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SSC Palmberg Schwerin fordert Rzeszów – unterliegt aber 0:3

SSC Palmberg Schwerin verliert gegen Favoriten Developres Rzeszow und wird Tabellenzweiter

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Schwerin – Der SSC Palmberg Schwerin stand im ersten Satz des entscheidenden CEV Champions League Duells am Mittwochabend überraschend dicht vor einem Satzgewinn und verlangte dem Favoriten Developres Rzeszów in Polen deutlich mehr ab, als im Vorfeld zu erwarten gewesen war. Trotz einer über weite Strecken starken Leistung ließ Schwerin den Durchgang in der Schlussphase aus der Hand – ein Wendepunkt, von dem sich die Gäste nicht mehr erholten. Am Ende setzte sich das erfahrene Topteam aus Rzeszów souverän mit 3:0 durch. Schwerin beendet die Gruppenphase als Tabellenzweiter der Gruppe E und muss nun den Umweg über die Play-off-Runde auf dem Weg ins Viertelfinale der CEV Champions League nehmen.

Im Kampf um den ersten Tabellenplatz der Gruppe E der CEV Champions League traf der SSC Palmberg Schwerin auswärts in Polen auf Developres Rzeszów. Schwerin startete gut in die Partie: Kirchhoff punktete früh, dazu kam ein Fehlangriff der Polinnen zur schnellen 0:2-Führung. Zwar zeigte sich der SSC zunächst genauso wie die Gastgeberinnen nervös im Aufschlag, überzeugte jedoch mit konsequenten Angriffen und setzte sich auf 3:6 ab. Mit schnellem Spiel über die Mitte, Grozer aus dem Hinterfeld und Jet Kok über Außen baute Schwerin den Vorsprung weiter auf 4:8 aus. Auch im Block hatte der SSC den polnischen Angriff gut im Griff, sodass Rzeszów früh zur Auszeit gezwungen wurde. Die Gastgeberinnen kämpften sich anschließend bis auf zwei Punkte heran, doch zwei starke Aufschläge von Grozer stellten die 8:13-Führung wieder her und zwangen Rzeszów zur zweiten frühen Auszeit im ersten Satz. Zudem reagierten die Polinnen mit der Einwechslung von Bannister auf der Diagonalposition. Der Wechsel zeigte Wirkung: Das Spiel der Gastgeberinnen lief nun vermehrt über die eingewechselte Diagonale, und Rzeszów kam auf 17:19 heran. Schwerin blieb jedoch stabil und ließ sich von der stimmungsvollen Halle nicht beeindrucken. Beide Teams punkteten ab der Satzmitte häufiger über die Außenpositionen, Piasecka auf polnischer und Grozer auf Schweriner Seite. Der SSC profitierte in dieser Phase von mehreren Aufschlagfehlern der Gastgeberinnen und erhöhte auf 19:22. Schwerin brachte den Doppelwechsel, doch Artyshuk gelang weder im Angriff noch im Block ein erfolgreicher Akzent. Ein anschließender starker Aufschlag brachte Rzeszów den Ausgleich zum 22:22. Nachdem auch Kok ihren Angriff nicht unterbringen konnte und Jansen für Polen punktete, übernahm Rzeszów erstmals mit 23:22 die Führung. Mit 25:23 ging der erste Durchgang überraschend an die Gastgeberinnen, obwohl Schwerin über weite Strecken tonangebend gewesen war und sich erst in der Schlussphase entscheidende Fehler geleistet hatte.

Im zweiten Durchgang erwischte Developres Rzeszów den besseren Start. Nach einer Aufschlagserie von Piasecka ging der Favorit früh mit 4:1 in Führung. Kurz darauf zeigte jedoch auch Mia Kirchhoff ihre Qualitäten von der Grundlinie: Dank ihrer druckvollen Aufschläge glich Schwerin zum 4:4 aus. Vor allem Kok und Stuut punkteten in dieser Phase für den SSC, während Rzeszów den Schweriner Block immer wieder clever anschlug. Zunächst konnte sich kein Team absetzen, beim Stand von 8:8 blieb die Partie zunächst offen. Die Gastgeberinnen legten anschließend mit drei Punkten in Folge vor, doch Schwerin blieb in Schlagdistanz. Abstimmungsfehler auf Seiten der Gäste brachten den polnischen Meister dann wieder auf 14:11 nach vorn, ehe sich Rzeszów selbst fehleranfällig zeigte und Schwerin wiederum zum 14:14 ausglich. Beim Stand von 16:16 vollzog Rzeszów den Doppelwechsel und brachte erneut die US-Amerikanerin Bannister ins Spiel. Das spannende Duell auf Augenhöhe näherte sich nun der Crunchtime. Beim Stand von 19:19 hielt Schwerin beeindruckend gut mit dem Tabellenführer der Gruppe E aus Polen mit. Piasecka, die bereits im Hinspiel in Schwerin als MVP ausgezeichnet worden war, erhöhte jedoch auf 22:20. Rzeszów erspielte sich anschließend beim Stand von 24:21 drei Satzbälle, und ein Angriffsfehler der Schwerinerinnen besiegelte den Satzgewinn. Mit dem Erfolg im zweiten Durchgang sicherte sich der amtierende polnische Meister die Tabellenführung in der Gruppe E, es ging jedoch für Schwerin noch um wichtige Punkte als feststehender Tabellenzweiter.

Im Gleichschritt begann der dritte Satz des Abends, in dem zunächst die Diagonalangreiferinnen beider Teams Akzente setzten. Rzeszów punktete mit Bannister, die von Beginn an in diesem Durchgang auf dem Feld stand, ebenso wie Jasper. Schwerin startete zunächst in unveränderter Aufstellung, wechselte dann jedoch Iris Vos für Grozer ein und hielt die Anfangsphase des Satzes offen. Erst durch Schweriner Angriffsfehler und ein Ass von Piasecka setzte sich Rzeszów auf 10:7 ab und erhöhte wenig später auf 12:8. Felix Koslowski reagierte mit einer Auszeit und schwor sein Team darauf ein, die Geschenke, die Rzeszów phasenweise über das Netz brachte, konsequenter anzunehmen. Schwerin kam anschließend dank Stuut auf 13:10 heran, doch die Gastgeberinnen ließen keine echte Spannung aufkommen. Bannister erhöhte auf 17:12, auch weil der Schweriner Block nicht mehr so zwingend agierte wie noch im ersten Durchgang. Zu häufig nutzten die polnischen Angreiferinnen den Block, um den Ball im Schweriner Feld unterzubringen. Mit sechs Punkten Vorsprung näherte sich Rzeszów dem Satzende beim Stand von 20:14, und Schwerin fand kein Mittel mehr, um das Blatt noch einmal zu wenden. Zwar kam der SSC beim Stand von 23:19 dank guter Angriffe von Iris Vos noch einmal heran, doch Landsfrau Jasper servierte mit einem Netzroller-Ass zum 25:19 und beendete den Durchgang nach eineinhalb Stunden Spielzeit.

Starting Six Developres Rzeszow: Jansen – Heyrman – PIERZCHAŁA – PIASECKA – WENERSKA – Jansen – Sieradska

Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Kohn – Kok – Grozer – Kirchhoff – ten Brinke – Stuut

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