebniswelt mit riesigen Lichtinstallationen, eingebettet in die charakteristische Landschaft des Zoos.

Auch der zoologische Bereich hielt schon zu Beginn des Jahres einige besondere Ereignisse bereit: Mit der Geburt der Löwen-Drillinge im Januar, der eines Giraffenkalbs im März und der jüngsten Geburt des stark gefährdeten Flachlandtapir-Nachwuchses erwartet die Gäste mit Sicherheit die ein oder andere tapsige Begegnung bei ihrem nächsten Besuch.

Der Zoo Schwerin dankt allen Freunden, Partnern, Unterstützern und Mitarbeitenden sowie natürlich seinen Gästen für 70 Jahre Verbundenheit!

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