Drei ungewöhnliche Fußballregeln – Expertenwissen für den nächsten Stammtisch

0
166
Foto: Lobeca/Felix Schlikis
- Anzeige -

Fußball ist eigentlich ein einfacher Sport. Ein Ball, zwei Tore und 22 Spieler, die versuchen, das Runde ins Eckige zu bringen. Doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass nicht alles so klar ist, wie es zunächst erscheint. Hier kommen drei ungewöhnliche Regeln, die selbst eingefleischte Fans nicht immer kennen.

Ein Freistoß ins eigene Tor

Die erste ungewöhnliche und höchst selten vorkommende Regel gibt es beim Freistoß. Stellen wir uns vor, ein Spieler will den Ball zum eigenen Torhüter zurückspielen, dieser verfehlt allerdings den Ball und selbiger landet im eigenen Tor. Klarer Treffer? Nein! Tatsächlich gibt es im Fußball den Grundsatz, dass aus einem Vorteil kein Nachteil entstehen darf. In einem solchen Fall hätte sich die gegnerische Mannschaft also zu früh gefreut. Das Gleiche gilt übrigens, wenn der Wind einen Abstoß ins eigene Tor bläst. Auch dann darf der Schiedsrichter nicht auf Tor erkennen. Kurios ist die Situation aber natürlich auf jeden Fall.

- Anzeige -

Ebenfalls ungewöhnlich ist die Spielfortsetzung bei der beschriebenen Situation. Statt Tor oder Wiederholung wäre Eckball die richtige Entscheidung. In der Praxis kommt ein solcher Fall aber derart selten vor, dass selbst Schiedsrichter auf Amateurniveau hin und wieder die falsche Entscheidung treffen und auf Tor entscheiden. Eine Ausnahme gibt es allerdings. Sollte der Torhüter oder ein anderer Spieler den Ball noch berühren, findet der Treffer sehr wohl Anerkennung. Ebenfalls gilt dies natürlich, wenn die Situation aus dem Spiel heraus stattfindet. Bei bet at Home Wetten sollte man dies also wissen, bevor man sich zu früh über eine möglicherweise gewonnene Wette freut.

Eine Rote Karte vor Anpfiff

Stellen wir uns vor, es kommt noch vor dem Anpfiff im Kabinentrakt zu Tumulten. Ein Spieler hat sich dabei nicht im Griff und begeht vor den Augen des Schiedsrichters eine Tätlichkeit. Muss die betroffene Mannschaft das Spiel nun zu zehnt bestreiten? Auch hier ist die Antwort: Nein! Das Regelwerk sieht vor, dass der Sünder das Spiel zwar nicht antreten darf. Außerdem ist eine Sperre für den Spieler die Folge. Sein Trainer darf allerdings kurzfristig einen Ersatz in die Mannschaft beordern und so Chancengleichheit herstellen. Sobald das Spiel jedoch angepfiffen ist, bedeutet eine Rote Karte auch immer einen Platzverweis und damit eine lange Unterzahl.

Ein quadratisches Spielfeld

Das Spielfeld im Fußball hat Grenzwerte, die einzuhalten sind. So sieht das Regelwerk vor, dass der Platz mindestens 90 Meter lang und mindestens 45 Meter breit sein muss. Als Höchstwerte gelten 120 Meter in der Länge beziehungsweise 90 Meter in der Breite. Bei diesen Zahlen fällt auf: Theoretisch ist ein quadratisches Spielfeld zulässig! Allerdings sieht eine weitere Regel vor, dass ein Spielfeld länger sein muss als breit. In der Praxis jedoch ist kein Fall bekannt, wo die Extremwerte derart ausgereizt werden. Im Gegenteil: In den meisten Stadien herrschen nahezu einheitliche Bedingungen, sodass es kaum Umstellungen für die Spieler gibt. Denkbar ist das Szenario im Amateurfußball allerdings sehr wohl. Die Heimmannschaft könnte dann vor jedem Spiel entscheiden, in welche Richtung über das Feld gespielt werden soll und die Tore entsprechend aufstellen. Sehr wahrscheinlich ist allerdings, dass diese Theorie eher keinen Weg in die Praxis finden wird.