Schwerin – Der SSC Palmberg Schwerin feierte in der CEV Champions League einen souveränen Heimsieg gegen den bulgarischen Rekordmeister Maritza Plovdiv. Vor stimmungsvoller Kulisse in der Palmberg Arena zeigte der deutsche Meister starke Aufschlag- und Blockleistungen, drehte besonders im dritten Satz einen frühen Rückstand und sicherte sich mit 3:0 die nächsten wichtigen Punkte in der Königsklasse. Leana Grozer glänzte dabei als wertvollste Spielerin des Abends.
In erneut stimmungsvoller Kulisse begann das Match gegen den bulgarischen Rekordmeister Maritza Plovdiv zunächst ausgeglichen. Beide Teams wirkten zu Beginn noch etwas nervös: Plovdiv leistete sich einige Aufschlagfehler, während beim SSC Palmberg Schwerin kleinere Abstimmungsprobleme zu erkennen waren. Dank eines starken Blocks von Britte Stuut ging Schwerin mit 6:4 in Führung. Ein Ass von Kapitänin Anne Hölzig erhöhte wenig später, ehe Plovdiv beim Stand von 8:4 die erste Auszeit des Abends nahm. Doch Hölzig blieb anschließend weiter am Aufschlag und setzte die Annahme der Bulgarinnen massiv unter Druck. Erst beim 12:4 gelang Plovdiv wieder ein Sideout. Die frühe Führung galt es nun für Schwerin zu verteidigen. Der SSC präsentierte sich aggressiv am Netz, überzeugte mit einem starken Blockspiel und profitierte von einer treffsicheren Leana Grozer, die aus nahezu allen Positionen punktete. Auch Mia Kirchhoff steuerte wichtige Zähler bei. Auf Seiten der Gäste lief das Spiel zunehmend über Diagonalangreiferin Dudova. Nachdem Plovdiv selbst vermehrt im Block erfolgreich war und die Schweriner Angriffe nicht mehr sofort zum Punkt führten, schrumpfte der Vorsprung auf drei Zähler. Trotz der Aufholjagd der Bulgarinnen auf 19:16 behielt Schwerin die Ruhe. Erneut war es Grozer, die aufmerksam am Netz agierte und mit wichtigen Punkten auf 22:16 stellte. Plovdiv gab sich jedoch noch nicht geschlagen und verkürzte durch Schweriner Eigenfehler auf 23:20. Am Ende ließ der SSC Palmberg Schwerin nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit 25:20 verdient den ersten Durchgang.
Der zweite Durchgang begann mit starken Block- und Angriffsaktionen über die Mitte der Gäste aus Plovdiv, die sich früh einen Drei-Punkte-Vorsprung erspielten. Leana Grozer, im ersten Satz noch äußerst treffsicher, hatte zunächst mit dem gut stehenden bulgarischen Block zu kämpfen, fand jedoch schnell wieder zu ihrem Spiel und verkürzte auf 8:10. Den Ausgleich erkämpfte sich der SSC Palmberg Schwerin nach einer langen, intensiven Rallye durch einen Block von Marije ten Brinke. Mit viel Druck im Aufschlag – insbesondere durch Grozer und Mia Kirchhoff – setzte Schwerin die Gäste nun zunehmend unter Druck und drehte den Satz zum 15:13. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der SSC zwar häufig mit den Händen am Block war, die Bälle in der Abwehr jedoch nicht immer entschärfen konnte.Beim Stand von 21:21 ging es in die Crunchtime des zweiten Durchgangs. Erneut übernahm Marije ten Brinke Verantwortung und sorgte mit zwei starken Aufschlägen für die 23:21-Führung. Plovdiv reagierte mit einer Auszeit, doch diese zeigte keine Wirkung: Die Niederländerin legte ein weiteres Ass nach und bescherte Schwerin den Satzball. Mit 25:21 entschied der SSC Palmberg Schwerin auch den zweiten Durchgang für sich – getragen von der lautstarken Unterstützung der Palmberg Arena.
Der dritte Durchgang begann mit einer starken Serie der Gäste aus Plovdiv, die schnell mit 0:4 in Führung gingen. Beim SSC Palmberg Schwerin kam nun Mittelblockerin Suus Gerritsen für Marije ten Brinke ins Spiel. An ihr lag es jedoch nicht, dass die Bulgarinnen ihren Vorsprung zunächst auf 2:7 ausbauen konnten. Doch bereits im zweiten Satz hatte Schwerin seine Aufholqualitäten unter Beweis gestellt. Beim Stand von 3:7 ging Leana Grozer an die Grundlinie und sorgte mit einer spektakulären Aufschlagserie unter dem erstaunten Raunen der Zuschauer für den 5:7-Anschluss. In der Folge punktete Mia Kirchhoff erfolgreich über die Diagonalposition, während Britte Stuut bei guter Annahme mit einem Einbeiner über Kopf erfolgreich war. Zuspielerin Hannah Kohn verteilte die Bälle gewohnt variabel, sodass sich der SSC Punkt für Punkt auf 9:10 heranrobben konnte. Schwerin zog wenig später vorbei, worauf Plovdivs Trainer Ersimsek sichtlich verärgert über den verspielten Vorsprung zur Auszeit griff. Doch der SSC blieb am Drücker: Ein weiterer Angriff von Grozer stellte auf 17:13, was die zweite Auszeit der Gäste zur Folge hatte. Die 18-Jährige ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und legte am Aufschlag zwei weitere Asse nach. Beim Stand von 19:13 hatte Schwerin den Satz endgültig gedreht und befand sich auf der Zielgeraden zum zweiten Heimsieg in dieser Champions-League-Saison. Mia Kirchhoff und Anne Hölzig gehörten schließlich die letzten Aktionen am Netz, ehe erstere selbst zum Aufschlag ging und Plovdiv erneut vor große Probleme stellte. Dem hohen Aufschlagdruck waren die Bulgarinnen in der Annahme nicht gewachsen und kamen kaum noch in den Spielaufbau. Der SSC Palmberg Schwerin brachte auch den dritten Durchgang souverän mit 25:13 ins Ziel. Leana Grozer krönte ihre starke Leistung mit dem MVP-Pokal des Abends.
Starting Six Maritza Plovdiv: Agbortabi – Todorova – Koeva – Angelova – Dudova – Slavcheva – Büdenbender
Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Kohn – Grozer – Hölzig – Kirchhoff – ten Brinke – Stuut
